Kann Erbverzicht allein vom Verzichtenden erklärt werden?

2 Antworten

Das Problem ist, jeder kann vor einem Notar erklären, was er will.

Solange die Erklärung nicht irgendwo eingetragen wird, oder ein anderer die Annahme erklärt, ist diese Erklärung

  • jederzeit widerrufbar

  • kann ins Leere gehen, wenn es dazu keine Person mit Passivlegitimation gibt.

Also Herr "A" erklärt beim Notar "ich verzichte auf das Erbe von meinem Vater."

  • Es gibt kein Erbverzichtsregister wo das eingetragen wird.

  • Er bindet mit der Erklärung niemanden anderen, sich daran zu halten.

Wenn der Vater sagt, ich möchte doch mein Vermögen meinem Sohn vermachen, erstellt er ein entsprechendes Testament und Herr "A" ist wieder in der Situation das Erbe ausschalgen zu ,müssen.

Würde der Vater kein Testament erstellen, würde das gleiche gelten.

Würde Herr "A" vor seinem Vater sterben, könnten die Kinder von "A" sagen, was interessiert uns das Geschwätz von unserem Vater, was er vor einem Notar abgegeben hat, das gilt sowieso nciht, weil Vertrag zuungunsten Dritter, also wir bestehen zumindest auf unserem Pflichtteil.

Nur ein Erbvertrag mit dem Vater, in dem "A" verzichtet udn gleichzeitig festgelegt wird, was mit seinem Erbteil passiert, wäre für alle Seiten bindend.

Merkwürdiger Weise braucht es dazu den Vater, weil er den Erbverzicht annehmen muss. Das sagt dir aber auch noch der Notar selbst.

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