Kann eine Mietminderung ein Kündigungsgrund sein?

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7 Antworten

Der Gesetzgeber hat dem Mieter die Möglichkeit gegeben mit einer Mietminderung auf ein Fehlverhalten des Mieters bzw. einen Missstand in der Wohnung zu reagieren. Dafür kannst du also nicht gekündigt werden, weil es dein gutes Recht ist. Du kannst aber nicht einfach so eine Mietminderung machen, da es erst als letztes Mittel eingesetzt werden kann. Du muss erste ein Schriftliche Beschwerde einreichen, dann musst du Zeit zum reagieren geben usw. Wenn du das alles richtig machst, dann kann der Vermieter dir nichts tun. Wenn du Mietminderung natürlich als Grund hernimmst um die Miete zu prellen sieht es anders aus.

Wenn die Miete auf eigene Faust und zu unrecht gemindert wurde und so ein beträchtlicher Rückstand in den Mietzahlungen enstanden ist dann ist dies durchaus ein Kündigungsgrund.

eigenstädnige Mietminderung

Übersetz uns das doch mal. Ist nicht jede Mietminderung "eigenständig", ansonsten wäre es ja eine Vertragsvereinbarung.

Wenn die Mietminderung berechtigt ist, also tatsächlich ein Minderungsanspruch in der geltend gemachten Höhe vorliegt, kann das niemals ein Kündigungsgrund sein. Unbegründeter Mieteinbehalt aber ist riskant. Man ist mit der Mietzahlung in Verzug und das berechtigt bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen -z.B.Außenstände in Höhe von 2 Monatsmieten- zur Kündigung.

Selbstverständlich und zwar immer dann, wenn sie in ungerechtfertigter Höhe einen entsprechenden Mietrückstand darstellen :-O

G imager761

Eine Mietminderung wird immer eigenständig vorgenommen. Das nur vorweg.

Wenn sie unberechtigt oder zu hoch vorgenommen wurde kann der Vermieter, da es Mietschulden sind, deswegen kündigen.

Ab einem Betrag von 2 MM, ohne Abmahnung, fristlos.

Kann, muss aber nicht! Solltest schon den genaueren Hintergrund schildern!

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