Kann ein Vermieter die Modernisierungskosten auf den Mieter umlegen?

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5 Antworten

Die mögliche Mieterhöhung ist grundsätzlich rechtens nach § 559 BGB.

Aber bei vorher maroden Einscheibenglas-Fenstern (Beweissicherung nötig!) sind z.B. die (fiktiven) Instandhaltungskosten für gleichartige neue Einscheibenglas-Fenster von den kompletten Modernisierungskosten abzuziehen. Da die Einbaukosten für Einscheiben- und Isoglasfenster annähernd gleich sind, kommt bei den Modernisierungskosten für Isoglasfenster fast nur der Materialpreisunterschied als umzulegende Modernisierungskosten in Frage. Die Kostenermittlung des umlegbaren Modernisierungsaufwandes ist also nicht ganz einfach und unterliegt einem offenen Interessenkonflikt. Daher die Notwendigkeit der Beweissicherung, um nicht die maroden alten Fensterteile als in gutem, voll funktionsfähigen Zustand deklariert zu bekommen.

Bitte lies auch hier:

http://www.mieterverein-hamburg.de/tl_files/dokumente/merkblaetter/merkblatt-08-wohnungsmodernisierung.pdf

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Darf der Vermieter dies anteilsmäßig auf die Mieter umlegen?

Energiesparfenster kann er als Modernisierung mit 11% der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Nur für die Kosten deiner Wohnung, falls es unterschiedldlich große Wohnungen mit mehr oder weniger Fenstern im Haus gäbe.

G imager761

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Werden die neuen Fenster aus reinen Modernisierungsgründen/ Wärmedämmung eingebaut, dar das auf den Mieter umgelegt werden.

Handelt es sich allerdings um notwendige Reparaturarbeiten, (Undichtigkeit, verwittertes Holz usw.) muss der Vermieter die Kosten tragen.

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Er wird darauf achten, dass es funktioniert! Wenigstens die anteilige Wohnwertsteigerung wird mit 11% p.a. beim Mieter hängen bleiben...

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