Kann ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer gezahlte Umsatzsteuer anstatt als Vorsteuer auch als normale Betriebsausgabe geltend machen?

5 Antworten

Es gibt m.E. nur eine Berechtigung, den Vorsteuerabzug vorzunehmen, aber keine Pflicht. Entsprechend lese ich in Paragraph 15 UStG: " Der Unternehmer kann die folgenden Vorsteuerbeträge abziehen..."

Nur welchen Sinn soll das machen? Der 1. April ist doch noch gar nicht, vielleicht verrätst Du mal die Hintergrundgedanken. Denn abgesehen von meinem Erstaunen gibt es da evtl. auch einen Denkfehler.

Verstehe ich es richtig, Deine Antwort ist "Ja"?

Der Sinn ist einfach, der Unternehmer gerade wenig Zeit hat und so schnell wie möglich die Steuererklärung fertigstellen möchte, und deshalb so wenig Aufwand wie möglich dafür haben will.

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@KarstenF

Betriebsausgabe ist es doch auf jeden Fall in voller Höhe.

Eine korrekte Rechnung brauchst Du aber auch dafür eigentlich. Naja, im Ausnahmefall und bei geringen Beträgen ginge auch ein Eigenbeleg, und damit wäre der Vorsteuerabzug ausgeschlossen. Vielleicht ist das so zu erklären?

Bin aber nur Mitleser hier, also Antwort ohne Gewähr.

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Es ist zwar Schwachsinn, aber es ginge natürlich. 119,- Euro bezahlt, also 119,- Euro Betriebsausgabe.

Sozusagen, die Auswirkung als hätte man vergessen die Vorsteuer zu buchen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

So was ähnliches habe ich auch schon mal gemacht. Im gesamten Jahr nur ein Büroartikel in NL gekauft. Für etwa 5,- Euro. Habe ich vollständig als Betriebsausgabe angegeben. Unabhängig davon wurde bei diesem Thema ein sehr schlechtes Beispiel genannt.

Was denn - im ganzen Jahr bei einem stehenden Gewerbe nur ein einziger Vorgang mit Vorsteuer - das ist unmöglich.

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@cats123

Beispiel: 99,99 % in Deutschland * 0,01 % in NL. * Für Umsatzsteuer NL ist ein eigenes Formular auszufüllen. Das war mir dann doch zu blöd.

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Wie kann man Provisionen/Gutschriften an Privatpersonen zahlen und als Betriebsausgabe in der Buchhaltung verbuchen?

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich meiner Buchhaltung. Ich habe schon vor ein paar Tagen eine Antwort erhalten, nach weiterer Recherche bin ich allerdings wieder verunsichert.

Die Situation ist folgende: Mein Partner und Ich möchten unsere Produkte gerne über Blogger und Influencer verkaufen. Dafür erhalten diese eine Gewinnbeteiligung (Provison) bzw. eine einmalige Zahlung (Honorar). Da wir mit relativ vielen Influencern arbeiten wollen und auch kein Interesse haben die steuerliche Situation jedes einzelnen zu prüfen, wollten wir die Zahlungen als Gutschrift verrechnen. Wir wollen uns also quasi eine Rechnung schreiben und sofort bezahlen.

Uns wurde die Form der Gutschrift empfohlen und gesagt, wir sollen keine Umsatzsteuer angeben, da die Influencer nicht UmSt. pflichtig sind. Nun stellt sich uns die Frage, ob wir als Grund für die nicht ausgewiesene Umsatzsteuer die Kleinunternehmerregelung angeben können. Wir wissen ja nicht, ob die Influencer ein Unternehmen angemeldet haben. Was diese ja eigentlich für eine Gutschrift müssten, da es schließlich nur bei B2B Geschäften geht oder kann man es auch bei B2C Geschäften so machen.

Oder können wir die Zahlung einfach überweisen und trotzdem als Betriebsausgabe geltend machen ? Wir wollen schließlich nicht mehr Einkommensteuer zahlen, als wir Gewinn gemacht haben.

Was wäre der einfachste Weg die Influencer zu bezahlen, ohne uns von denen einen Rechnung schreiben zu lassen und diese zu einer Gewerbeanmeldung zu drängen? Im Grunde ist es ja die steuerliche Situation von jemand anderem und nicht unsere.

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