Kann ein Studentenjob auf 400-Euro-Basis auf Lohnsteuerkarte die abgesetzten Werbungskosten des Studiums reduzieren?

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2 Antworten

Um einen Verlustvortrag zu haben, den man auf folgende Jahre vorzutragen, muss man zuerst einen Verlust erzielen.

Wenn Du in einem Jahr des Studiums 4.800,- Euro Bruttoeinkommen hast (egal ob in einem Monat 4.800,-, oder 12 mal 400,-) und Du hast 4.600,- Werbungskosten (Studienkosten), dann hast Du noch immer 100,- Euro Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und somit keinen vortragsfähigen Verlust.

Das Finanzamt hat korrekt gerechnet.

@wfwbinder:

ich geh mal davon aus, dass der erste Kaffee noch keine Wirkung zeigt ....

4.800 € Einkommen ./. 4.600 €Werbungskosten sind (zumindest hier in Bayern ............  ;-)   ) 200 € Einkünfte ....

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@wurzlsepp6682

Stimmt, ausserdem freud es mich, dass meine Postings sogar gelesen und beachtet werden.

Danke, dass Du mich auf den blöden Fehler aufmerksam gemacht hast.

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"Nun rechnet das Finanzamt diesen Verdienst direkt 1:1 den abgesetzten Werbungskosten gleich, d.h. 500€ Studiengebühren = ca. 1,3 Monate Verdienst. Somit bleibt am Ende des Jahres 0 EUR Guthaben beim Finanzamt übrig."

Also.....hä? Kannst du das bitte noch auf verständlich erläutern? Was hat das Finanzamt gemacht?

Unser Fragesteller will folgendes sagen:

Er hatte Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit von 500 €.

Und er hatte Berufsausbildungskosten (= Werbungskosten) von 500 €.

Und alles zusammen addiert sich nun zu mindestens + 0,00 €, sodass kein Verlustvortrag verbleibt, weil der AN-Pauschbetrag ja nicht zu negativen Einkünften führen kann.

Das wiederum bringt ihn auf die Idee, lieber keine Einnahmen haben zu wollen und dafür einen Verlustvortrag vor sich her zu schieben.

Ist ja auch klüger, freiwillig auf 500 € Einnahmen zu verzichten und die Kosten trotzdem an der Backe zu haben.

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@blackleather

Ich habe die Beschreibung nochmal angepasst, aber Blackleather hat es richtig beschrieben.

Mein Studium ist bereits abgeschlossen und ich habe durchgehend gearbeitet, somit stellt sich nicht mehr die Frage was ich hätte machen können.

Ich möchte lediglich wissen was gesetzlich korrekt wäre und ob das Finanzamt hier im Unrecht ist mit der Verrechnung des Studentenjobs bzw. wie hier das korrekte Vorgehen wäre?!

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@StudentNRW

@studentnrw:

sobald es eine Lohnsteuerbescheinigung gibt, hat das Finanzamt richtig gehandelt ...

der Arbeitgeber hat geschickt gehandelt, hat sich 2 % pauschale Steuer gespart ...

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@blackleather

Ah danke.

"Das wiederum bringt ihn auf die Idee, lieber keine Einnahmen haben zu wollen und dafür einen Verlustvortrag vor sich her zu schieben."

Komische Idee.

Und im ersten Berufsjahr hat er dann 8.000 Euro Einkünfte, von denen dann die 500 Euro VV abgezogen werden.

Wenn man unbedingt Geld verbrennen will, hätte ich da eine bessere Idee.

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@StudentNRW

Das Vorgehen Deines FA war schon richtig. Deine Argumentation

Ich wundere mich und empfinde es als sehr unfair, denn im Endeffekt könnte ich einfach nicht arbeiten gehen, das Studium absetzen, ein Guthaben vom Finanzamt gutgeschrieben bekommen und dann nach dem Studium eine Summe X vom Finanzamt als Rückzahlung bekommen. So bekomme ich nichts.

hat übrigens einen Denkfehler: Du bekommst immerhin 3000€ für Deine HiWi Arbeit beim Institut. Wenn Du nicht arbeiten gegangen wärest, hättest Du zwar einen bleibenden Verlustvortrag gehabt, aber auch keine 3000€ Einnahmen.

Richtig wäre der Satz gewesen, wenn Du geschrieben hättest "So bekomme ich nichts erstattet".

Was mir allerdings auffiel ist, dass Du neben Studiengebühren kaum etwas absetzt, also daneben nur auf rd. 1000€ weitere WK kommst. Hast Du Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Fachbücher, Arbeitsmittel usw. wirklich vollständig erfasst? Liegt keine doppelte Haushaltsführung vor? Seltsam, dass Du mit 1000€ pro Semester auskommst - da wäre sicher mehr drin gewesen.
Wurden die SV-Beiträge beim Sonderausgabenabzug berücksichtigt?

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