Kann ein Auszubildender die gesetzliche Krankenkasse wechseln?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Krankenkasse wechseln können Sie, wenn

*Sie 18 Monate Mitglied der Krankenkasse waren (ordentliche Kündigung).

Auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers oder Fusion Ihrer Krankenkasse läuft diese Bindungsfrist weiter. Nach dem Kassenwechsel sind Versicherte erneut 18 Monate an ihre "neue" Krankenkasse gebunden, sofern die Kasse Ihre Beitragssätze nicht erhöht (s.u.).

*Ihre Krankenkasse den Beitragssatz erhöht hat (Sonderkündigung).

Seit dem 1.1.2004 ist diese Kündigungsmöglichkeit auf die ersten zwei Monate nach Inkrafttreten der Erhöhung begrenzt. Bei einer Erhöhung des Beitragssatzes beispielsweise zum 1.3. müssen Sie bis spätestens 30.4. kündigen. Danach verfällt Ihr Sonderkündigungsrecht.

Achtung: Zum Sonderkündigungsrecht bei einer Kassenfusion siehe auch Frage 2.

Sowohl bei ordentlicher Kündigung als auch bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende

http://kuerzer.de/aanPzPL6z

Die Ausführungen von Lissa sind soweit richtig. Es sollte jedoch im Einzelfall geprüft werden, ob die Kasse nicht über eine gesonderte Satzungsregelung verfügt, die einen Wechsel ohne Einhaltung der Bindungsfrist ermöglicht (z. B. von einer BKK zu einer BKK! oder Schnuppermitgliedschaft).

Grundsätzlich kann natürlich auch eine Auszubildende die Krankenkasse wechseln, es sei denn, dass es in der Branche eine verbindliche Kassenzugehörigkeit gibt, wie etwa in der Seefahrt oder Landwirtschaft.

Was möchtest Du wissen?