Kann die Versicherung so einfach kündigen, weil alles teurer geworden ist?

6 Antworten

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http://www.guter-rat.de/wirtschaften/versicherung/versicherungen-so-leicht-koennen-sie-mitgliedern-kuendigen

.....soviel dazu, wird bei der Familienrechtschutz nicht großartig anders sein  ;-)))

Ich wurde letztes Jahr auch rausgekickt. Lag aber daran, daß ich zuviele Fragen an die Versicherung gestellt habe. Die haben dann jede Frage als ein Fall gezählt und nach über 10 Fälle war der Korb dann voll und fällig für eine Kündigung, obwohl es nie zu einem Fall kam. Fand ich schon dämlich, daher habe ich jetzt nur noch eine Verkehrsrechtsschutz beim ADAC. 

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@althaus

 Lag aber daran, daß ich zuviele Fragen an die Versicherung gestellt habe

lach, althaus....an die Zeit kann ich mich auch noch erinnern. Hast es wohl etwas übertrieben  ?  ;-)  

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Die Versicherung kann, genau wie der Versicherungsnehmer, Verträge zum Ablauf kündigen. Eine Ausnahme gibt es nur bei Pflichtversicherungen.

Allerdings kenne ich so etwas nicht bei Rechtschutzversicherungen, sondern nur bei Wohngebäudeversicherungen.

Bei Rechtschutzversicherungen kommen im Regelfall nur Beitragsanpassungen. In der Höhe der Anpassungen sind die Versicherer frei. Angebote von Selbstbehalten kommen wohl nur, wenn es zu mehreren kleineren Rechtschutzfällen gekommen ist. Dazu gehören auch Deckungsanfragen. Denn die Versicherer verbinden in diesen Fällen häufig mit einem Anwalt (telefonisch). Das verursacht dem Versicherer natürlich Kosten - ist also ein kleiner Fall. Und wenn sich so etwas durchschnittlich auf 300.- Euro jährlich summiert, kommt eben das Angebot mit der Selbstbeteiligung incl. Beitragserhöhung. Die Beitragserhöhung deswegen, weil perspektivisch Schadenfälle wahrscheinlich sind.

Also so einfach kündigt kein Rechtschutzversicherer. Und wenn in diesem Fall Massenkündigungen erfolgt sind, werden wir das vermutlich sehr schnell in der Presse erfahren. Das läuft nicht ohne öffentlichen Interesse ab.

Hier findest Du zu diesem Thema auch noch etwas:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/zu-viele-schadensfaelle-in-der-rechtsschutzversicherung-droht-kuendigung-durch-den-versicherer_057173.html

Ich habe einmal einen Kfz-Kunden kündigen lassen, der mindestens 5 Mal jährlich schriftliche, unsinnige Nachfragen hatte. Die Bearbeitung dieser Nachfragen waren teurer als der gesamte Versicherungsbeitrag. Das war aber ein Hilferuf des zuständigen Sachbearbeiters. Der war echt verzweifelt. Das einmal zu Deinem Rechtschutzvertrag. ff.net ist Gott sei Dank kein Versicherer.


Ich glaube kaum, daß meine Anfragen eine lange Bearbeitung nach sich zog. Es waren reine Rechtsfragen die immer von einem anderen Anwalt beantwortet wurden, oder vom Sachbearbeiter selbst. Daraufhin sollte kein Verwaltungsakt stattgefunden haben, außer eine Notiz über den Anruf. Es handelt sich bei meinem Schwiegervater um den selben Versicherer der mich letztes Jahr rausgeworfen hat, und zwar um die Roland Versicherung. 

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@althaus

Ob das immer der gleiche oder unterschiedliche Anwälte sind, spielt doch keine Rolle.

Dann könnte ich ja meinen alten Kollegen, Rainer Brune, einmal anrufen. :-))

Aber, so mir nichts Dir nichts macht das meiner Erfahrung nach kein Versicherer. Das bringt doch nichts, einen immer schadenfreien Kunden zu kündigen (außer bei der Wohngebäudeversicherung). Das ist doch "Geld aus dem Fenster werfen".

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@gammonwarmal

Wenn der Beitrag vom alten Tarf  viel zu niedrig ist, dann bringt das schon was die Kunden rauszuwerfen. In der Bank ist es doch auch nicht anders. Unrentable Kunden will man loshaben. Nicht die Anzahl der Kunden zählt sondern die Qualität der Kunden an denen was zu verdienen ist. Uns hat man damals gesagt, mit 20% der Kundschaft macht man 80% des Ertrages, also kann man schon mal auf den einen oder anderen Kunden verzichten, ohne das was verloren geht. 

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@althaus

Das ist die falsche Denke. Ein Versicherer kann 100 Kunden kündigen, ohne das das einen erkennbaren Einfluss auf sein Ergebnis hat.

Es gib manchmal andere Gründe. Zum Beispiel kann es sich um einen Tarif handeln, den aufgrund der Vertragsdauer kaum noch Kunden hat. Da aber jeder Tarif "gepflegt" werden muss, versucht man, den Kunden in einen anderen Tarif zu schleusen. Aber dass man ihn dafür kündigt und in eine Selbstbeteiligung zwingt, ist sehr ungewöhnlich. Das spricht eher dafür, dass man DIESEN Kunden loswerden will. Aber ohne ein Ereignis, dass den Versicherer aufmerksam gemacht hat, passiert so etwas nicht.

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Hallo althaus,

ja, die Versicherung kann den Vertrag ordentlich mit 3 Monatsfrist kündigen. Sowohl der Versicherungsnehmer, wie auch der Versicherer haben dieses Rechts. Dies ist in den Vertragsbedingungen geregelt.

Viele Grüße,

Sven

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