Kann der Vermieter die Heizölkosten für Renovierung auf uns umlegen?

2 Antworten

LittleArrow hat in seiner Antwort die Zusammenhänge ja gut beschrieben. Von Dir fehlen jedoch wesentliche Angaben. Wollt Ihr ein Haus mieten oder eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Da gibt es merkliche Unterschiede wie welche Kosten umgelegt werden können, vor allem wenn es sich um ein Zweifamilienhaus handelt in dem der Vermieter eine Wohnung selbst nutzt.

Wenn ihr ein Haus mieten wollt, dann ist es üblich, dass zur Schlüsselübergabe ab Mietbeginn ein Übergabeprotokoll erstellt wird, in dem auch alle Zählerstönde inkl. des Tankinhaltes beim Heizöl erfassst werden. Die Verbräuche vor Eurrer Mietzeit interessieren Euch auch nicht. Zudem ist es bei der Miete eines Hauses auch üblich, dass der Mieter mit den Versorgern die Verträge abschließt, sonst bleibt es Euch später nämlich verwehrt beispielsweise zu einem preiswerteren Stromversorger zu wechseln.

Sollten bei Beginn die Mieträume nicht ausreichend trocken sein, dann hat der Vermieter auch die zusätzlichen Kosten für die Trocknung zu tragen.

Üblich ist das nicht. Daher lautet die Antwort "Nein".

Nach der Betriebskostenverordnung müsst Ihr nur die Betriebskosten (und Heizkosten) für die Abrechnungsperiode ab Eurem Mietvertragsbeginn zahlen. Was vorher an Heizöl verbraucht wurde, müsst Ihr nicht zahlen. Bei Mietvertragsbeginn wird der vorhandene Heizölbestand gemessen und bewertet.

Bei entsprechender Regelung im Mietvertrag kann Vermieter hierfür eine Vorauszahlung (dies ist kein "Kauf"!) verlangen. Die weiteren monatlichen Heizkostenvorauszahlungen müssen dann aber um etwaige Heizölbestandteile reduziert werden. Die Vorauszahlung muss dann bei der nächsten Betriebskostenabrechnung nach Ende der Abrechnungsperiode entsprechend abgerechnet werden.

Leider enthält Deine Frage keine Details, aber Ungenauigkeiten. Geht es um ein Haus oder um eine Wohnung in einem Haus (wieviele Wohnungen)? Die Beheizungs-/Betriebskosten während einer Renovierung einer leerstehenden Wohnung gehen zu Lasten des Vermieters. Ab wann habt Ihr die Wohnung? Bis wann wird renoviert? Bewohnt der Vermieter auch dieses Haus? Welche Regelung enthält der Mietvertrag bzgl. der Heizölkosten?

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Vielen Dank erstmal.

Es ist eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus, die andere Wohnung bewohnt nicht der Vermieter,sondern diese wird ebenfalls zum 01.02. vermietet.

Die Renovierungsarbeiten sind voraussichtlich Mitte Januar abgeschlossen.

Das Haus stammt aus einer Zwangsversteigerung und wird jetzt komplett renoviert und dann an uns übergeben.

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@Hauszurmiete

Danke für Deine schnelle Antwort, die im Grunde die Antworten von Snooopy155 und mir bestätigt. Also unbedingt am 1.02.2018 den Heizölstand bestimmen.

Wie werden die Heiz- und Warmwasserkosten der beiden Wohnungen ermittelt, was steht dazu im Mietvertrag? Gibt es eine zuverlässige Wärmeverbrauchsermittlung?


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@Hauszurmiete

Auch dann ist der Fall eigentlich klar. Zu Beginn der Mietzeit ein Übergabeprotokoll anfertigen und dort alle Zählerstände eintragen, auch die der Heizkörper und nicht vergessen den Ölstand im Heizöltank zu messen. Dazu liest man das Typenschild ab, dort steht wieviel Ölmenge 1 cm Füllhöhe entsprechen. Mit einem Zollstock kann man dann problemlos nach dem herausnehemen der Füllstandsanzeige den tatsächlichen Füllstand messen.

Ist die Wohnung vom Renovieren her noch nicht trocken, dann wäre dies ebenfalls in diesem Protokoll festzuhalten und die dadurch entstehenden Zusatzkosten sind vom Vermieter zu tragen.

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VERMIETER VERSCHOLLEN BIN AUSGEZOGEN NUN WILL ER MIETE

mein vermieter teilte mir im mai 2010 mit das er die wohnung verkauft hat und das ab juni 2010 der neue vermieter die miete erhaelt ...er uebergab mir die neue bankverbindung, meine kaution, und ein kuendigungsschreiben..der neue vermieter sollte sich in den naechsten tagen bei uns melde wegen dem neuen mietvertrag der sollte naehmlich umgeschrieben .von juni 2010 bis september 2010 hat er sich nicht gemeldet..ich hatte keine nummer oder adresse ..als uns das heizoel ausgegangen ist rief ich meinen alten vermieter an und fragte ihn was ich nun tun solle..er sagte mir bestell heizoel und heb die rechnung auf vielleicht meldet er sich ja wenn er keine miete erhaelt.ich fragte meinen altenvermieter ob er die adresse habe er sagte mir die duerfte er nicht rausgeben wegen dem datenschutzgesetz..im oktober war das heizoel leer also habe ich wieder bestellt ..das heisst mein vermieter hatte im september weniger miete erhalten und im oktober gar keine ...er hat es trotzdem nicht fuer noetig gehalten sich zumelden..als dann die heizung komplett ausfiel und ich nicht in den heizraum konnte weil der abgeschlossen war beschloss ich nach ganzen 10 tagen auszuziehen.ich habe 3 kleine kinder und wir haben 10 tage kalt gesessen..nun kam post vom anwalt ich soll weiterhin die miete zahlen da keine kuendigung eingegangen waere..stimmt das ?ICH KONNTE KEINE VERSCHICKEN DA ICH KEINE ADRESSE HATTE

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