Kann der Vater als Eigentümer eines MFH an seinen Sohn zu kleinem Betrag verkaufen und der Bruder zahlt Schwester aus?

1 Antwort

Hallo lieber Fragesteller,

deine Frage lässt einige Informationen offen, so dass übergewisse Aspekte nur gemutmaßt werden kann. Ich will dennoch einen Versuchwagen:

a)     Der Vater kann grundsätzlich mit seinem Eigentumverfahren, wie er möchte – er kann den Grundbesitz also verkaufen oder (teilweise)verschenken (nichts anderes ist ein Verkauf zu einem Preis weit unter demMarktwert

b)     Auch der Bruder (ich nehme an, es handelt sichauch um den Immobilienerwerber?) kann natürlich seiner Schwester einenx-beliebigen Geldbetrag zur Verfügung stellen / schenken, etc.

c)      Ich würde einfach mal weiter mutmaßen, dass das Ganzenicht „einfach so“ passieren soll, sondern im Zuge einer vorweggenommenenErbfolge. Hier wäre eine denkbare Konstellation ein Grundstücksübertragungsvertraginkl. Erbvertrag.

a.       Vaterüberträgt Grundstück an Sohn

b.      Gegenleistung:Zahlung von Geldbetrag x an Schwester

c.       WeitereGegenleistung: Zahlung von Geldbetrag x an Vater

d.      Schwesterverzichtet auf weitere Pflichtteilsansprüche aus dem Grundstück

 

Grüße

P.

Was geschieht mit dem Wohnrecht/Leibgeding, wenn Vater auszieht (Sohn hat Haus übernommen/ohne Geschwister-Auszahlung) um sich von Tochter pflegen zu lassen?

Im Jahr 2000 wurde das Haus meiner Eltern an meinen Bruder übergeben. Wir Geschwister haben auf Auszahlung verzichtet, damit der Bruder finanziell nicht in Schieflage kam.

Der Übernehmer (Bruder) hat sich nie an die, im Übergabevertrag festgehaltenen Verpflichtungen gehalten. Hat sich weder in der Pflege der Mutter eingebracht noch für angebrachte Pflege Sorge getragen. Er kümmert sich nicht um Wohnung, Pflege, Essen, Grabstätte der Mutter. Da Vater nicht damit rechnen kann, dass sein Sohn ihn einmal pflegen wird (hat bei Mutter ja auch nicht geklappt) hat er mich im Jahr 2016 vorsorglich in Patientenverfügung/Vollmacht eingetragen. Haben wir damit einen Fehler gemacht und meinen Bruder teilweise aus seinen Verpflichtungen genommen? Da mein Vater nun auch zusehends auf Hilfe angewiesen ist (90 Jahre) versucht neuerdings mein Bruder ihn davon zu überzeugen, wie gut es ihm gehen würde, wenn er zu mir ziehen würde! Gerne möchte ich für unseren Vater sorgen, aber es soll nicht wieder so kommen, dass mein Bruder "NUR" Vorteile daraus zieht! Wenn die finanzielle Seite angesprochen wird, äußert mein Bruder nur, dass bei ihm sowieso Nichts zu holen wäre, da er ja Rentner ist. (Meine Schwester ist arbeitslos und ich habe nur einen Minijob)

Wie gehe ich richtig vor, damit für Vater mit dem Auszug aus der Wohnung (Leibgeding) keine rechtliche und finanzielle Nachteile entstehen und auch ich abgesichert bin? Müsste mein Bruder meinem Vater die Differenz des Wohnungswertes vergüten? Dort hat Vater eine große Wohnung, hier wäre es "nur" ein Zimmer mit Bad. Gibt es Möglichkeiten, damit der Sohn endlich seine Pflichten erfüllen muss und nicht nur Nutznießer ist (sich vor Pflicht und Arbeit drückt)? Ist es von Nachteil, wenn ich mich im Antrag für Pflegegeld schon als Pflegekraft eintrage oder befreie ich damit meinem Bruder aus seinen Verpflichtungen? Ich weiß, dass er nicht zur Pflege herangezogen werden darf, wenn er sie nicht leisten kann (oder will).....aber zumindest dafür Sorge tragen muss er doch?! Ist es möglich sich ungeschoren aus vertraglich festgelegten Verantwortungen zu ziehen?

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