kann das finanzamt mich zur benutzung mautpflichtiger tunnel zwingen?

4 Antworten

Nachtrag zu "Antwort von blackleather" vom 25.11.2013

Der Bundesfinanzhof hat leider die Revision als unbegründet zurückgewiesen und somit das Urteil vom Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern bestätigt: "Die Revision ist unbegründet und daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat der Berechnung der Entfernungspauschale zu Recht die Straßenverbindung über den A-Tunnel zugrunde gelegt."

http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=29465

Hallo, Einspruch einlegen und begründen !

hierzu hat der VI. Senat des BRF entschieden, dass alle Umstände des Einzelfalls, wie z. B. die Streckenführung, die Schaltung von Ampeln oder ähnliches in die Beurteilung einzubeziehen sind.

Eine lediglich mögliche günstige Alternativeroute, die vom Steuerpflichtigen aber nicht benutzt wird, kann der Berechnung der Entfernungspauschale nicht zugrunde gelegt werden.

http://www.lbv-hamm.de/aktuelles/steuernachrichten/Entfernungspauschale-Nicht-immer-ist-der-kuerzeste-Weg-massgeblich.php

Viel Glück ! K.

Die Frage kann im Augenblick noch nicht abschließend beantwortet werden, und zwar aus folgendem Grund:

In genau derselben Situation wie du befand sich ein Steuerzahler, der zur Arbeit entweder den mautpflichtigen Warnowtunnel (Strecke: 11 km) oder einen 22 km langen, aber nicht mautpflichtigen Umweg benutzen musste. Er entschied sich für den Umweg, bekam aber nur 11 km als Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vom Finanzamt anerkannt.

Seine Klage vor dem Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern scheiterte. Das Gericht urteilte: Zwar kann auch eine längere Strecke zu berücksichtigen sein, wenn sie verkehrsgünstiger als die kürzeste Verbindung ist. "Verkehrsgünstig" sei aber etwas anderes als "kostengünstig", und kostengünstigere Strecken müssen deshalb nicht berücksichtigt werden, wenn sie länger sind (Urteil v. 26.06.13, Az. 3 K 26/12).

Allerdings wurde - wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache - die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen, und dort hängt sie nun (Az.: VI R 49/13). Wer mit Bezug auf dieses anhängige Verfahren Einspruch gegen seinen Steuerbescheid einlegt, dessen Einspruch ruht kraft Gesetzes (§ 363 Abs. 2 Satz 2 AO), bis der BFH entscheidet.

Der Bundesfinanzhof hat leider die Revision als unbegründet zurückgewiesen und somit das Urteil vom Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern bestätigt:

"Die Revision ist unbegründet und daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat der Berechnung der Entfernungspauschale zu Recht die Straßenverbindung über den A-Tunnel zugrunde gelegt."

http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=29465

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