Kann arbeitsloser Akademiker als Schadensersatz überhaupt einen Verdienstausfall verlangen?

2 Antworten

Das Argument der Versicherung ist klar (würde ich an deren Stelle auch nehmen, man will ja wenig zahlen).

Für den Nachweis ist es hier eben nicht möglich auf eine Stellung zurückzu griefen.

Aber ein Fall dieser Größenordnung gehört doch eigentlich nciht hierher, sondern in die Hand eines guten Anwalts für solche Fragen.

aus meinem Studium ist mir erinnerlich, dass es zu einem solchen Fall schon ein Urteil gibt. aber an die Fundstlle kann ich mich nciht mehr erinnern (so aus dem Steggreif).

Man könnte auch argumentieren, der Akademiker hätte ja auch als Freiberufler arbeiten können (wundert mich bei vieln hochqualifizierten sowieso, das die es nicht machen).

Also auf keinen Fall darauf einlassen.

In § 823 BGB ist geregelt: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Dir ist ein Schaden entstanden, weil du keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kannst. Es ist irrelevant, ob du erwerbslos warst. Relevant ist, dass du zum Zeitpunkt der Schädigung deine Arbeitskraft hättest anbieten können. Dies kannst du nach dem Schaden nicht mehr. Die Schädigung steht in direktem kausalem Zusammenhang mit deiner Behinderung.

Dir steht ein Ausgleich für Deinen enstandenen Schaden zu. Konsultiere einen Anwalt! Viel Erfolg und alles Gute!

edit: bzw. dem Geschädigten alles Gute, wenn du nicht von dir selbst gesprochen hast!

Was möchtest Du wissen?