Junior Depot - Geldanlage für Kinder?

4 Antworten

Ich kann für die Anlage vom Kindergeld meinen Blog-Artikel empfehlen:

https://maenner.rocks/2020/02/12/kindergeld-anlegen-aber-wie/

Ich persönlich habe auch für unsere Kinder einen Robo-Advisor-Sparplan bei Quirion angelegt. Es war relativ aufwendig, da beide Elternteile sich per Ident-Verfahren legimitieren mussten und die Geburtsurkunde ebenfalls an Quirion für die Einrichtung gesendet werden musste, aber wenn der Sparplan erstmal eingerichtet ist, läufts. :-)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Informationen in dem Artikel sind umfassend und vernünftig.

Wenn keine Notwendigkeit für kurzfristig verfügbares Geld gegeben ist und man ein gewisses, langfristig überschaubares Risiko eingehen will/kann, ist ein ETF-Sparplan sicher eine gute Wahl.

Nutz das Wochenende und lies mal hier, da findest Du neutrale, unabhängige Informationen:

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

https://www.finanztip.de/blog/ihr-etf-sparplan-wird-kostenpflichtig-dies-sind-die-alternativen/

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

Bisher habe ich noch keinen echten Beweis erhalten, das ETFs besser sind als die Auswahl gemanagter Fonds von mir. Da die Rendite im Rücknahmepreis wiedergegeben wird, sind die internen Fondskosten irrelvant. Denn Die Rendite wird bei aktiven Fonds immer nach Kosten angegeben. Die einzigen relevanten Kosten sind deshalb nur der Ausgabeaufschlag. Das ist der Preis für die Beratung.

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@Niklaus

Ich glaube, wir hatten schon mal das Vernügen, über das gleiche Thema zu diskutieren ;-)

Über Deine Auswahl kann ich mir kein Urteil erlauben. "Beweisen" kann man auch nichts, dazu müsste man konkrete Vergleiche machen.

Es gibt jedenfalls ausreichend Untersuchungen, die ergeben, dass nicht viele gemanagte Fonds besser als ETFs abschneiden, die meisten schlechter.

Aber natürlich bleiben aktive Fonds eine Alternative, das muss eben jeder für sich entscheiden.

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@Niklaus

Bezüglich Kosten: natürlich sind die laufenden Kosten eingepreist. Aber ein Produkt, dass 3% Kosten pro Jahr hat, muss erst einmal 3% erwirtschaften damit der Kunde 0% "Gewinn" hat.

Macht ein ETF im Jahr vor Kosten 5%, erhält der Kunde rd. 4,5%. Macht ein gemanagter Aktienfonds 5%, erhält der Kunde vielleicht 2%.

Der Ausgabeaufschlag ist bei den gemanagten noch ein zusätzlicher Kostenfaktor, der bei ETF komplett entfällt.

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@HGiefing1210

Na und. Wenn ein Fonds 8 % Rendite hat, hat der Kunde die. Egal mit welchem Kostenaufwand dies geschieht. Über den Ausgabeaufschlag diskutiere ich nicht. Dienstleistung in Form von Beratung darf auch Geld kosten.

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@Niklaus

Niemand will über den Ausgabeaufschlag diskutieren und natürlich darf/muss Beratung auch Geld kosten.

Zur Beantwortung einer Frage gehört aber auch die Information, wie sie @HGiefing1210 gegeben hat.

Erst mit diesem Wissen kann dann der Anleger selbst entscheiden, ob er eine Beratung will oder die kostengünstigere Variante bevorzugt. Ohne Ausgabeaufschlag und Beratung hätte er eben über ein Jahr vielleicht 13% Rendite.

Nicht jede "Beratung" rechtfertigt im übrigen die entstehenden Kosten, aber auch das muss der Anleger dann selbst entscheiden.

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Eine der besten Möglichkeiten, für sein Kind zu sparen ist einen Fondssparplan mit Investmentfonds einzurichten. Bei der langen Laufzeit am besten sogar aus reinen Aktienfonds. Will man die Vorsorge über seinen Tod absichern wollen, ist eine zusätzliche Risikolebensversicherung möglich. So ein Fondssparplan kann man quasi für das ganze Leben brauchen. Entnahmen für den Führerschein und das erste Auto, sind ebenso möglich wie die Kompensation von finanziellen Engpässen während dem Studium oder der Berufsausbildung. Wenn der Sprößling dann selbst Geld verdient, kann er den Sparplan weiter nutzen für seine Altersvorsorge. Bei dem Sparplan sind Aktienfonds zu bevorzugen wegen der vermutlich längeren Laufzeit. Fondssparpläne gibt es bereits für eine Mindesteinzahlung ab 25 € pro Monat. Verfügbarkeit, Erhöhung, Reduzierung oder Kündigung, keine feste Laufzeit, keine Stornokosten. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Aktienfonds sind sehr gut diversifiziert, weil sie viele Aktien im Portfolio haben. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind und auch insolvenzgeschützt, weil Aktienfonds Sondervermögen sind. Aktienfonds schwanken, weil die Märkte volatil sind, aber das hat nichts mit Sicherheit zu tun.

Zu einem Bausparvertrag, Sparbuch, Ausbildungsversicherung oder zu ETFs würde ich nicht raten. Diese Produkte sind nicht nur unnötig sondern haben auch noch andere Nachteile

Ich würde ebenfalls einen Fondssparplan in Aktien empfehlen, allerdings ausschließlich in ETF. Dann passt es auch mit den Kosten!

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Geldanlage für Kinder ist dann, wenn man sie in Fonds, Fonds oder Fonds steckt, eine eher einfache und vor allem sehr rentable Angelegenheit.

So ähnlich wie auch die Geldanlage für Erwachsene.

Der Artikel verwirrt und zeigt auch keine Lösungen auf. Bei ETF zahlt man entweder den Kauf und die Betreuung (gerade für Kinder relativ teuer) oder man ist auf sich selbst gestellt, was an sich wirklich nichts bringt.

Gemanagte Fonds sind das Mittel der Wahl und die sind - wenn amn die richtigen wählt ja auch in der Wertentwicklung wesentlich besser als ETFs. Vor allem kann man sich davor den Aktienanteil und die zu erwartende Schwankung aussuchen lassen.

In den Gebühren für gemanagten Fonds ist nämlich etwas für den Vertrieb enthalten, das dafür sorgt, dass man die auch mit sehr guter Betreuung bekommt.

Ich denke, dass es noch kaum mal jemanden gegeben hat, der sein Geld beraten in offene Fonds investiert hat und damit unzufrieden war. Bei Kindern ist das noch einfacher, weshalb Kinder als Kunden sehr beliebt sind. Nebenbei fallen für Kinder keine Depotgebühren an und man kann auch mal 10 oder 20 € sinnvoll investieren. Das geht bei ETFs schon wegen der üppigen Gebühren nicht.

Ohne einen berater, der das kann und eien bei der hand nimmt, wird das mit der sinnvollen Anlage für Kinder nichts. Jedenfalls dann, wenn man wie scheinbar du sehr wenig Ahnung von der Sache hat.

P.S. Wohnin gehen deine VL und wohin die deiner Frau? Mit Berater gehen auch die in offene Fonds. Ohne verschenkt ihr das Geld und der Arbeitgeber sagt nicht Mal danke.

Hä? Einen Sparplan für Kinder mit aktiv gemanagten Fonds und guter Beratung? Wer soll das denn bitte machen?

Und ETFs mit üppigen Gebühren? Welche ETFs haben höhere Geführen als aktiv gemanagte Fonds?

Für Sparpläne sind gerade aus Kostengründen fast nur kostenfreie/kostengünstige ETF-Sparpläne geeignet. Und dass gemangte Fonds besser laufen gilt auch nur in wenigen Fällen.

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@Zappzappzapp

Es dürfte kaum einen gemanagten Fonds geben, der z. B. auf zwanzig Jahre schlechter läuft als ein ETF auf das Thema. Bedenke, dass 0,5 % Kosten auf 20 Jahre bedeuten, dass der Fonds in zwanzig Jahren sicher 10 % schlechter war als der Index. Fließt das in irgendeine Statistik ein? Bei Robo-Advisors kommen zur schlechten Wertentwicklung und der falschen Auswahl schnell noch 0,75 % Kosten im Jahr dazu.

Wenn du das mit den Fonds vergleichst, die es vor 20 Jahren auch schon gab (bei der DWS also den DWS Akkumula oder den DWS Deutschland; schau dir andere an, fondak ist auch alt) sind die in der Vergangenheit schon mal wesentlich besser gelaufen. Natürlich nach allen Kosten und mit Betreuung.

Was später auf den Markt kam ist oft ein vielfaches besser als ein ETF. Schlechter fast nur, wenn sie auch deutlich weniger schwanken, also eigentlich mit einer Mischung aus Aktien und Renten veglichen werden sollten.

Ausgabeaufschalg zahlt heute auch nur noch der, der beraten werden will. Bei manchen Anbietern nicht mal der! In den laufenden Kosten der Fonds ist ja auch das Geld für die Betreuung enthalten!

Die Beratung kostet bei ETF extra. Auch wenn man sie irgendwo kostenlos bekommt. Die Betreuung auch und dass die bei ungefähr 80 % der Bevölkerung für den Anlageerfolg entscheidend ist, dürfte so ungefähr jeder wissen, der mit der Branche zu tun hat.

Gemanagte Fonds sind in jedem Vergleichszeitraum aber vor allem langfristig wesentlich besser.

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@Rat2010
0,5% Kosten

ETFs haben meist niedrigere Kosten und gemanagte Fonds fast immer höhere Kosten, ich weiss nicht, wo Du Deine Infos bekommst.

Es dürfte kaum einen gemanagten Fonds geben, der z. B. auf zwanzig Jahre schlechter läuft als ein ETF

Stimmt nicht, Links anbei.

Robo-Advisors

Absolut kein Thema für mich.

Ausgabeaufschlag zahlt heute auch nur noch der, der beraten werden will.

Wie kommst Du denn darauf? Um Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen, muss man schon ziemlich genau wissen, wo und das Wissen haben "Anlage-Anfänger" sicher wie der Fragesteller sicher nicht in die Wiege gelegt bekommen.

Die Beratung kostet bei ETF extra

Falsch, nichts kostet bei ETF "extra". Entweder man wird bei seiner Geldanlage beraten, kostenpflichtig oder nicht oder man lässt sich nicht beraten. Extrakosten für ETFs gibt es nicht.

Gemanagte Fonds sind in jedem Vergleichszeitraum aber vor allem langfristig wesentlich besser

Falsch

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/indexfonds-aktiv-gemanagte-fonds-enttaeuschen/8941324-2.html

https://www.finanzen.net/nachricht/fonds/euro-am-sonntag-titel-aktiv-gemanagte-fonds-oder-etfs-der-grosse-rendite-check-5160464

Zitat:

Fest steht: Solange aktiv gemanagte Fonds deutlich teurer bleiben als gleichartige ETFs, werden sie es schwer haben, im Durchschnitt besser abzuschneiden als die passiven Produkte. "Trotzdem ist das eine Produkt nicht besser als das andere, denn ETFs auf gängige Indizes bilden keine überlegene Anlagestrategie ab", sagt Beck. Befürworter aktiver Fonds können sich trotz der Kostenlast damit trösten, dass es ­immer wieder Manager geben wird, die herausragende Ergebnisse erzielen und eine pfiffige Strategie verfolgen.

http://www.morningstar.de/de/news/125172/bei-aktienfonds-f%C3%BCr-alle-f%C3%A4lle-etfs.aspx

Zitat:

MSCI World ETFs lassen 90% der aktiven Manager hinter sich 

Dieses Ergebnis ist kein gutes Zeugnis für aktiv verwaltete Fonds. Vor allem die Fünf-Sterne Ratings der MSCI-World-Tracker dürfte aktive Manager schmerzen, gilt das Management globaler Aktienfonds doch als „Königsdisziplin“ in der Vermögensverwaltung. Hier greifen aktive Manager auf die gesamte Investment-Klaviatur zurück - von Ländern, Regionen über Branchen, Einzeltiteln hin zu Währungen. Dass ETFs, die überwiegend den Index MSCI World abbilden, im Schnitt auf ein Fünf-Sterne-Rating über alle betrachteten Zeiträume kommen, bedeutet, dass der Erfolg von aktiven Managern sehr überschaubar ist.

Auch bei USA-ETFs fällt die Bilanz von aktiven Managern bescheiden aus. Der durchschnittliche ETF kommt hier auf vier Sterne. Und das Bild ist sogar noch - aus sich der "Aktiven" - geschönt. Die meisten großvolumigen USA-ETFs kommen auf fünf Morningstar Sterne. Volumengewichtet fiele die Bilanz bei US-ETFs also besser aus als bei unserer gewählten Vorgehensweise, die ETFs gleichzugewichten. Allein der iShares ETF auf den Index S&P 500, der auf gut 10,2 Milliarden Euro an Vermögen kommt, hat über alle Zeiträume (3, 5, 10 Jahre, overall) ein Rating von fünf Sternen erzielt. 

Etwas besser fällt die Bilanz aktiver Fonds über einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Hier kommen ETFs für deutsche Standardwerte auf ein durchschnittliches Rating von 3 Sternen, während sie in den vergangenen drei Jahren im Schnitt vier Sterne aufwiesen. Das ist freilich kein Drama für ETF-Anleger. Wer einen Indexfonds kauft, erwartet keine Outperformance. Insofern dürften die mit Drei Sterne-Ratings versehenen ETFs für Emerging Markets-, Banken- und Großbritannien-Aktien genau das geliefert haben, was Investoren erwarten: eine im Vergleich zu anderen Produkten durchschnittliche Bilanz.

Fazit:

Es bleibt wohl eine Weltanschauungsfrage. Jeder muss es für sich entscheiden. Fakt ist aber, dass aktiv gemanagte Fonds immer höhere Kosten haben und in der Mehrzahl schlechter abschneiden als ETFs und dass bei den Vergleichen, die ich zitiere, selbstverständlich die Kosten berücksichtigt sind, da solche Vergleiche sonst nicht als Vergleiche taugten.

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@Zappzappzapp
Ausgabeaufschlag zahlt heute auch nur noch der, der beraten werden will.

Wie kommst Du denn darauf? Um Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen, muss man schon ziemlich genau wissen, wo und das Wissen haben "Anlage-Anfänger" sicher wie der Fragesteller sicher nicht in die Wiege gelegt bekommen.

Ich bin Vorstand eines Unternehmens, das genau das anbietet. Es gibt einige aber ich kenne keines besser wie unseres. Wir sind allerdings nicht wirklich auf Kleinstanleger spezialisiert, nehmen die aber zur Ausbildung gerne "mit".

Sonst empfehle ich dir, zu überlegen, dass es "zusätzliche Kosten" bei gemanagten Fonds nicht gibt. Was jeder überall als Wertentwicklung sehen kann ist nach Kosten. Auch nach der (wenn man will sehr guten) Beratung und Betreuung.

Für fast jeden Kleinanleger und den Unerfahrenen (wie auch den Frager und fast alle, die mit derartigen Fragen hier aufschlagen) ist es entscheidend, dass er bei der Hand genommen wird. Das verursacht bei ETF zusätzliche, nicht in der Wertentwickung enthaltene Kosten und wenn man sich dumm stellt, zahlt man dann den Ausgabeaufschlag, der die Rendite zumindest etwas mindert. Für fast jeden Großanleger, dass der Betreuer gut ist.

Es ist eine Weltanschauungsfrage. Wenn 10 % der gemanagten Fonds ihren Index langfristig schagen und 50 % Indexfonds die zu dem Fonds passen, hat das noch sehr wenig damit zu tun, welche Anlage für den Anleger richtig ist. Am geeignetsten für Anleger sind oft Fondsmanager, die weniger an einem Index als an Rendite- und Volatilitätszielen orientiert sind. Die haben oft richtig hohe Kosten und richtig gute langfristige Ergebnisse. Wenn du dein Geld von dne für dich besten Managern verwalten lässt, Schwankung und Rendite (nach Koaten) stimmt, sind die Kosten ganz einfach egal!

Und das hat noch nichts mit der Zukunft zu tun. Passive Investments führten in der Vergangenheit dazu, dass gemanagte Fonds wesentlich einfacher sehr gute Ergebnisse erzielen. Gemanagte Fonds, die indexnah anlegen, sind schon seit zwanzig Jahren kaum zu verkaufen. Die Indizes sind einfach zu schlecht.

Es gibt aber Unterschiede. Die USA sind der einzige Markt, auf dem es nicht so einfach ist, die Indizes zu schlagen.

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@Rat2010

Lassen wir es mal dabei.

Ich persönlich weiss, wo ich Fonds, welcher Art auch immer ohne Ausgabeaufschlag kaufen könnte, wenn ich Bedarf hätte. Dann würde ich trotzdem ETFs (physisch, passiv) kaufen, weil dort eben die Verwaltungskosten erheblich geringer sind, ob sie nun in den Rendite-Berechnungen berücksichtigt werden oder nicht, sie sind da. Die geringere Chance, mit einem gemanagten Fonds eine höhere Rendite zu erzielen (einhergehend eben auch mit der Möglichkeit eine schlechtere Rendite zu erzielen), wäre es mir nicht wert.

Ich verwalte meine Aktien zur Zeit selber, das ist am günstigsten.

Ich habe allerdings bisher noch niemanden gesehen, der einem kleinen "Junior-Anleger" gemanagte Fonds, ob ETFs oder Aktien, ohne Ausgabeaufschlag und mit Beratung ohne zusätzliche Kosten anbietet. Sollte das in Deinem Unternehmen der Fall sein, Glückwunsch zum sozialen Engagement.

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@Zappzappzapp

Hat mit sozialem Engagement nichts zu tun sondern ist langfristig interessant. Wir haben für solche Sparpläne auch schon Garantien gegeben.

Andere denken nur kurzfristiger. Wir in Generationen.

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"Ich denke, dass es noch kaum mal jemanden gegeben hat, der sein Geld beraten in offene Fonds investiert hat und damit unzufrieden war. "

Das ist sehr "Global" geschrieben. Bei offenen Immobilienfonds kenne ich einige die angep.... sind. Es gab auch Jahre da gab es bei offenen Aktienfonds lange Durststrecken und sogar deutliche Verluste. z.B. offene Fonds die Ende der 90'er auf den Neuen Markt o. Tech-Werte gesetzt haben.

Eine langfristige Anlagestrategie in Basisinvestments (je nach Volumen Beimischung von Nebenwerten, Branchen, Schwellenländer) erachte ich als ok - wenn die Risikoklasse des Anlegers das zulässt.

Klar, es ist die Aufgabe eines Beraters den Blick des Verbrauchers auf Chancen/Risiken des Marktes zu schärfen. Am Ende des Tages bestimmt jedoch der Verbraucher mit seinem zu dokumentierenden Zielvorgaben.

Die alternative ist, der Verbraucher entscheidet Beratungsfrei und mangt seine Anlagen selber oder vertraut den Algorithmen der Robo's.

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@Sammy760

Das Thema der offenen Immobilienfonds ging an uns vorbei. Als der erste geschlossen wurde, wurde mir die Sache zu heiss und das Thema war keines mehr. Für mich ist es ein Thema wie geschlossene Fonds. Ein guter Berater macht halt nichts oder wenig anderes.

Ich denke, dass kaum wer beraten merklich in den Neuen Markt oder in der Techblase investiert ist. Freilich lassen sich manche, vor allem junge Berater, von irgendwelchen Hypes anstecken. Vermutlich gab es auch welche, die zur Unzeit Gold oder Kryptowährungen empfohlen haben.

Berater wissen aber normalerweise (jedenfalls viel besser als Laien) was eine Blase ist und sie wissen um den Werte der Streuung.

Jetzt kommts: jedenfalls immer noch besser als ein Laie, der jede der Erfahrungen, die der Berater vielleicht gemacht, vielleicht schon umgangen hat, noch vor sich hat!!!

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@Rat2010

Ich glaube, was die Ausgangsfrage betrifft, so hat der Fragesteller wohl inzwischen genug (vielleicht für den Anfang schon zu viel) Anregungen und Alternativen erhalten ;-)

Ebenso gehe ich mal davon aus, dass die "Berater", die sich hier geäußert haben, zu den "guten" gehören (ich bin kein Berater, sondern Selbstverwalter) und sich nur durch ihre, wenn auch teils erheblich unterschiedlichen, Einstellungen unterscheiden.

Zu Deinem (@Rat2010) letzten Satz allerdings noch die abschließende Anmerkung:

Genau das ist das zweite Problem des "Laien". Er muss nicht nur die für ihn passende Geldanlage finden, sondern, wenn er sich nicht selbst kümmern kann/will, auch noch den passenden Berater finden. Da es leider (viel zu) viele) schlechte Berater gibt, kann diese Suche schwieriger sein, als eine gute Anlage zu finden.

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@Zappzappzapp

Stimmt, du bist Laie.

Vor zwanzig Jahren konnte jeder, der dazu Lust hatte, auch nebenberuflich Fonds oder auch Versicherungen verkaufen.

Wer Fonds verkaufte, musste sich allerdings irgendwann nach der MaBV prüfen lassen, weshalb wesentlich mehr Hobbyanlageberater oder auch Strukturvertriebe Versicherungen verkauft haben. Dazu kam bei Versicherungen die Provision gezillmert!

Dazwischen kamen einige Regulierungen. Jeder, der Fonds verkauft, muss jetzt seine Eignung, auch die finanzielle nachweisen, er muss die Ausbildung nachweisen und ist verpflichtet, eine Vermögensschadenhaftpflicht abzuschließen. Dazu muss er von jedem Kunden alles wissen (außer der Kunde verzichtet auf Beratung) und vieles mehr. Man hat jedes Jahr einen WP im Haus, der die Einahltung aller Vorschriften prüft.

Jetzt warten wir auf die Umsetzung von MiFID II in die FinVermV. Vermutlich wird ein Fondsvermittler in Kürze wie eine Bank oder wenigstens wie ein Vermögensverwalter geprüft und hat auch vergleichbare Voraussetzungen und Prüfungskosten.

Schon wer heute einen Berater findet, der in Fonds nicht nur "auf Kundenwunsch" verkauft sondern berät, hat Glück gehabt.

Natürlich gibt es weiterhin welche, die Versicherungen statt Fonds verkaufen und bei denen geschlossene Fonds nicht dort sind, wo sie hingehören (nämlich in die Geschichte). Insofern gebe ich dir recht. Nur eben nur einerseits. Wenn man weiss, dass man Geld sicher, rentabel und verfügbar anlegen will, ist ein Berater hilfreich. Je mehr der Kunde weiss, um so einfacher wird auch die Auswahl eines guten Beraters sein.

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@Rat2010

Ja, keine Einwände.

Aber ich muss zu Deinem ersten Satz noch eine, jetzt aber wirklich abschließende Richtigstellung machen:

Ich bin absolut kein Laie sondern habe jahrzehntelange Erfahrung mit den verschiedensten Geldanlagen, ich habe geschrieben, ich bin kein Berater. Kleiner aber feiner Unterschied.

Ich befasse mich seit meinem ersten VWL-Sparvertrag mit dem gesamten Spektrum der Geldanlage und zwar nur für mich selbst und erfolgreich (inclusive unvermeidbarer Fehlentscheidungen, 100% erfolgreich geht ja nie, wie wir alle wissen). Das ist die beste Schule und schlägt jede Ausbildung, weil eine richtige oder falsche Entscheidung sich sofort und ausschließlich in meinem eigenen Geldbeutel auswirkt. Besser und effektiver kann man nicht lernen.

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