Jobwechsel : Lässt sich als Arbeitnehmer eine lange Kündigungsfrist (lt. Tarifvertrag 6 Monate zum Quartalsende) beim bestehenden Job umgehen?

1 Antwort

Erst einmal stellt sich die Frage, ob tatsächlich eine wirksame Gleichstellungsklausel existiert. Zahlreiche Arbeitsverträge enthalten Klauseln mit den beabsichtigt ist, dass die Kündigungsfrist für beide gleichermaßen gilt. Diese Klauseln sind jedoch regelmäßig aus den verschiedensten Gründen unwirksam. Oft auch nach einer AGB-Prüfung.

Sollte eine wirksame Klausel vorhanden sein wäre in 1. Linie das offene Wort mit dem Arbeitgeber zu suchen. Grundsätzlich sollte der Arbeitgeber kein Interesse haben, einen Arbeitnehmer zu halten, der nicht mehr bei ihm arbeiten möchte. Ich bin hier jedoch ein Fan des offenen Wortes, der alles andere sich gegebenenfalls auch in dem Zeugnis niederschlägt. Als Resultat des Gesprächs kann schlicht eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden oder eben einer Aufhebungsvereinbarung getroffen. Letzteres hat den Charme, dass hier gegebenenfalls auch andere Gesichtspunkte geregelt werden können

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