Job in Katar. Besteuerung nach Umzug, wenn Frau und Kinder in D bleiben

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da Du Dich ja nicht von Deiner Familie trennst und nur der Arbeit wegen im Ausland sein wirst, hast Du hier einen Wohnsitz udn bist in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Damit wären Deine Einkünfte hier steuerpflichtig, ausser sie wären durch ein DBA (Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung) nur im Land der Tätigkeit zu versteuern.

Mit Katar hat Deutschland kein DBA. Also wären die dortigen Einkünfte hier voll steuerpflichtig.

Bitte Katar nicht mit den Vereinigten Arabischen Emiraten verwechseln, die haben ein DBA mit uns.

Steuerfrei bekommst Du die Einkünfte nur, wenn Deine Familie mitzieht. Oder wenn ihr Euch trennt, also der Wohnsitz hier, Dir nicht mehr zugerechnet wird.

so ganz logisch klingt das für mich nicht, aber nach all den Antworten hat meine Logik wenig mit der gängigen Auslegung der Behörden zu tun.

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@kati44

Was ist für Dich nicht logisch?

Es geht hier nicht um Auslegungsfragen, sondern nur um eine doch recht eindeutige Gesetzeslage.

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@wfwbinder

für mich ist unklar, dass jemand, der in Katar arbeitet, dort seinen 1. Wohnsitz hat, nur wegen Urlaub zur Familie kommt nach D (einige Wochen im Jahr) und sonst die Familie nach Katar kommt, weiterhin in D voll besteuert wird. Das Problem sind Frau und Kinder, die hier in D bleiben wollen wg. Freundeskreis und Ausbildung.

Für mich heisst das: ich gehe ins Ausland, der Rest der Familie bleibt hier. Und man trifft sich in Katar oder zum Urlaub in D oder irgendwo.

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@kati44

Drehen wir uns ein wenig im Kreis?

Es ist doch klare Gesetzeslage: Wer in Deutschland einen Wohnsitz hat, ist hier unbeschränkt - also mit seinen Welteinkünften - einkommensteuerpflichtig.

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Mit Katar hat Deutschland kein DBA. Also wären die dortigen Einkünfte hier voll steuerpflichtig.

Das heißt aber nicht, dass in beiden Ländern voll besteuert wird.

Deutschland rechnet die ausländische Einkommensteuer auf die inländische an bzw. zieht sie von den Einkünften ab (lex specialis zu § 12 Nr. 1 in § 34c EStG).

Wirtschaftlich ist also nur die höhere Steuer zu bezahlen. Bezogen auf die jeweilige Einkunftsart.

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Nur am Rande zum Thema Katar:

nur während meines Urlaubs wäre ich in D

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nicht, wenn der Arbeitgeber einer aus D ist bzw. es eine Tochter eines deutschen Arbeitgebers. So ist zumindest die Aussage der Firma. Alles andere wäre nicht machbar für mich.

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1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

2004 verstirbt der Ehemann und beide Schriften werden eröffnet.

Das Ehepaar hat keine Kinder bekommen und der Bruder des Ehemanns ist 2006 verstorben und hat 2 Kinder.

Da sie aber all die Jahre weder den Neffen oder Nichte ihres Mannes sah hat sie ein noterielles Testament geschrieben in dem sie ihre Nachbarsfamilie die ein familiäres Verhältnis zu ihr haben als Erben eingesetzt.

Im Testament steht ich bin nicht an einen Erbvertrag gebunden und alles bisherige Widerrufe ich hiermit. So hofft sie, dass die Nachbarsfamilie, die sie auch pflegt, das Haus bekommt.

Sie möchte auf gar keinen Fall, dass diese beiden das Haus bekommen, weiß aber selbst nicht ob dieses Testament so ausreicht. Sie ist der Meinung, wenn ich gestorben bin brauchen die auch nicht mehr kommen.

Wer würde in so einem Fall das Haus bekommen?

Könnte Sie das Haus schon vorher auf die Familie umschreiben lassen oder was wäre, wenn sie das Haus verkauft?

Oder würde es nach der Testamentseröffnung allen zustehen falls vorher nichts gemacht wird?

Danke schonmal im Voraus.

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