Jetzt Gewinne mitnehmen und alles an europäischen Aktien verkaufen?

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Das Ergebnis besteht aus 5 Abstimmungen

Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten 80%
Nein, nur einen Teil verkaufen 20%
Nein nur 5% verkaufen und in Eurostoxx50-puts stecken mit laufzeit 12m 0%
Ja, rund 10% in die 10 billigsten (KGV) SP500 Werte und 90% Tagesgeld 0%
Ja 100% Tagesgeld 0%
Ja 2/3 Tagesgeld und 1/3 außereurop. Bluechips 0%
Ja, 1/3 Tagesgeld und 2/3 außereurop. Bluechips 0%

6 Antworten

Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten

Nach meiner Überzeugung ist das keine gute Idee. Wäre ja eigentlich logisch gewesen, dass dann, wenn die (absehbar) für die Aktienmärkte postive Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kommt ein Höchststand erreicht wird, zu dem man gut Aus- und später wieder einsteigen kann.

Nur sehen die Börsen derzeit anders aus. Man hat es eher selten, dass die Trends so eindeutig nach oben gerichtet sind wie jetzt und natürlich sorgt der (vielleicht nur in der Vergangenheit) billige Euro für positive Überraschungen seitens der Unternehmen und zwar nicht nur in D.

Es sieht ja nunmal nach einer erklärten Absicht aus, dass Risiken von Unternehmen auf die EZB übertragen werden sollen und wenn man das zu ende denkt sind viele Unternhehmen (nicht nur aber vor allem Banken) viel zu billig. Dazu kommt, dass dann der von der EZB geschundene Euro unlogischerweise gestiegen und die Zinsen zu niedrig sind. Ein gutes Argument gegen Tagesgeld.

Genau betrachtet steigt der Euro aber wohl nur, weil die Welt mehr europäische Unternehmen kauft. Wenn die Krise in den Griff gebracht wird sind die viel zu billig. Dann hat der Aufschwung noch kaum begonnen.

Also Gewinne laufen lassen und auf dein Frage ein eindeutiges "nichts umschichten". Auch wenn ich längerfristige und weniger stressige Lösungen deutlich vorziehe.

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Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten

Wieder einer... na dann:

  • "Ja, 1/3 Tagesgeld und 2/3 außereurop. Bluechips": warum denn so viel Tagesgeld? Das Tagesgeld wirft nicht einmal genug Rendite ab, um nach Steuern und Inflation eine schwarze Null übrigzulassen. Gegen die Bluechips habe ich nichts einzuwenden, außer daß es auch europäische sein könnten. Warum denn keine aus Europa?

  • "Ja 2/3 Tagesgeld und 1/3 außereurop. Bluechips": Whooooaaaaaa! 2/3 Tagesgeld in einer Zeit wie jetzt? Wenn Du das zwei Tage vor der Präsidentenschaftswahl oder knapp vor dem Bundesverfassungsgerichtentscheid als Zwischenstrategie zur Überbrückung des Ereignisses gesagt hättest, wäre das ja noch ok gewesen. Nicht jedoch jetzt. Das ist komplett Unsinn.

  • "Ja 100% Tagesgeld": hier gilt der Kommentar wie zuvor. Das ist ggf. eine Überbrückung einer Zeit mit sehr hohen Risiken, aber keine Strategie über ein paar Tage weiter.

  • "Ja, rund 10% in die 10 billigsten (KGV) SP500 Werte und 90% Tagesgeld": warum denn die billigsten Werte nehmen? Das sind vielleicht Werte mit Abschlägen aus ganz anderen Gründen und Du nimmst nun diese Problemkandidaten mit ins Portfolio auf. 90% Tagesgeld ist wieder Nonsense.

  • "Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten": Klar. Warum sollte man auch solide Aktien verkaufen, wenn man in einer Rezessionsphase mit steigender Inflation rechnet? Es gibt in Europa so viele unterbewertete, globale Unternehmen...

  • "Nein, nur einen Teil verkaufen": warum genau willst Duu unbedingt verkaufen? Was passiert mit dem Geld dann? Wie werden die Verkaufskandidaten ausgewählt? Welche Strategie für die Anlage insgesamt? Oder doch nur Panik?

  • "Nein nur 5% verkaufen und in Eurostoxx50-puts stecken mit laufzeit 12m": ausgerechnet den Eurostoxx50, der schon sehr schlecht gelaufen ist? Nö. Dann würde ich Puts auf den DAX nehmen, der nämlich per Deutschland und per Exportabhängigkeit am meisten geprügelt werden dürfte. Mit 5% und einem Hebel von 20 kannst Du den Rest des Portfolios damit absichern. Die Volatilität ist derzeit recht niedrig, so daß diese Strategie auch lohnt, wenn man mit steigender Volatilität rechnet.

Während die letzte Option durchaus interessant sein könnte, würde ich aber dem Paniktrieb widerstehen wollen und nichts verkaufen, was nicht ohnehin verkauft werden müsste.

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Kommentar von Uhrgl
12.09.2012, 22:39

echt interessante und tolleantwort! die billigsten SP500 werte ist wirklich unsinn, weil da solardreck und versicherungen dabei sind, aber ich dann die strategien mischen und wie folgt verfahren:

telefonica gegen k+s tauschen

15% der werte verkaufen, wobei die absteigend nach nettoverschuldung/ ebitda für 2012 verkauft werden soll.

5% dax puts mit hebl 20 und 18 monaten restlaufzeit

je 2.5% in HP, Dell, Best Buy und Staples (die noch am sinnvollsten erscheinenden billigsten SP500 werte)

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Die Börse funktioniert nur, weil keiner weiß, was passieren wird. Wüsste man das vorher, würde keiner kaufen und keiner könnte dann kaufen. Denn für jeden der Aktien verkauft finden sich welch die sie kaufen. Der eine verkauft jetzt, ein andere kauft und jeder hat seine Gründe. Was besser ist weiß man hinterher. Was du verlangst ist Hellseherei und das geht nicht. Ich finde es aber ein schlechte Idee alles was man hat in eine Anlagekategorie zu stecken, streuen ist da schon angenehmer und das Risiko wird geringer.

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Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten

Also ich denke, dass man momentan eher auf steigende Kurse setzen sollte und eher noch halten und abwarten. Ich erwarte, dass zumindest der DAX noch ordentlich zulegen wird.

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Nein, alles an Aktien behalten und nicht umschichten

Nachkaufen. Ich bin nachwievor bullish für Aktien. Es gibt wenig Alternativen.

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Nein, nur einen Teil verkaufen

Nein, nur einen Teil verkaufen.

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