Jahreseinkommen bei Abfindungszahlung im Januar

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7 Antworten

Nein, der Arbeitgeber darf nicht beurteilen, was man selber an künftigem Einkommen erwartet. Ob man sich selbständig macht oder z.B. eine Weltreise, geht den alten AG nichts mehr an - nur das Finanzamt im Folgejahr. Deshalb sehe ich keinen Grund, weshalb das Januargehalt nicht als normales Monatsgehalt zu versteuern sein sollte. Siehe weitere Informationen im u.g. Link.

http://www.finanzfrage.net/tipp/wie-optimiere-ich-die-nettoquote-meiner-abfindung

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FREDL2 14.01.2013, 18:30

@GAFIB: soweit eine völlige richtige Antwort. Das Januargehalt wird auch als normales Monatsgehalt versteuert. Die Hochrechung auf ein Kalenderjahr wird nur die Abfindungszahlung gebraucht.

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GAFIB 15.01.2013, 09:12
@FREDL2

@FREDL2: Richtig, die wird gebraucht. Bzgl. der Umsetzung kenne ich etliche Fälle, in denen der AG "zufrieden" war mit einer schriftlichen AN-Bestätigung, dass im lfd. Jahr keine weiteren Einkünfte erzielt werden - und so der Vorteil eines deutlich höheren "Netto-Vorab" erreicht wurde.

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Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten. Das hat mir in der Argumentation gegenüber meinem AG sehr geholfen. Ich habe meinen AG zwischenzeitlich davon überzeugen können (nachdem ich auf ein Telefonat mit dem Finzamt verwiesen habe), dass das Januargehalt mein Jahresgehalt ist.

Ich muss allerdings eine Erklärung abgeben, dass ich für 2013 keine weiteren Gehaltszahlungen erwarten und falls doch steuerlich relevantes Einkommen dazu führt, dass eine Steuernachzahlung kommt ist mein AG komplett aus der Haftung und ich bin der einzige Steuerschuldner - bin ich ja auch.

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Warum mit 12? Warum nicht mit 13 oder 14?

Dein für die Berechnung maßgebliches Bruttojahresgehalt ist bei Arbeitsende Januar das Januargehalt.

Frage ihn nach der Quelle, wonach er das Gehalt mit 12 multiplizieren will. Frage ihn vor allem auch, wie das wäre, wenn 30 % deines Gehaltes aus Überstunden kommen würden oder wie das wäre, wenn du den Rest des Jahres unbezahlten Urlaub nehmen würdest. Frage ihn auch, wie das wäre, wenn du ab Februar eine wesentlich höher dortierte Stelle annehmen würdest.

Ich bin nicht vom Fach aber es wäre unlogisch, etwas anderes zu nehmen als das, was man hat. Im Januar hat man zur Berechnung nunmal nur das Januargehalt.

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FREDL2 14.01.2013, 18:28

@Rat2010

Dein für die Berechnung maßgebliches Bruttojahresgehalt ist bei Arbeitsende Januar das Januargehalt.

Das ist es nicht. Eine Abfindung ist eine Art sonstiger Bezug und die anfallenden Lohnsteuern für sonstige Bezüge könen nur mittels eines Jahresgehalts ermittelt werden - notfalls eben mit einem fiktiven Jahresgehalt.

Bei der Abfindungsversteuerung mit Fünftelregel ist die Erstellung eines fiktiven Jahresgehalts die Regel und nicht die Ausnahme.

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Rat2010 15.01.2013, 11:26
@FREDL2

Wieder was dazu gelernt! Interessant wäre es natürlich, ob das auch irgendwo steht oder ob es reine Verhandlungssache ist, von welchem Gehalt der Arbeitgeber bei der Berechnug ausgeht.

Ich bin vor 16 Jahren (im Januar) abgefunden worden und damals war das Thema irgendwie eindeutiger geregelt.

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FREDL2 16.01.2013, 19:13
@Rat2010

@Rat2010: natürlich steht das wo. Den "sonstigen Bezug" findest Du in § 39/3 Satz 9 EStG und die gesetzl. Vorschriften zur Abfindung in § 34/2 Nr.2 i. V. mit § 24/1 EStG.

Weiterhin gibt es noch den Abfindungserlass des BMF. Die von Thomas1310 gepostete Lösung halte ich für bedenklich, zumal sie "auf einer telefonischen Auskunft des Finanzamts" basiert.

Da kann genausogut sein, dass der Gegner am Telefon schnell zum Mittagessen wollte......

Telefonische Finanzamtsauskünfte sind Zeitverschwendung. Im Zweifelsfall war es keiner. Aber gut, ich bin nicht betroffen.

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Die Hochrechnung des Januargehalts auf das ganze Kalenderjahr ist für die Versteuerung der Entlassungsabfindung nötig. Die Lohnsteuern für Abfindungen können nur mittels eines Jahreseinkommens ermittelt werden. Die Berechnung mit der Monatstabelle ist technisch gar nicht möglich - zumindest nicht bei seriöser software.

Bei Austritt im Januar muss eben ein fiktives Jahressteuerbrutto erstellt werden - wahlweise wird manches Mal auch das Vorjahresbrutto genommen.

Was Du bez. Deines voraussichtl. Einkommens 2013 sagst, ist hier völlig unerheblich. Auch Du kannst keine Garantie für die Zukunft übernehmen, bzw. der AG muss das fiktive Brutto nehmen, da er nicht hellsehen kann.

Hellseherei ist im Steuerrecht nicht vorgesehen.

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Und was ist richtig ?

Die Antwort von Abfindungsforum oder die von FREDL2 ?

  • Gibt es dazu Paragraphen ? Urteile ? Oder sonst irgendwelche Richtlinien ?

  • Also ich habe beim FA nachgefragt. 3 von 4 Finanzamt Mitarbeitern hatten Ahnung =0 Die 4 Person die ich erreichte (Stunden später), teilte mir mit das es läuft wie FREDL2 meint.

Dann habe ich Zweisteuerberater und Anwälte für Steuerrecht befragt.

Die representierten die auffassung wie Abfindungsforum

Und so bin schlau wie in März 2012.

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Rechner : http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst.htm
versuche es hier noch einmal. K.

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gelbeJutta 14.01.2013, 15:06

Dieser Satz ist doch Quatsch und enthält überhaupt keine Antwort auf die gestellte Frage.

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Gaenseliesel 14.01.2013, 17:13
@gelbeJutta

gelbeJutta, ja klar, dein Kommentar hier hat dem Fragesteller natürlich viel weiter geholfen !!! K.

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Der Arbeitgeber möchte einen fiktiven Betrag annehmen, um hinterher abgesichert zu sein. Aber da könnte er auch jeden anderen Betrag würfeln oder raten. Er hat nichts mit Ihren weiteren Einkünften im Verlauf des Jahres zu tun. Sprechen Sie am besten mit dem Betriebsrat.

Zur Info: Es handelt sich bei Ihrer Gehaltsabrechnung (Januargehalt + Abfindung) nur um eine Lohnsteuervorauszahlung, die er an das Finanzamt abführen wird.

Tatsächlich nach dem 31.12.2013 gilt das gesamte Einkommen, dass Sie in 2013 erzielt haben als Berechnungsgrundlage für die Einkommensteuererklärung, die Sie ab Mitte Januar 2014 einreichen können: Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, Einkommen aus selbständiger Arbeit und Einkommensersatzleistungen (Krankengeld,Arbeitslosengeld), die Sie eventuell noch erhalten.

Falls der AG wirklich das fiktive zwölffache Januargehalt ansetzen und Sie mit ihrer Selbständigkeit noch nicht so viel verdienen sollten, käme es jetzt wohl zu einer "zu hohen" Lohnsteuervorauszahlung. In diesem Fall werden Ihnen die zu viel bezahlten Steuern nächstes Jahr erstattet, nachdem die Finanzverwaltung die richtige Steuerhöhe festgestellt hat.

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GAFIB 15.01.2013, 09:05

Zu der Aussage ..."falls der AG wirklich das fiktive zwölffache Januargehalt ansetzen sollte"...: -> Ich kenne etliche Fälle, in denen der AG "zufrieden" war mit einer schriftlichen Bestätigung, dass im lfd. Jahr keine weiteren Einkünfte erzielt werden.

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