Jahre lang geschuftet und keine Rente. Wie kann das sein?

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6 Antworten

Hallo,

wenn bei den Einnahmen und dem Vermögen (und ggf. des Partners) Bedürftigkeit besteht, kann beim Jobcenter Anspruch auf Arbeitslosengeld II bestehen.

Wenn bei der Krankenversicherung Krankengeld oder Krankentagegeld zusätzlich versichert ist, kann dies unverzüglich beantragt werden.

Versicherungen zahlen Leistungen nur an versicherte Personen. Hier sind die Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung genauer beschrieben:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/03_rentenarten_und_leistungen/08_erwerbsminderungsrente.html

Gruß

RHW

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So wie Dir, geht es leider vielen. Und noch viel mehr werden erst "aufwachen" wenn es "arbeitstechnisch nicht mehr geht", weil die Gesundheit schlapp macht oder der Lebensabend ins Auge gefasst wird.

Manchmal frage ich mich wirklich, wie blind manche Menschen sind? Mittlerweile sollte doch jedem aufgefallen sein, dass in den letzten 10 Jahren ein Sozialleistungsabbau in Deutschland stattgefunden hat, der von der Politik ständig befeuert wurde.

Wenn Du gesundheitlich nicht mehr voll arbeiten kannst, bleibt nur der Weg ins ALG2. Deine Arbeitsfähigkeit wird dort, auch wenn entsprechende Atteste vorliegen, durch den Medizischen Dienst begutachtet.

Stellt dieser eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 3 Std. täglich fest, hast Du Anspruch auf ALG2.

Wird eine geringere Arbeitsfähigkeit festgestellt, bleibt bis zur Rente nur der Weg in die Grundsicherung.

Nutze idealerweise deine eingeschränkte Arbeitskraft, sofern vorhanden, um einer leichten Aushilfstätigkeit nachzugehen. Clever ist, eine sozialversicherungspflichte Tätigkeit (kein Minijob) zu machen um nach 5 Jahren zumindest die Anwartschaftszeiten für die EU-Rente erfüllen zu können.

Unterm Strich wirst Du aber dauerhaft auf Sozialleistungen angewiesen sein. Entweder als ALG2-Aufstocker oder als Grundsicherungsempfänger.

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Das Grundeinkommen hast Du durch das doch engmaschige soziale Netz in Deutschland. Reicht Dir das nicht, dann mußt Du Dich halt an Deine Kinder halten - soweit vorhanden oder Dir einen andern Mäzen suchen, der Dich zusätzlich aushält.

Da seit vielen Jahren in den Medien immer wieder auf die notwendige Altersvorsorge hingewiesen wird ist es nicht nachvollziebar, warum Du diese für Dich sträflich vernachlässigt hast. Auch Dein Steuerberater hätte Dich auf diese Lücke hinweisen sollen, denn er ist ja einer der Wenigen, der Einblick in Deine finanziellen Transaktionen gehabt hat.

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blackleather 04.10.2017, 23:01

Auch Dein Steuerberater hätte Dich auf diese Lücke hinweisen sollen, denn er ist ja einer der Wenigen, der Einblick in Deine finanziellen Transaktionen gehabt hat.

Hätte er nur, wenn das auch sein Auftrag war. Anderenfalls wäre er für einen solchen Hinweis nämlich auch nicht bezahlt worden.

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EnnoWarMal 05.10.2017, 10:01

"Auch Dein Steuerberater hätte Dich auf diese Lücke hinweisen sollen"

Ich frage mich, aus welcher Kompetenz heraus. Als Steuerberater habe ich meine Aufgaben und Verantwortungen, aber die Absicherung des Lebensabends zählt nicht dazu. Als Steuerberater habe ich auch überhaupt keine Ahnung von diesen Dingen.

Ich finde es ja erklecklich, dass ihr denkt, ein Steuerberater kann und weiß alles, aber mitunter bringt es einen in Schwierigkeiten.

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Snooopy155 05.10.2017, 10:39
@EnnoWarMal

Ich erwarte von einem Steuerberater ja keine Beratung in Sachen Altersvorsorge. Aber er sieht ja, dass sein Mandant so gut wie keine Altersvorsorge getätigt hat, und darauf hätte er seinen Mandanten ja hinweisen können.

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EnnoWarMal 05.10.2017, 11:14
@Snooopy155

Und warum?

Welche steuerliche Relevanz hätte das?

Nochmal: Ich habe keine Ahnung von sowas! Was weiß denn ich, was für Vermögen der Mandant noch hat oder vielleicht dessen Eltern?

Ich würde niemals einen Ratschlag in dieser Richtung erteilen, und das ist auch gut so.

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Brigi123 05.10.2017, 23:29
@EnnoWarMal

Enno, Du hast sicher Recht.

Der Gemein-Sterbliche denkt wohl das ein ums andere Mal, er wäre umfassend beraten durch den Besuch eines Steuerberaters, aber das ist eben nicht so.

 Das kann einem Jungunternehmer aber auch durchaus klar sein, dass er sich zum Thema Altersvorsorge selbst Gedanken machen muß.

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Woher sollen Leistungen aus der Rentenversicherung kommen, wenn du da nichts eingezahlt hast?

Privat vorgesorgt hast du auch nicht (?), also kommt nur Sozialhilfe in Frage.

http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/sozialhilfe-art.html;jsessionid=4998C76D983C6F5C82ACFD69518AC065

Bitte nicht beschweren. Ich kann mir kaum vorstellen, dass du geglaubt hast, für nichts etwas zu bekommen. Es ist also ganz einfach "normal" dass du die Ersparnisse weitestgehend aufbrauchen musst, bevor es irgendwas gibt.

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Du hast viele Fehler gemacht. Vor allem den, als Selbständiger (der muss auch selbständig denken) nicht selbst für eine Alterssicherung für Dich zu sorgen.

Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und Du musst zum Sozialamt oder bei Deinen Kindern um Unterstützung bitten.

Aber vielleicht hast Du als ehemals Selbständiger doch noch eine geheime Schwarzgeldkasse. Das wäre eine plausible Erklärung für Dein vorgebliches Versäumnis.  

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Jahrelang geschuftet und keine Rente.

Wie oft höre ich das.

Daß die Leute sich meistens jahrelang die Einzahlung in die Rentenversicherung gespart haben, kommt nur in einem Nebensatz vor.

Dabei ist das doch das Problem, so einfach ist das.

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