Italienisches Steuerrecht

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Steuern und Gebühren Wie im Falle eines Kaufes ergeben sich auch durch einen Verkauf Steuern und Gebühren:

Maklerprovision (2 bis 6 % für Käufer, 2 bis 4 % für Verkäufer; die uneinheitlichen Provisionssätze können bei den Handelskammern erfragt werden), IRPEF-Steuer (bei natürlichen Personen), IRPEG-Steuer (bei juristischen Personen). Hinfällig werden die letztgenannten Steuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf mehr als fünf Jahre liegen oder man selbst oder Familienangehörige weiterhin in dem Objekt wohnen.

Wenig empfehlenswert ist ein Verkauf innerhalb der fünfjährigen Spekulationsfrist. Steuervorteile, die man genießen konnte, weil man die erworbene Liegenschaft als Erstwohnsitz deklarierte, werden dann rückwirkend aufgehoben. Neben der Zahlung der Steuerdifferenz muss auch eine Strafsteuer in Kauf genommen werden.

Gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Italien und Deutschland wird keine deutsche Einkommenssteuer auf den Veräußerungsgewinn erhoben.

Erhaltungsaufwand / Anschaffungsnaher Aufwand - einige Fragen

Ich habe 2011 eine Immobilie erworben. Diese hat zwei Etagen, wobei das EG von mir bewohnt wird und das OG vermietet ist. Beide Etagen haben jeweils eine separate Etagenheizung.

Die Etagenheizung im selbstgenutzten EG war sehr fehleranfällig und wurde im Jahr 2012 von einem Heizungsbetrieb gegen eine neue Anlage identischer Technik ausgetauscht.

Die Etagenheizung im vermieteten OG war im Jahr 2012 defekt und wurde von einem Heizungsbetrieb repariert.

Meine Fragen:

  1. Sehe ich das richtig, dass ich die kompletten Kosten (inkl. Anfahrt, Arbeitslohn, etc.) für die Reparatur der Anlage im vermieteten OG als Erhaltungsaufwand in den Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung absetzen kann? Falls ja, kann ich dann 20 Prozent des Arbeitslohns trotzdem als Handwerkerleistung steuerlich absetzen oder ist nur eines möglich?

  2. Lässt das Einkommensteuerrecht auch in irgendeiner Form die Berücksichtigung des Austauschs der Anlage im selbstgenutzten EG zu? Ganz in Ordnung war die Anlage von Beginn an nicht, da war sie aber noch benutzbar.

Nun noch eine andere Frage zur selben Thematik:

  1. Aufgrund gesetzlicher Bestimmung ließ ich 2012 die oberste Geschossdecke dämmen. Hier handelt es sich also wohl um eine Standardverbesserung. Sehe ich das richtig, dass ich die gesamten Kosten (Material, Lohn, etc.) zu 50 Prozent (weil Immobilie zu 50 Prozent vermietet) der „Absetzung für Abnutzung“-Summe hinzurechnen kann und ab sofort jährlich 2 Prozent der geänderten Summe absetzen darf?

Über „erhellende“ Antworten würde ich mich freuen!

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