Ist Testament nichtig, das nur zum Schein errichtet wurde?

2 Antworten

Unabhängig von der Gültigkeit des Testamentes will mir der Sinn einer solchen Konstruktion, eines solchen Umweges nicht einleuchten.

Ob der Freund nun direkt oder über die Nichte als Erbbegünstigter zum Zuge kommt, kostet es ihn die gleiche Höhe an Erbschaftssteuer.

Das Scheingeschäft ist gem. § 117 BGB nichtig. Nur gilt diese Vorschrift nicht beim Testament. Daher hat in der Tat der Freund das Nachsehen. Hier wollte man möglicherweise Erbschaftssteuer sparen. Der Schuss geht aber wohl nach hinten los. Allenfalls gäbe es noch die Möglichkeit über § 2078 BGB. Aber es liegt wohl auch kein Irrtum in diesem Sinne vor. Außerdem wirds dann wirds dann wohl auch eine nicht lösbare Beweisfrage.

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