Ist "scalping" kein (strafbarer) Insiderhandel?

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2 Antworten

Lt. BGH im November ist es als Ordnungswidrigkeit im Sinne einer verbotenen Marktmanipulation zu bewerten und mit einem hohen Bussgeld belegt (bis zu einer Million Euro).

Ich sehe die Einordnung in so fern auch als richtig an, denn beim Insiderhandeln nützt der Betreffende, richtige Informationen, die ihm früher bekannt sind, zum eigenen Vorteil.

Beim scalping produziert er die Informationen selbst. Was ich nciht richtig finde ist die unterschiedliche Strafhöhe. Ich persönlich finde das Produzieren von falschen Meldungen als von höherer krimineller Energie getragen, als das ausnutzen von Informationen, die man früher bekommen hat.

Aber da wird jeder sein eigenes Gerechtigkeitsempfinden haben.

Wobei anzumerken sei, dass es schon mehrere Definitionen von "Scalping" gibt. Besonders im Forex-Handel (aber auch Futures etc.) wird damit eine extrem kurzfristige Handelsstrategie beschrieben. Siehe auch hier http://forex-scalper.de/scalping-als-unterkategorie-des-daytradings/ . Bei der Definition als Kursmanipulation gebe ich natürlich meinem Vorposter recht (auch im Bezug auf das Strafmaß).

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