Ist man vorsteuerabzugsberechtigt wenn man selbst keine Rechnungen erstellt?

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3 Antworten

Da stellt sich für mich die Frage, wie kommst Du ohne eine Rechnung an Dein Geld?

1. Ware und Geld werden über den Tresen gereicht und Du gibst einen Kassenzettel hin?

2. Du leistest und der Leistungsempfänger schickt Dir eine Gutschrift und zahlt auf Dein Konto?

Eigentlich ist es egal, denn wenn Du auf Deine Umsätze (Einnahmen) Umsatzsteuer entrichtest, bist Du normaler Weise auch Vorsteuerabzugsberechtigt.

Aber unter Umständen kann es sein, dass Du keine Umsatzsteuer auf Deine Umsätze abführen musst und trotzdem Vorsteuerabzugsberechtigt bist. z. B. wenn Deine Lieferungen ins Ausland gehen, oder Deine Leistung als im Ausland ausgeführt gilt.

Du bekommst die Vorsteuer, oder besser den Überschuss der Vorsteuer über die Umsatzsteuer, zurück, wenn Du entweder während des Jahres Umsatzsteuervoranmeldungen abgibst, oder mit der Umsatzsteuererklärung.

Ja klar das geht. Bestes Beispiel sind die Anlagenbetreiber von Photovoltakik Anlagen zur Stromerzeugung. Da erstellt der Verteilnetzbetreiber die Abrechnung. Der Betreiber der Anlage hat UST Ident Nr. (das verlangen die VTNs) und erstellt keine Rechnungen.

Übrigens Telefonrechnungen bucht man mit Privat-Split, also kommt die Vorsteuer nur anteilig zum tragen.



 Telefonrechnungen bucht man mit Privat-Split, 

"Private Split" konnte ich im UStG nicht finden. ist eventuell die Leistungsentnahme § 3 Nr. 9a gemeint?

Entschuldige bitte, aber das deutsche Steuerrecht ist kompliziert genug, da brauchen wir nicht noch Anglizismen, die noch dazu nicht den Kern treffen.

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@wfwbinder

Was ist eine "Leistungsentnahme § 3 Nr. 9a"? Damit kann ein normal sterblicher nix anfangen. Sicher Gesetze lesen kann inzwischen jeder im Internet, verstehen aber nicht. Wenn jeder Gesetze verstehen könnte kann man dieses Forum schießen.....

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@wfwbinder

Ich vermute, dass das ein Modul in der Buchhaltungssoftware ist, in dem der Privatanteil in % hinterlegt ist.

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Hängt davon ab, warum man "für seine Einnahmen keine eigenen Rechnungen stellt".

Tendenziell hat man ohne umsatzsteuerpflichtigen Umsatz auch keinen Vorsteuerabzug. Dann kann man sich die an andere bezahlte Umsatzsteuer auch nicht zurückholen. Das sind dann Betriebsausgaben.

"Umsatzsteuerpflichtiger Umsatz" Da muss man nachhaken. Denn der Leistungsempfänger wird ja den Ausweis der USt für seinen eigenen Vorsteuerabzug brauchen, oder ?

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@Broni

Warum? Zum einen muss der Leistungsempfänger zum Vorsteuerabzug berechtig, also kein Endkunde sein. Zum anderen gibt es auch Kleinunternehmer.

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"Tendenziell hat man ohne umsatzsteuerpflichtigen Umsatz auch keinen Vorsteuerabzug"

dem ist nicht so. Ich habe jahrelang meine Rechnungen ohne Umsatzsteuer ausgestellt, obwohl ich Umsatzsteuerpflichtig bin, da ich als Subunternehmer gearbeitet habe (§13b UstG). Umsatzsteuerpflichtig bin ich als Betreiber einer PV-Anlage. Beides geht, muss freilich schön sauber getrennt gebucht werden und entsprechend auf den Rechnungen vermerkt werden.

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@hildefeuer

Was in der Richtung hatte ich davor auch schon überlegt und mich dagegen entscheiden, darauf einzugehen. Abre wahrscheinlich ist es genau der Fall.

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@Rat2010

Mein Gedanke geht eher dahin, dass hier Gutschriften erstellt werden.

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