Ist man verpflichtet eine fehlgeleitete Überweisung, die man erhalten hat, der Bank zu melden?

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4 Antworten

Vermögensverschiebung ohne rechtfertigenden Grund, die ein gesetzliches Schuldverhältnis begründet. Bei der ungerechtfertigten Bereicherung wird die Vermögenslage einer Person ohne rechtlichen Grund verbessert.

Die ungerechtfertigte Bereicherung ist als 26. Titel im 2. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), dem Schuldrecht, geregelt (§§ 812 - 822 BGB).

Bereichert werden kann eine Person durch Erlangung des Besitzes an einer Sache, dem Erwerb von Rechten, der Ersparnis von Aufwendungen oder durch die Befreiung von bestehenden Schulden.

Der ungerechtfertigt Bereicherte ist verpflichtet, dem Entreicherten all das herauszugeben, was er durch die rechtsgrundlos erlangt hat. Dazu zählen auch die aus dem Erlangten gezogenen Nutzungen (z. B. Einnahmen, Früchte eines Baumes). Ist die Herausgabe unmöglich, ist stattdessen der Wert zu ersetzen (§ 812 Absatz 2 BGB). Hat der zur Bereicherte als Ersatz für die Zerstörung, Beschädigung oder Entziehung der erlangten Sache etwas anderes bekommen, hat er dies herauszugeben (§ 818 Absatz 1 letzter Halbsatz BGB).

Quelle: http://www.steuerlinks.de/lr-bereicherung-ungerechtfertigte.html

Du solltest es schon melden, wenn Du es bemerkst, von wegen der ungerechtfertigten Bereicherung. Es ist übrigens nicht so, daß das Geld seit dem 31.10.2009 weg ist, wenn Du Dich vertippst. In den meisten Fällen dürfte es garnicht einem Konto gutgeschrieben werden, da das wahrscheinlich nicht existiert. Kontonummern haben auch einen "Sicherheitsmechanismus". Es wäre schon Zufall, wenn die vertippte Nr. bei der empfangenden Bank auch existiert!

Wenn Du ein Portemonnaie auf der Strasse findest, dann musst Du es abgeben und ähnlich ist das hier.

Du musst den Geldeingang zwar nicht "melden", das Geld aber auf Anforderung des rechtmässigen Eigentümers zurücküberweisen und mit der Höhe der Überweisung hat das gar nichts zu tun.

Ich habe nämlich umgekehrt gehört, dass das Geld seit 31.10.2009 weg ist, wenn man sich vertippt,...

Seit dem 31.10 2009 ist die Bank nicht mehr verpflichtet zu überprüfen, ob der angegebene Name zu dem Konto gehört - die Bank ist also aus dem Schneider und Du bist allein der Dumme, wenn Du Dich vertippst.

Ansonsten sieh mal meine Antwort auf Deine andere Frage zum Thema.

...die Sache lässt sich abkürzen: Wenn man eine Überweisung geschrieben und mit den vorgegebenen Angaben verglichen hat, besteht noch die Möglichkeit, die Existenz des Empfängerkontos im Internet unter http://www.konto-nummern.de/ zu prüfen....Und wenn das nicht reicht, muss der Zahler halt eine Strafanzeige stellen, wenn sein Geld von dem falsch adressierten Konto nicht zurückkommt....Das dürfte jetzt aber erschöpfend gewesen sein...

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