Ist man Freiberufler wenn man nur ab und zu als Übersetzer tätig ist aber auch Festangestellt bei einer Firma ist?

2 Antworten

Übersetzer ist eine freiberufliche Tätigkeit. Das Du das ohne große Sprachschule und ohne Studium geschaffte hast würde ich dabei nicht an die große Glocke hängen.

Wenn Du die ersten Aufträge ernsthaft im Auge hast, solltest Du den "Fragebogen zur steuerlicher Erfassung" aus dem Internet herunterladen, ausfüllen und an das Finanzamt senden.

Auf jeden Fall alle Kosten erfassen, also Belege aufbewahren. Nur der Gewinn is zu versteuern, nicht der Umsatz.

Wenn Du überwiegend für Unternehmen arbeitest, wäre es aber besser mit Umsatzsteuer zu arbeiten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ich wollte nichts an die große Glocke hängen, nur dem anderen Nutzer erklären dass man nicht unbedingt studieren muss wenn man Übersetzer sein will. Danke für deine Antwort :)

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@jessicadicesare

Du willst es einfach nicht glauben. Auch ich kann Dir ganze Bibliotheken aus dem Englischen übersetzen (mit kleinem ü), aber ich bin kein Übersetzer (mit grossem Ü). Man könnte das auch ergoogeln.

Aber egal - mach wie Du willst.

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@jessicadicesare
Ich wollte nichts an die große Glocke hängen, nur dem anderen Nutzer erklären dass man nicht unbedingt studieren muss wenn man Übersetzer sein will.

Wir betreuen eine Übersetzerin und die ist vom Finanzamt noch nie gefragt worden, wie sie den Beruf erlernt hat. Also "bangemachen gilt nicht."

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Das Finanzamt wäre auch nicht Dein Ansprechpartner - für Steuerberatung sind andere zuständig.

Was Du planst ist ein Gewerbe, da Du keine gelernte (studierte) Übersetzerin bist.

Das musst Du bei der Stadt/Gemeinde anmelden. Vom Finanzamt bekommst Du dann automatisch einen Fragebogen und wahrscheinlich eine neue Steuernummer.

Eine Steuererklärung musst Du auf jeden Fall abgeben.

Danke correct! Ich glaube ich will und muss gar keine Gewerbe anmelden oder grunden weil ich zu wenig verdienen würde. Habe gelesen dass unter 17.500€ Einkommen entfällt die Gewerbeanmeldung und man ist Kleinunternehmer also man muss auch keine Ust. in Rechnung stellen. Sind diese 17.500€ als Summe vom Einkommen aus nicht selbsttändiger Arbeit plus das aus den evtl. Übersetzungen oder nur aus den zweiten Aufträgen?

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@jessicadicesare

Hallo, die Gewerbeanmeldung hat nichts mit der Grenze von 17.500 EUR zu tun. Mit wfwbinder meine ich, dass Deine Tätigkeit freiberuflich ist und keine Gewerbeanmeldung nötig. Die 17.500 EUR rechnen nur aus der Selbstständigkeit, Umsatzsteuer ist nicht nötig, aber besser für Dich, wenn Du für Unternehmen tätig bist.

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Eins habe ich vergessen: Als nicht geschützter Beruf, ist das Übersetzen für allen erlaubt, also man muss nicht studiert haben. Es reicht wenn man die Sprachen kann. Was hat damit zu tun ob man studiert hat oder nicht mit der Anmeldung einer Gewerbe? In der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und im Gymnasium habe ich auch Übersetzung gelernt, das tue ich seit ich 12 Jahre alt war, gilt das etwa nicht? Ich plane eine Teilzeitbeschäftigung als Angestellte und nebenbei "privat" zu übersetzen, also nicht bei der Firma wo ich arbeite und möchte auch kein Übersetzerbüro oder eine eigene Firma grunden.

Ich hoffe ich haben mich jetzt besser ausgedruckt.

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@jessicadicesare

Nein, das gilt nicht. Weil sonst fast jeder Deutsche ein Übersetzer wäre.

Zum Übersetzer muss man aber ausgebildet sein.

Nebenbei privat ist auch ein Gewerbe.

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Eine Steuererklärung musst Du auf jeden Fall abgeben.

Nein. Zwei.

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Freiberuflichkeit ausversehen zu spät angemeldet?

Hallo ihr Lieben!

Ich habe mal eine Frage bzw einen Sachverhalt zum Thema Freiberuflichkeit/ Finanzamt/ Rechnungen stellen ..

Ich bin vor Kurzem mit meinem Bachelorstudium fertig geworden und da hat mich eine Bekannte im Juni gefragt ob ich auf Rechnung bei ihrem Freund im Unternehmen aushelfen kann.

Das habe ich dann ab Juli gemacht, sie meinte ich müsse einfach eine Rechnung stellen und sie gibt mir dafür ein Muster (kannte mich damit nicht so gut aus). Das Muster hat sie mir vor Kurzem zugeschickt und ich habe daraufhin die Rechnungen für Juli, August und September und gestellt (Geld noch nicht erhalten, war vor ein paar Tagen) und zwar mit einer Steuernummer mit der ich schobmal freiberuflich neben dem Studium gearbeitet habe allerdings in einer anderen Tätigkeit.

Durch ein zufälliges Gespräch mit einem Mitarbeiter vom Finanzamt wegen eines anderen Themas habe ich nun erfahren, dass ich

a) die Steuernummer nicht hätte benutzen sollen/können/dürfen, da sie für eine andere Tätigkeit war und außerdem nicht mehr aktiv ist (war ein Gewerbe, das ich abgemeldet hatte weil ich damals versehentlich einen Gewerbeschein geholt hatte, obwohl ich nur eine Steuernummer für die freiberufliche Tätigkeit gebraucht hätte)

b) die neue freiberufliche Tätigkeit im Sommer innerhalb 4 Wochen hätte anmelden müssen.

Aus Angst, dass ich die Frist überschritten habe, habe ich die Tätigkeit jetzt angemeldet, allerdings erst ab Mitte September (2 Wochen rückwirkend) und werde die Rechnungen jetzt mit der richtigen neuen Nummer einreichen.

Meine Frage jetzt:

Die Rechnungen sind für Juli/August/September ausgestellt obwohl ich die Tätigkeit erst zu September angemeldet habe - fällt das irgendwo auf bei der Jahresabrechnung oder wird das nicht Monat für Monat abgerechnet am Ende?

Habe echt Angst ... Ich weiß dass ich dumm gehandelt habe. Hoffe jemand kann mit mehr dazu sagen!

Danke!

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Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit Nachfrage Einkünfte

Hallo,

Ich bin in folgender Situation: Während meines Studiums habe ich im Jahr 2011 und 2012 auf Rechnung einige Auftragsarbeiten im Programmierbereich absolviert, dabei sind im Jahr 2011 insgesamt 7.500€ und im Jahr 2012 6.400€ zusammengekommen. Ich habe hier Rechnungen gestellt mit dem Zusatz, dass ich als Kleinunternehmer keine MwSt in Rechnung stelle. Da der Freibetrag ja 17.500€ beträgt habe ich 2011 keine Steuererklärung abgegeben und im Jahr 2012 erst damit angefangen, hier habe ich allerdings diesen Betrag nicht mit angegeben, sondern lediglich mein Arbeitseinkommen, welches ich ab Okt. 2012 hatte - der Betrag lag ja weit unter dem Freibetrag, daher habe ich schlichtweg nicht darüber nachgedacht, sie mit anzugeben. Ich hab kein Gewerbe o.Ä. angemeldet und quasi als Privatperson die Rechnungen gestellt.

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