Ist lautes Gebelle von Hunden beim Nachbarn ein Grund zur Mietminderung?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"Miete kündigen", geht nicht; allenfalls " Miete mindern". Aber der Mieter muss dazu schon statt einer puren Behauptung einen überzeugenden Nachweis vorlegen, z.B. ein Lärmprotokoll über mehrere Tage. Ferner muss er dem Vermieter eine Frist setzen und kann die Miete frühestens in 4 Wochen mindern.

Der Vermieter kann von sich aus auch andere Hausbewohner zu der behaupteten Störung befragen.

Der Mieter hat sowohl einen Anspruch gegen den unmittelbaren Störer (Unterlassungsklage) als auch gegen den eigenen Vermieter (den er durch Mietminderung oder Klage zum Tätigwerden anreizen kann). Der Vermieter muss nun diesen Anspruch seinerseits gegen den Störer und/oder dessen Vermieter geltend machen (Schadensersatz- und Unterlassungsklage). Die Hausordnung dürfte hierzu eine ausreichende Grundlage bieten. Ohne das Lärmprotokoll des gestörten Mieters dürfte der betroffene Vermieter kaum weiterkommen.

Aber zunächst sollte natürlich miteinander geredet werden. Notfalls auf der nächsten Eigentümerversammlung.

Das darf der Mieter natürlich nicht, da wird er nicht mit durch kommen. Sie als Vermieter haben ja auf den angesprochenen Mangel keinen Einfluss. Wenn der Mieter sich durch das bellen eines Hundes gestört fühlt muss er sich an die Ordnungsbehörden seiner Gemeinde/Stadt wenden.

Ich denke den Vermieter könnte man nur angehen (z. B. durch Mietminderung), wenn Tierhaltung verboten ist und er nichts gegen den Mieter unternimmt. An den Hundebesitzer kann man sich direkt wenden, denn er gilt als Verursachter des Wohnproblems. Man könnte eine Anzeige bei der Polizei wegen Ruhtestörung möglich.

Fragwürdiger Eigenbedarf, Vermieter drängt Mieter zum Aufhebungsvertrag, was tun?

Der Vermieter kündigt Eigenbedarf nach nur 3 Jahren Mietdauer an. Er ist alleinstehend und möchte nun in die 100 qm Wohnung einziehen. Wahrscheinlich ahnt er, dass er mit der Eigenbedarfskündigung wenig Chancen hat und versucht den Mieter zum Unterschreiben eines Aufhebungsvertrages zu drängen. Der Mieter hat diesen Fall seinem Anwalt übergeben. Der Anwalt hat den Vermieter angeschrieben und ebenfalls einen Vorschlag auf Einigung, jedoch zu anderen Konditionen, unterbreitet. Der Vermieter geht darauf nicht ein, sondern ignoriert einfach den Anwalt und steht erneut beim Mieter vor der Tür, um ihn wieder zur Unterschrift zu drängen. Der neue Aufhebungsvertrag fällt noch schlechter aus. Der Mieter fühlt sich genötigt, hat deshalb ja schon den Anwalt eingeschaltet. Was soll er tun, wenn der Vermieter ihn weiter bedrängt und den Anwalt einfach ignoriert?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?