Ist es wirklich zu spät dafür?

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8 Antworten

Sorry, unabhängig davon, was Ihr Euch leisten könnt und was nicht: eine Wohnung für 350.000 EUR scheint mir sehr teuer oder das ist wirklich eine SEHR große Wohnung. Wahrscheinlich hat Dein Vater auch entsprechend Eigenkapital und das Objekt ist noch viel teurer. Dafür bekommt man eigentlich in den meisten Regionen Deutschlands bereits das klassische Reihenhaus oder Einfamilienhaus zum Drumherumlaufen mit Garten - selbst außerhalb von München, Stuttgart oder Hamburg gibt es das.

Außer einer theoretischen Leistungsfähigkeit muss man auch berücksichtigen, daß erstens die Bank mitmacht und zweitens man sich damit wohlfühlt. Ein Darlehen darf nicht an der Seele nagen.

Generell halte ich nichts von ausweglosen Situationen, in denen man glaubt, nur eine Option zu haben und diese nur gerade so mit Hängen und Würgen machbar scheint. Es gibt immer eine Alternative.

Mein Rat wäre daher, daß Ihr Euch gemeinsam in der Umgebung Eures Ortes auf die Suche nach einem geeigneten Objekt macht. Vielleicht gibt es ja ein renovierungsbedürftiges Haus, das nach und nach renoviert werden kann. Klar will man sich nicht verändern und ein Umzug ist ein Einschnitt im Leben, aber es kommt doch auch auf die Sicherheit der Zukunft an. Mit einem etwas renovierungsbedürftigen Objekt wären die initialen Kosten deutlich geringer und man könnte nach Machbarkeit weitermachen. Ich glaube, das würde alle letztendlich doch glücklicher machen.

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Herzchen: Wesentliche Fakten hast du uns vorenthalten, weshalb es bei Andeutungen bleibt.

Es stellt sich im Grunde nur eine Frage: Sind deine Eltern und auch späterhin ihre Erben langfristig in der Lage, den Kapitaldienst (Zinsen und Tilgung) aus dem Fremdkapital zu bedienen, insbesondere auch aus den Altersbezügen? Die geringe Tilgung (1 %?) würde zu einer Gesamtlaufzeit von weit über 40 Jahren führen und somit auch die Erben belasten. Dein Vater hat noch eine stat. Lebenserwartung von 30 und deine Mutter von 34 Jahren.

Um eine Annuität von beispielsweise 4 1/2 % (= 1.313,-- mtl.) zu bedienen, müssten die langfristig gesicherten Einnahmen mindestens 4.400 € mtl. betragen (30 % für das Gut „Wohnen“). Was nach einer Festschreibungsfrist von 20 Jahren an Zinsen für die Anschlussfinanzierung verlangt wird, weiß niemand.

Die Entscheidung über den Erwerb muss von allen Familienmitgliedern einvernehmlich getroffen und getragen werden. Ein Mindestmaß an Lebensqualität darf den Eltern keinesfalls verloren gehen. - Vielleicht übernimmt ein Anderer (Erwerber/Investor) den Mietvertrag zu für ihn rentierlichen Kondtionen.

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Schwierige Frage, hat Dein Vater denn gar keine Eigenmittel? 350.000 Euro an Kredit ist ne Menge Geld, da zahlt man viele Jahre den Kredit ab. Wie Du schreibst, dürfte Dein Vater sicher bis zum Rentenalter abzahlen, vielleicht noch darüber hinaus. Das muß gut überlegt sein. Haben die Kinder - also Du und Dein Bruder - auch Interesse an der Wohnung, wollte Ihr später auch darin wohnen, ginge das mit eigener Familie? Dann könntet Ihr vielleicht, wenn Ihr in Lohn und Brot seid, auch mit-abzahlen helfen. Setzt Euch zusammen, rechnet alles durch, schaut genau, wie viel Geld Euch noch zum Leben bleibt. Du wirst ja erst noch studieren und Dein 16jähriger Bruder geht wohl auch noch zur Schule und so könnt Ihr so schnell nicht zum Abzahlen des Wohnungskredits beitragen, im Gegenteil ein Student will unterstützt sein, da gehen schon einige Euros im Monat drauf. Natürlich sind momentan die Zinsen historisch niedrig, das wäre natürlich eine gute Chance. Aber trotz der guten Chance muß man sich überlegen, ob man den hohen Kredit nimmt, denn trotz der Raten sollte man noch einigermaßen gut leben können, denn lange Jahre sehr sparsam leben, kann auch sehr müßig sein. Ich wünsche Euch eine gute Entscheidung.

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Da stelle ich schon einmal die Ausgangslage in Frage: Kein Vermieter kann einen Mieter so einfach rausschmeißen. Es gibt Gesetze und die sind einigermaßen streng. Der Vermieter will mit dem Verkauf der Wohnung ordentlich Kasse machen und das kann er nur, wenn die Wohnung leer ist. Vermietete Eigentumswohnungen lassen sich nämlich schwerer und vor allem nur mit Abschlägen im Vergleich zu bezugsfreien Wohnungen verkaufen. Wenn da jemand am längeren Hebel sitzt, dann ist es nicht der Vermieter, denn der müßte sein vermeintliches Recht in einem langen und mit zweifelhaften Erfolgsaussichten zu führenden Prozeß durchsetzen.

Ich würde mich daher zunächst einmal von dem Gedanken befreien, dass man die Wohnung kaufen muß. Zudem sollte man ggü dem jetzigen Vermieter alle Verhandlungsspielräume ausnutzen. Das betrifft sowohl die Höhe des Kaufpreises wie auch die Fälligkeit. Was spricht dagegen, den Vermieter an der Finanzierung zu beteiligen, indem man mit ihm vereinbart, einen Teil des Kaufpreises in Raten zu zahlen, unverzinst natürlich.

Ob man den Kauf überhaupt tätigen soll, hängt von den allgemeinen beruflichen und finanziellen Gegebenheiten ab. Mangels näherer Angaben läßt sich dazu nichts sagen. Das "Alter" der Eltern aber spricht nicht dagegen. Statisisch haben die noch 30 Jahre vor sich und anschließend freut Ihr Kinder Euch doch sicher über ein Erbe.

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Die Erpressung des Vermieters stinkt zum Himmel.

Jeder, der länger in einer guten Wohnung wohnt, fühlt sich darin wohl und möchte sie nicht verlassen.

Das darf aber nicht dazu führen, dass Ihr Euch erpressen lasst, und dass Ihr Euch in ein finanzielles Abenteuer stürzt, das doch ein ganzes Stück waghalsig ist.

Die Bedenken Eurer Mutter kann ich gut nachvollziehen. Vermutlich ist sie aus dem ersten gewaltigen Schrecken aufgewacht und fängt an, ganz rational zu denken.

Ihr würdet Euch also allesamt jahrzehntelang finanziell gebunden sehr einschränken in der Hoffnung, dass alles glatt geht. - Welch ein Stress! Und wenn es nicht glatt geht? Wenn das Schicksal dazwischenfunkt und aus welchen Gründen auch immer können die Raten nicht mehr gezahlt werden?

Wie hier schon empfohlen wird:

Setzt Euch mit dem Mieterbund in Verbindung und klärt die rechtliche Lage.

Und seht Euch um: Wer weiß, vielleicht wird ja sogar in Kürze in Eurer Nähe ein Haus angeboten, das zu Euren finanziellen Möglichkeiten gut passt und Euch dazu auch noch gefällt.

Mag Euer Haus auch noch so schön und gewohnt sein (wir Menschen sind ja Gewohnheitsviecher):

Mit jahrzehntelangem Stress fühlt es sich vermutlich nicht mehr so entspannt an.

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Ohne weitere umfassende Informationen zur finanziellen Leistungsfähigkeit der Eltern und/oder eventuellen Sicherheiten ist die Frage m. E. nicht seriös zu beantworten.

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Kommentar von Herzchen92
02.09.2012, 20:12

Okay, danke, war mir schon fast klar, dachte nur vll ist aufgrund des Alters schon davon abzuraten.

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Klingt nach einer handfesten Erpressung des Vermieters. Da dürftet ihr am längeren Hebel sitzen. Insofern wäre es hilfreich sich beim Mieterschutzbund zu erkundigen. Eine Wohnung kaufen zu müssen, bei den finanziellen Parametern halte ich für äußerst gewagt. Mein Tipp: Rechtslage über den Mieterschutzbund klären lassen. Auch eine Klage auf Eigenbedarf kann sich über Jahre hinwegziehen. Und ggfs kannst Du Dir ja auch noch einen Nebenjobs suchen, ggfs Bafög (wendige Parameter stimmen).

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Das sind verschiedene Dinge:

Falsch ist, dass euch euer Vermieter aus der Mietwohnung werden kann - Kann er nicht !!! Das Mietrecht ist auf eurer Seite - und auch eine neuer Eigentümer kann das nicht so einfach, eigentlich nur bei Eigenbedarf !

Falsch ist auch, das du mit 20 Jahren noch das Rundumsorglos Paket von deinen Eltern erwartest. Erwachsen werden, auszehen, und sich selber finanzieren, das ist der einzige Rat, den man dir geben kann.

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Kommentar von Herzchen92
02.09.2012, 20:10

Ja, wir haben noch 1/2 Jahr Zeit, aber das macht es nicht besser, weil meine Mutter jetzt fest der Meinung ist, dass es zu riskant ist. Ich habe mir schon überlegt auszuziehen, aber ich kann nichts finanzieren, keine Wohnung, keine Möbel, keine Nahrung.. Mein Studium wird Geld kosten und ich mache auch noch den Führerschein grad. Alles teuer irgendwie im Moment. Naja, trotzdem danke.

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