ist es richtig ,das ein Kredit der im Grundbuch eingetragen ist, abgelöst werden kann ,um einer anderen Bank den 1.Titel zu geben,um andere Kredite abzulösen?

3 Antworten

Nicht "Kredite" sind im Grundbuch eingetragen, sondern "Grundpfandrechte". Diese sind die Sicherheit für Kredite.

Wenn ein Kredit, für welchen als Sicherheit ein Grundpfandrecht (i.d.R. eine Grundschuld) eingetragen ist, abgelöst wird, dann ist diese Sicherhiet natürlich nicht mehr erforderlich und kann für einen anderen Kredit verwendet werden.

Aber nicht für eine beliebige Art von Kredit, sondern nur für "objektbezogene Kredite", also für Kauf, Neubau, Renovierung, genannt "Baufinanzierung".

Wesentlicher Unterschied ist, dass Baufinanzierungen wesentlich geringere Zinssätze und andere Laufzeitmöglichkeiten haben als "normale" Kredite, aber eben nur zweckbezogen vergeben werden.

Es funktioniert also nicht, z.B. einen Autokredit aufzunehmen und eine Grundschuld als Sicherheit zu bieten.

Falsche Aussage. Natürlich kann ich einer Bank eine Grundschuld, die nicht mehr valutiert ist, als Sicherheit anbieten, egal für was. Der Bank ist es ja egal, für was der Kredit verwendet wird, wenn nach Prüfung die Rückzahlung gesichert ist. Außerdem ist der Zinssatz günstiger. Eine bessere Sicherheit als eine Grundschuld, vielleicht sogar an 1. Rangstelle , kann die Bank nicht bekommen. Dagegen ist ein KFZ-Brief als Sicherheit ja ein Risiko. Deshalb verzichten ja ein Großteil der Banken bei KFZ-Finanzierung auf die Hinterlegung und Verpfändung des KFZ-Briefs , da die Verwaltung teuerer ist als das Risiko.

0
@JoachimWalter

Theoretisch richtig, aber in der Praxis wird so ein Ansinnen, die Grundschuld für andere Kredite zu verwenden, grundsätzlich abgelehnt.

Der Grund ist, dass im Falle der Kreditkündigung die Verwertung der Sicherheit mit übermässig hohem Aufwand verbunden ist und i.d.R. unverhältnismässig ist.

Die Bank müsste ja z.B. wegen eines drohenden Ausfalls von 20.000 € für ein finanziertes Fahrzeug über die Sicherheit "Grundschuld" eine komplette Objektvrsteigerung veranlassen.

0
@user2358

Nicht schon bei "drohendem Ausfall" , Objektversteigerung ist nur die letzte und abschließende Form der Forderungseintreibung und ist in der Praxis bei Privatdarlehen kaum erforderlich, da in 99,9% aller Fälle , wenn die Objektversteigerung droht, irgendeiner, wenn nicht der Schuldner, sondern z.B. jemand aus der Familie zahlt bevor die Objektversteigerung stattfindet oder das finanzierte Auto wird verkauft , Oder...Oder... .

Woher ich das weis: langjährige Berufserfahrung in der Kreditgewährung bei einer Bank.

0

Leider fehlt eine Beschreibung des Sachverhaltes, um genau zu verstehen, um was es bei dieser Frage geht.

Daher mein Tipp: Frag mal den Kreditgeber, dessen Kredit momentan per Grundschuld im Grundbuch besichert ist, ob und unter welchen Umständen er mit der Ablösung einverstanden ist.

Es geht nicht um den 1. Titel, sondern um den 1. Rang im Grundbuch, den gibt ein Kreditnehmer nur auf, wenn seine Kreditforderungen erfüllt worden sind oder wenn er auf andere gleichwertige Sicherheiten zurückgreifen kann.

den gibt ein Kreditnehmer nur auf

Korrektur: Kreditgeber

1

Kredite werden nicht im Grundbuch eingetragen, sondern Grundpfandrechte zur Absicherung von Krediten.

Ganz klar kann man ein solches Grundpfandrecht nach Tilgung eines Darlehens zur Absicherung anderer Kredite verwenden.

Kann es sein, dass Du etwas ganz Konkretes fragen willst und uns das nicht mitteilst?

Was möchtest Du wissen?