Ist es erlaubt, daß Mitarbeiterin sich krankmeldet, aber ihren Minijob ausübt?

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wenn man krank geschrieben ist, ist man nicht ans Bett gefesselt. Tätigkeiten, die die Genesung unterstützen, sind erlaubt und rechtfertigen keine (fristlose) Kündigung.

Ich kann mir nun schwer eine Konstellation vorstellen, die den einen Job nicht möglich macht, den anderen schon, wenn man krank ist. Ein Fall könnte jedoch sein: allergische Reaktionen aufgrund von Substanzen im Friseursalon.

Man müsste nun genau den Fall betrachten, warum Friseursalon nein, Minijob ja.

Auf jeden Fall sollte man bei einer Krankschreibung mit Konflikten rechnen, wenn denn bekannt wird, dass der Minijob ausgeübt wird.

Wer krankgeschrieben ist und seinen Hauptjob nicht ausüben kannst, sollte auch den Nebenjob ruhen lassen.

Eine Krankschreibung gilt berufsübergreifend. Es gibt jedoch die Ausnahme, dass man seinen Nebenjob ausüben kann, wenn er den Heilungsprozess nicht beeinträchtigt.

Wenn man sich das Bein gebrochen hat und deswegen nicht als Friseurin arbeiten kann, ist es trotzdem legitim an der Kasse sitzend, Eintrittskarten zu verkaufen.

Das >Arbeitsrecht sieht das etwas anders. Wenn der Minijob an der Kasse nicht die Genesung gefährdet, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Man kann aber immer noch den MDK informieren, der dann die Krankschreibung überprüft. Stellt sich heraus , die Krankheit war nur vorgetäuscht, kann man das Vertrauensverhältnis als zerrüttet ansehen und die Kündigung aussprechen.

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