Ist eine Zahlungserinnerung bereits eine Mahnung?

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Früher gab es eine Zahlungserinnerung, dann eine Mahnung und dann war noch eine Mahnung mit Fristsetzung nötig als Voraussetzung zum Erlass eines Mahnbescheides. Das ist Schnee von gestern, mittlerweilen ist die Fristsetzung bereits auf der Rechnung angegeben, nämlich zahlbar dann und dann oder aber Fälligkeit binnen 14 Tagen oder gar Fälligkeit sofort. Insofern kann bei Verzug natürlich eine Mahngebühr verlangt werden, indes wird dies Niemand machen, denn dies wird vom Kunden als unkulant bemerkt und führt i.d.R. nicht zu weiteren Geschäftsbeziehungen. Desweiteren wird von den Gemahnten die Gebühr einfach nicht mitüberwiesen. Dies geltend zu machen, ist so ziemlich jedem Betrieb zu blöd. Also wird zuerst freundlich gemahnt ( = erinnert ), dann kommt die zweite Mahnung, in der Regel mit Gebühr, die aber trotzdem nicht mitbezahlt wird :-) . Kommt es allerdings zum Mahnbescheid, weil der Nichtzahler den Bogen überspannt, dann werden die Mahngebühren in den Bescheid mit einfließen, und bei berechtigter Mahnung auch hereingeholt.

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