Ist eine Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeit-Regelungen sinnvoll oder reichen die geltenden Regelungen völlig aus?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Diese vom Handwerk geforderte Regelung ist höchst problematisch, da damit dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Zudem entsteht hier die Problematik mit dem Wegeunfall, denn die Versicherungen werden dann immer ein Argument bekommen, der Arbeiter war nach einem langen Schaffenstag nicht mehr verkehrstüchtig. Auch zum Schutz der Arbeitnehmer ist eine tägliche Obergrenze der Arbeitszeit sehr wohl erforderlich und engt die Gestaltungsmöglichkeit der Arbeitgeber nicht über Gebühr ein.

Sorgt doch auf beiden Seiten (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) für Flexibilität.

Gut, ich habe das Problem auch in meiner Zeit als Angestellter nie gekannt. Ich hatte ein Leistungsbezogenes Gehalt (Prozente vom Umsatz) und kein Mensch hat sich darum gekümmert, wieviel Zeit ich brauchte, um das zu erarbeiten, aber soweit das auf dem jeweiligen Arbeitsplatz möglich ist, würde ich dieses Recht jedem Arbeitnehmer zugestehen wollen.

Leider ist so, daß diese Flexibilität dann meistens von den Arbeitgebern den Arbeitnehmern aufgezwungen wird.

Ich kenne einen Fall von einer großen Bekleidungshandelskette.

Diese bot eine voll flexible Arbeitszeit an und natürlich nur diese.

Arbeitszeit 10 - 40 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeiten wurden am Mittwoch für die nächste Woche dem AN mitgeteilt, wann er anzutreten hatte. Mitspracherecht gab es nicht, höchstens durch Tausch von Arbeitszeiten mit anderen MA in Ausnahmefällen.

Ich kenne nicht viele Leute, denen 10 Stunden Arbeitszeit/Tag zu wenig ist.

Urlaubsanspruch Minijobber?

Minijobler arbeitet unregelmäßig und der Arbeitgeber hat zur Berechnung des Urlaubsanspruchs die letzten 3 Monate herangezogen bzw. die letzten 13 Wochen. Bei diesem Minijobler ist es aber so, dass er sehr unregelmäßig arbeitet. Oft einige Monate sehr viel und in anderen Monaten sehr wenig. Somit sind die letzten 3 Monate für den Minijobler sehr unvorteilhaft.

Im Netz habe ich das hier gefunden:

"Urlaubsanspruch Aushilfe: Die praktische Berechnung

Falls Sie ein Abrufarbeitsverhältnis vereinbart haben oder Ihre Teilzeitkraft sogar selbst entscheiden kann, ob und wann sie arbeitet, führen Sie eine Durchschnittsberechnungdurch. Sie ermitteln, an wie vielen Arbeitstagen Ihre Teilzeitkraft tatsächlich pro Woche gearbeitet hat.

In der Regel sollten Sie eine Berechnung anhand der letzten 13 Wochen durchführen. Dieser Zeitraum gilt nämlich auch für die Errechnung des Urlaubsentgelts. Wenn die Arbeitszeiten allerdings sehr unregelmäßig sind, müssen Sie unter Umständen sogar das gesamte letzte Jahr berechnen." https://www.wirtschaftswissen.de/personal-arbeitsrecht/gehalt-lohn/geringfuegige-beschaeftigung/so-berechnen-sie-den-urlaubsanspruch-ihrer-aushilfen/

In dem Fall wäre es eine deutliche Abweichung, wenn das letzte Jahr und nicht nur die letzten 3 Monate berücksichtigt werden. Gibt es eine entsprechende Rechtsgundlage, ein Urteil oder ähnliches, welches dem Artikel entspricht oder ist der Artikel einfach Mist?

Im weiteren wurde im Jahr 2016 kein Urlaub gewährt (es wurde auch nicht danach gefragt) Kann man diesem Urlaub noch geltend machen?

Vielen Dank im voraus.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?