Ist eine Kombination aus Festgeld und Investmentfonds eine gute Geldanlage?

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Es gibt verschiedene Banken, die Festgeld in Kombination mit Fonds anbieten. Meist sind die Fonds, die von Anfang an definiert sind, jedoch nicht unbedingt die besten Investments oder man ist durch die Haltedauer gebunden, da keine vorzeitige Veräußerung möglich ist.

Steckst Du also in einen Fonds 50% des Kapitals und kann dieser vielleicht nach einem Jahr bei +/-10% stehen, während die Festgeldanlage mit den anderen 50% ungefähr 2% vor Steuer liefert, so hast Du insgesamt eine Rendite von -4% bis +6% vor Steuern. Nach Steuern sieht es so aus, daß die 2% auf jeden Fall mit Abgeltungssteuer belegt werden, d.h. es bleiben nur ca. +1,5%. Die +/-10% werden so zu -10% bis +7,4%. Die ganze Anlage wird also bei -4,2% bis ca. +4,4% liegen.

Das ist also weder eine sehr sichere Geldanlage, noch eine Anlage mit hohen Zinsen, denn es gibt auch ein Verlustrisiko.

Würdest Du einen Fonds mit einem Hebelprodukt absichern, so wäre Dein Verlust begrenzt, während man den Gewinn des Fonds gemindert um die Prämie für die Absicherung als Gewinn der Anlage hat. Dabei wäre also das Ergebnis mit z.B. -0,5% bis +4,5% zwar auf der Gewinnseite auch nicht viel höher als die vorgenannte Mischung, aber das Verlustrisiko ist deutlich eingeschränkter.

Daher: von solchen Anlageformen halte ich wenig, zumal oft die bankeigenen Fonds beworben werden, die nicht gerade die besten Performer sind und sogar noch 3-5% Ausgabeaufschlag kosten. Ausgabeaufschläge habe ich oben in der Rechnung mal ignoriert. Man sollte sich lieber überlegen, was man genau wie investieren will, und dann passend einen Portfolio zusammenstellen (lassen). Das ist langfristig nachhaltiger.

Solche Modelle gibt es schon lange am Markt und man sollte wirklich ganz genau hinschauen, ob nicht der Vorteil überwiegend bei der Bank liegt: Investmentfonds bekommt man bei Direktbanken ohne Ausgabeaufschlag. Bei diesen Kombimodellen aber ist es üblich, dass man den vollen ungekürzten Ausgabeaufschlag zu zahlen hat. Da entschädigt dann auch der hohe Zins für die Festgeldanlage nicht und zwar schon deswegen nicht, weil die Anlagedauer des Festgelds meist recht kurz ist.

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DH - "ob nicht der Vorteil bei der Bank liegt..." - nein, nicht "ob", sondern er liegt! Das sind nicht anderes als "Lockvogelangebote" - Finger weg, die schwachen und teuren Fonds subventionieren den Festgeldzins. Besser: Selber gute Fonds auswählen (ggf. mit Beratung) und selber ein gutes Festgeld auswählen, z.B. bei FMH.de

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Bei diesen Kombimodellen aber ist es üblich, dass man den vollen ungekürzten Ausgabeaufschlag zu zahlen hat.

Sehe ich auch so! Mit diesem normalen Ausgabeaufschlag wird zusätzlich der Zinssatz für die Festgeldanlage subventioniert. Der Sparer belohnt sich also selber, ohne es zu merken. Wenn er es merken würde, dann würde er Abstand nehmen von diesem Kombimodell, das ihn zugleich noch in seiner Disposistionsfreiheit einschränkt.

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Dabei muss man besonders darauf achten, dass der Ausgabeaufschlag, den man für den Fonds bezahlt nicht die Rendite auffrisst, die man erzielt. Der Ausgabeaufschlag und die Verwaltungskosten von Fonds können die zusätzliche Rendite sofort wieder verschlingen. Der einzige, der dabei verdient, ist die Bank.

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Dabei muss man besonders darauf achten, dass der Ausgabeaufschlag, den man für den Fonds bezahlt nicht die Rendite auffrisst, die man erzielt. Der Ausgabeaufschlag und die Verwaltungskosten von Fonds können die zusätzliche Rendite sofort wieder verschlingen.

Wie sollte das denn geschehen??? Sorry aber solch ein Unsinn habe ich noch nie gehört. Der AA wird einmal fällig. Ein guter Fonds hat den mindestens im ersten Jahr verdient. Die Verwaltungsgebühr ist in der ausgewiesenen Rendite schon abgezogen. Wenn der Fonds 6 - 8 % Performance hat, sind die Kosten schon bezahlt.

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