Ist eine Geldanlage in Fonds oder in einen Fondssparplan besser?

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7 Antworten

Es gibt zwei wesentliche Fragen:

  • Benötigst Du das "bisschen Geld" kurzfristig wieder oder kann das längerfristig gebunden bleiben?

  • Was ist "ein bisschen Geld" in einer gewissen Größenordnung?

Der erste Punkt betrifft die Frage nach dem Aufbau eines Tagesgeldpuffers für die kurzfristige Liquidität, die jeweils bei Überschreiten einer gewissen Grenze dann in Portionen in Fonds umgeschichtet wird bzw. einen Fondssparplan füttert.

Der zweite Punkt betrifft die Frage, wie viele bzw. welche Einzelfonds hier wirklich sinnvoll sind. Bei einem kleinen Volumen lohnt es sich nicht, über eine Verteilung nachzudenken, sondern eher in den ersten 6-12 Monaten z.B. den Einmalbetrag als höheren Sparbetrag für den Sparplan zu nutzen. Bei 50.000 EUR und mehr würde man Positionen aufteilen und in Tranchen anlegen.

Der Kern Deiner Frage ist nun der Vergleich zweier Szenarien:

  • Sparen auf ein Tagesgeldkonto und Erwerb größerer Fondspositionen (z.B. in Tranchen von 1.000-2.000 EUR)

  • Sparen in einen Fondssparplan mit ca. 100 EUR p.m.

Hier dürfte das zweite Szenario günstiger sein, denn es mittelt über die Zeit hinweg die volatilen Kurse von Fonds. Ich würde aus dem Sparplan aus diesem Grunde auch durchaus zwei Sparpläne zu 50 EUR (z.B. bei ING-Diba) oder vier zu 25 EUR (z.B. bei comdirect) machen, um in einer Marktphase mit hoher Volatilität zeitlich zu fächern. Bei den zwei oder vier Sparplänen stellt sich dann auch ggf. die Frage, ob das der gleiche Fonds ist, oder ob hier vielleicht zwei oder mehr Fonds bespart werden.

In erster Linie hängt dies von deiner persönlichen Situation ab, u.a. wie lang dein Anlage-Horizont ist. Allgemein gab es zu dieser Frage in den letzten Jahren diverse wissenschaftliche Streitgespräche und Studien. Siehe z.B. hier: http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?t=2638&postdays=0&postorder=asc&highlight=suboptimal&start=0 Titel: Studie der Uni Mannheim: der Cost-Average-Effekt (also Fondssparpläne) ist suboptimal

Fonds finde ich eine gute Sache, um Vermögen langfristig aufzubauen. Aber bitte beachte die Priorität und sorge für ein ausreichendes Finanzpolster in Form von Tagesgeld, um nicht Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt werkaufen zu müssen: Sind die wesentlichen Risiken (KV, prv.HP, BU, ggf.bAV) abgesichert und Reserven (Tagesgeld) vorhanden, steht aus meiner Sicht die Anlage in Fonds auf dem Plan. Wichtig ist dass das in Fonds investierte Geld die nächsten x Jahre NICHT benötigt wird

Hier kann man entweder ein bischen zocken und versuchen selbt günstige Einstiegszeitpunkte zu finden oder sich den stress ersparen und in Fondssparpläne investieren. Diese gibt es zum Teil auch ganz ohne Ausgabeaufschlag und je nach Bank ab 25€ oder 50€ im Monat/Quartal. Meistens ist zumindest ein reduzierter Aufschlag drin (zumindest zahle ich nirgends den vollen Ausgabeaufschlag :)).

Daher würde ich an Deiner Stelle erstmal mir ein paar interessante+gute Fonds raussuchen und danach mit dann eine passendes Depot suchen, die diese Fonds als Sparplan mit möglichst 50% (oder gar 100%) Rabatt anbieten.

PS/TIPP: Zum üben sind Demo-Depots zu empfehlen, in dem man einfach mal seine Strategie ausprobieren kann ohne echtes Geld zu investieren.

sorry, aber pauschal so nicht zu beantworten !! Da wir weder den Zeitraum deiner geplanten Anlage kennen, noch deine persönliche Situation oder deine Risikobereitschaft, kann hier eigentlich nur eine falsche Empfehlung rauskommen. Lass dich von einem unabhängigen Finanzberater bzw. Finanz- und Versicherungsmakler beraten, nach einer gründlichen Analyse bekommst du garantiert vernünftige Empfehlungen.... Grüße vom Querkopf

Grundsätzlich kann man beides machen auch paralell. Was aber für dich das richtige ist, kann nur in einem längeren Beratungsgespräch geklärt werden.

Folgende Fragen sind dabei zu beantworten.

  1. Was ist das Ziel der Anlage?
  2. Wie ist der geplanter Anlagezeitraum?
  3. Welchen Anteil am übrigen Vermögen hätte die neue Anlage?
  4. Wie ist das persönliche Verhältnis Chance und Risiko?

Ich würde beides machen. Zum einem auf ein Tagesgeldkonto eine Reserve ansparen und einen Fondsparplan einrichten. Wann der günstigste Zeitpunkt zum Einstieg ist wissen wir ja nicht. Es kann noch gut 1000 Punkte tiefer gehen im Dax, daher im Moment keine Einmalanlage wagen.

Aufteilung: Tagesgeldkonto + Fondssparplan. Um Kosten zu sparen solltest Du die Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Am günstigsten sind Online-Fondsshops, da diese die Fonds mit 100% Kaufrabatt anbieten. Über solch einen Fondsvermittler richtest Du ein Fondsdepot ein und kannst bequem online dein Fondssparplan einrichten und jederzeit ändern oder kündigen. Ich habe mein Tagesgeldkonto bei ING DIBA und mein Fondsparplan bei profinance-direkt.de eingerichtet. Dort werden alle Fonds ohne Agio angeboten, Fondssparen ist ab 25 € mtl. möglich und der Service ist Top. Außerdem setzt du dich dort mit der Aktion handle-fair automatisch für einen guten Zweck ein.

Und immer wieder der nette Rat, möglichst kostenlos und ohne Aufwand ein Online-Depot zu eröffnen. Wie viele Kunden ohne Ahnung von Fonds müssen eigentlich noch Geld in den Sand setzen, bevor sich die Ansicht endlich durchsetzt, dass der Ausgabeaufschlag für einen Berater nur ein Teil dessen ist, was man mit der schlechten und nicht-fachmännischen Auswahl von Fonds an Rendite oder im schlimmsten Fall an Depotwert einbüßen kann.

Diese Online-Depots sind für Kunden gedacht, die sich mit der Materie auskennen und keinen Berater brauchen. Diese Depots sollen nicht für Kunden sein, die glauben, ohne AA ein Schnäppchen an gestandenen und teuren Beratern vorbei zu machen. Ich überlass doch mein Auto auch keinem Polen, der kostenlos am Wegrand steht und brings zum Fachmann in die Werkstatt ! Die wenigsten Kunden haben eine Kfz-Ausbildung ;-)

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