Ist eine Bundesobligation mit AAA eine sichere Geldanlage?

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Bundesobligationen, wenn sie denn von der Bundesrepublik Deutschland sind, sind als sicher anzusehen, weil der deutsche Staat eben das letzte ist, was in Deutschland eingehen wird.

Also wer etwas festverzinsliches sucht, wird auf dem Gebiet nichts sichereres finden.

In Bundesobligationen udn andere Papiere der öffentlichen Hand dürfen Treuhänder das Geld investieren, was ihnen zur Aufbewahrung übergeben wurde. Daher nennt man diese Papiere auch "mündelsicher."

Sicher sind diese Anlagen durchaus und zwar in dem Sinne, daß die Kuponzahlungen erfolgen werden und die Nominale am Laufzeitende zurückgezahlt wird.

Allerdings sind die Kupons sehr gering und muß ja versteuert werden, so daß man unter dem Strich per Inflation ca. 0,5-2% p.a. verliert. Bei einer Laufzeit von 4-5 Jahren ist das deutlich!

Weiterhin solltest Du beachten, daß der Direktverkauf von Bundesschuldpapieren an Privatanleger mit diesem Jahr eingestellt wurde, d.h. einen Primärmarkt gibt es effektiv nur noch für institutionelle Anleger. Man wird am Sekundärmarkt (über die Börse) daher mit Aufschlägen (Kursen über 100%) und Transaktionskosten rechnen müssen, die die Mini-Rendite noch weiter schmälern.

Daher ist aus meiner Sicht das überhaupt keine sinnvolle Option als Anlage für harmlose Privatanleger, sondern ein Verlustbringer. Sicherheit ist etwas anderes.

Wenn Du Sicherheit haben möchtest, wirst Du eine Anlageform suchen, die nach Steuern und Inflation die Kaufkraft erhält, d.h. brutto so um die 3% Ertrag bringen muß. Das wären beispielsweise Immobilienfonds, konservative Mischfonds oder - wie wir erst kürzlich hier hatten - VR-Bank Genossenschaftsanteile, bzw. auch eine Mischung davon und von anderen Instrumenten - abhängig vom Anlagevolumen. Schau doch mal, wie große Universitäten in USA ihre Vermögen verwalten und damit sehr deutlich über den genannten 3% Rendite erzielen. Das sind keine US-Staatsanleihen, sondern im Kern Aktien, Beteiligungen und Unternehmensanleihen.

"Konservativ" und "risikoaversiv" sollte nicht mit dummen Investments gleichgesetzt werden, nur weil die Bonität von Schuldnern suggeriert, daß die Ausfallswahrscheinlichkeit praktisch Null ist, aber effektiv Verluste entstehen. "Konservativ", "risikoaversiv" und "sicher" bedeuten mittel- bis langfristigen Kaufkrafterhalt und ggf. eine positive Rendite nach Steuern und Inflation.

sichere Geldvernichtung....Bei einer Rendite von unter 1 Prozent und einer Inflation von 1.3 Prozent verlierst Du sicher eins, nämlich Kaufkraft!

Geldanlage - Anfänger - "Geführtes Depot"?

Hallo zusammen,

ich bin ein nahe zu kompletter Anfänger wenn es um Geldanlagen geht und würde euch gerne um eure Hilfe bitten. Es geht darum, dass ich eine große Summe anlegen möchte, mir jedoch über die Möglichkeiten die es gibt, bzw. welche in meinem Fall die besten wären unklar bin. Momentan lagert das Geld auf diversen Tagesgeldkonten bei rund 1,5 - 2 %. Ich habe kein Interesse selbst in das Aktiengeschäft/Sonstige Geschäfte einzusteigen, sondern würde viel lieber eine relativ "sichere", von "Profis geführte" Geldanlage bevorzugen, wo ein paar Kosten für mich entstehen, aber jedoch unterm Strich mehr bei rum kommt als beim Tagesgeld und das möglichst sicher - ich bin mir bewusst, dass es hier keine so große Sicherheit gibt wie beim Tagesgeld, aber es gibt doch Unterschiede in der Art der Risiken und ich würde die niedrigen Risiken bevorzugen. Am liebsten wäre mir etwas in der Art was folgende Anforderungen erfüllt:

  • Keine feste Laufzeit, falls das überhaupt möglich ist. Wahrscheinlich wird es auf eine Anlage zwischen 5 - 15 Jahren hinauslaufen, aber man weiß ja nie was so kommt, deswegen wär es mir ganz wichtig, dass man es zu jeder Zeit auflösen könnte.
  • Eine Rendite zwischen von rund 5 %, also nichts hochspekulatives, sondern etwas mit einer gewissen Sicherheit.
  • Ganz wichtig dabei ist mir noch, dass es von jemandem geführt wird, dem man "vertrauen" kann und der sich an die tagtäglichen Änderungen anpasst, so dass ich selbst nur den "Kontostand" überprüfen muss und sich jemand anders um den Rest kümmert.

Ist so etwas möglich? Mir kommen jetzt spontan irgendwelche geführten Depots von großen Anbietern wie Allianz, usw. in den Sinn, allerdings hab ich kein weiteres Wissen dadrüber, inwiefern das eine gute Idee wär. Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen.

Vielen Dank!

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