Ist ein Zuverdienst oder eine zusätzliche Berufstätigkeit bei gezahlter BU-Rente möglich?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Die neue Berufstätigkeit darf die bisherige "Lebensstellung" nicht erreichen. Die meisten Versicherer legen hierfür wesentlich auch das neue Einkommen zugrunde. Wenn dieses 70-80% des früheren Einkommens übersteigt, dann ist die BU-Rente gefährdet. Vgl. auch im u.g. Franke & Bornberg-Link unter "Lebensstellung".

Die Lebensstellung definiert sich durch das berufliche Einkommen und die soziale Wertschätzung des früheren Berufes. Nach meiner Einschätzung wären Ambulanz oder Sprechstundenschwester vergleichbar bzgl. "Wertschätzung", so dass ich eine Einkommensgrenze sehen würde bei ca. 70%.

Es ist aber unbedingt notwendig, den Versicherer vor der Aufnahme der neuen Tätigkeit zu einer verbindlichen Mitteilung aufzufordern. Ich empfehle, die Einschaltung eines Fachanwaltes für Versicherungsrecht anzudrohen, wenn keine verbindliche Auskunft durch den Versicherer erteilt wird.

http://www.finanzfrage.net/tipp/-berufsunfaehigkeitsversicherung---welche-kriterien-sind-wichtig-hinzuverdienstgrenze

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hinzuverdienst bei BU-Rente, das sag ich nur: Vorsicht ist geboten. In Deinem BU-Rentenbescheid sind die Höhen des HInzuverdienstes angegeben, wenn Du als Krankenschwester berufsunfähig bist, würde ich mir auf KEINEN FALL auf diesem Gebiet einen Job suchen, es sei denn Du willst di Rente gefährden, denn wenn Du einen Job findest, wo man Deine Einschränkungen berücksichtigen kann, könntest den ja auch ohne Rente machen, dann wärst eigentlich nicht berufs-unfähig. Wenn Du als Büroaushilfe arbeitest oder als EDV-Fachkraft oder als Museumswärter, dann wäre es was anderes. Mein Rat: klär die geplante Beschäftigung auf jeden Fall VORHER mit der Rentenversicheurng ab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das steht in Deinen Bedingungen.

Normalerweise ist ein Hinzuverdienst, egal wie hoch, unschädlich. Selbst wenn man mit Rente und Hinzuverdienst mehr bekommt als vorher. Wenn man allerdings dauerhaft einen neuen Beruf ausübt, der bezüglich Einkommen und Ansehen mit dem alten vergleichbar oder gar besser ist, kann die Versicherung die Leistung einstellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von barmer
28.03.2013, 13:40

(sog. konkrete Verweisung)

Es gibt auch Verträge, bei denen abstrakt verwiesen werden kann. Dafür reicht es, wenn die Versicherung meint, man könnte einen vergleichbaren Beruf ausüben.

0

Das lässt sich nur anhand der AVB der BU Versicherung klären, bzw welche Regelungen zur Verweisung bzw zum ausgeübten Beruf getroffen werden. Die Legaldefinition zum Thema BU finden sich im § 172 VVG.

http://dejure.org/gesetze/VVG/172.html

Prinzipiell spricht nichts gegen einen Hinzuverdienst -aber: jede Police ist anders gestrickt. Entweder beauftragen Sie ihren Vermittler das zu klären oder beauftragen einen Versicherungsberater.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von alfalfa
28.03.2013, 23:50

Ergänzung: bezieht sich nicht automatisch auf Altverträge! Muss geprüft werden, welche Legaldefinition gilt.

1

In der Regel darf die neu ausgeübte Tätigkeit deiner bisherigen Lebensstellung nicht höher gestellt sein.Wenn Du als bisherige Op-Schwester nun die Tätigkeit einer Sprechstundenhilfe ausüben würdest wäre das der Fall.

Zum Monatlichen Einkommen:

manche Versicherer setzen fest das der Zuverdienst 70% bis 80% deines letzten Einkommens nicht überschreiten darf, bei anderen hingegen ist es unrelevant wieviel du dazuverdienst. Das ist eben von Versicherer zu Versicherer anders.

Um auf der sicheren Seite zu sein, ruf nochmal bei deiner Versicherung an oder bitte schriftlich um Auskunft. Eigentlich dürfen diese Dir die Information nicht verwehren, warum das beim erstenmal der Fall war... ? Sei hartnäckig und bleib am Ball.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von alfalfa
28.03.2013, 23:47

Ja und nein. Jede Police hat andere Definitionen. Auch kommt es auf den Zeitpunkt an welche Legaldefinition gilt. Vor oder nach 2008. Nachfragen und rechtssichere Aussagen anfordern: Ja! Das heißt aber auch die richtigen Fragen zu stellen.

Nur bezweifele ich, das das ohne sachkundige Hilfe geht.

1

Was möchtest Du wissen?