Ist ein langfristiges Darlehen bilanziell und ggü. von Banken als eigenkapitalersetzend beschreibar

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3 Antworten

das ist nicht so einfach zu beantworten. Nicht jede Bank, nicht jedes Rating würde so ein Darlehen als eigenkapitalersetzend sehen.

Ich sehe keinen Zusammenhang mit der Laufzeit bei dem Thema.

Ich kenne aus der Praxis nur folgende Fälle, die Darlehen als EK-ersetzend sehen:

  • expliziter Rangrücktritt des Kapitalgebers.
  • Mezzanninefinanzierungen
  • nachrangige Darlehen
  • Genusscheine, die auch am Verlust teilhaben

Somit ist die Frage, wie der Darlehensvertrag gestaltet ist. Ein "normales" Darlehen zählt als Fremdkapital.


Tipp: mit der Bank reden, wie man das Problem lösen kann. Man sollte jedoch vorsichtig mit Rangrücktritt sein. Das kann teuer werden.

Leider steht nicht da, um was für einen Sachverhalt es geht. Deshalb kann ich nur raten.
 
Du bist Gesellschafter einer GmbH und hast privat bei einer Bank ein Darlehen aufgenommen, und phasengleich deiner Gesellschaft ein ebensolches Darlehen gewährt. Sowas ist beispielsweise typisch für Existenzgründerdarlehen (KfW, Microkredite usw.).
 
Nun ist die GmbH in der Krise und du lässt das Darlehen stehen, um die Situation der GmbH nicht weiter zu verschärfen.
 
Dann hast du ein eigenkapitalersetzendes Darlehen, jedochn nur in Höhe des werthaltigen Teils.

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