Ist ein infolge der Finanzkrise eingetretener Totalverlust von Kapitalvermögen steuerlich absetzbar?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

ich denke nicht wie unten beschrieben wird.

mehr unter:frag-steuertipps.de

Aus § 20 EStG ergibt sich die Steuerpflicht von verschiedenen Kapitalerträgen. Es müsste sich also für eine Berücksichtung des Verlustes bei § 20 EStG um sogenannte negative Einnahmen handeln, um einen Verlust geltend zu machen. Dies ist wohl zu verneinen. Wie auch das Finanzamt zutreffend ausgeführt hat, handelt es sich bei dem Wegfall der Substanz, die zwar Voraussetzung für die Einkunftserzielung darstellt, nicht um einen Verlust, der im Rahmen dieser Vorschrift geltend gemacht werden kann. Das Finanzamt hat insoweit leider Recht mit den gemachten Ausführungen.

Eine Überprüfung der Rechtslage hat allerdings ergeben, dass auch eine Berücksichtigung des Verlustes im Rahmen von privaten Veräußerungsgeschäften gemäß § 23 EStG nicht in Betracht kommt. Zunächst wäre bereits die Spekulationsfrist abgelaufen, die ein Jahr beträgt. Dies entnehmen wir dem Umstand, dass SIe in den Vorjahren steuerpflichtige Erträge erzielt haben.

hier sind mehr infos dazu:www.kanzleimitte.de/lehman-brothers---beratungspool-_330.html

  1. Beratungsverschulden der Banken:

Nach Auswertung der bislang in dem Beratungspool der Kanzlei Justus eingegangen Anlegerinformationen ergeben sich folgende Beratungsmängel der beratenden Banken:

* Das Lehman Brothers Zertifikat wurde trotz der bekannten Bankenkrise überwiegend als 100% sicher Geldanlage angepriesen.
* Weder die Berater noch die vorliegenden Werbebroschüren oder Prospekte klären über die Gefahr des eingetretenen Totalverlustes bei Insolvenz des Bankhauses Lehman oder ihrer Tochtergesellschaften auf.
* Kein Bankberater hat über die von dem Emittenten (Herausgeber) Lehman Brothers erhaltenen Provisionen und deren Höhe aufgeklärt.
* Trotz erkennbarer Verschlechterung der Vermögenssituation des Bankhauses  Lehman Brothers und drohender Insolvenz haben die Banken Warnhinweise unterlassen oder gar verharmlost.
* unterlassene Aufklärung üder fehlende Einlagensicherung

Das Problem ist, das so ein Papier, wie ein Zertifikat eine Kapitalforderung ist. diese zu verlieren ist ein Vermögensverlust. Der hat keine steuerliche Auswirkung.

Anders wäre das, wenn einer seine unternehmerische Beteiligung, eine Kommanditeinlage verliert. Die Verluste sind abzugsfähig, weil sie ja eben eine unternehmerische Beteiligung darstellen udn gem. § 15 EStG der Einkommensteuer unterliegen udn icht gem. § 20 EStG.

Was möchtest Du wissen?