Ist ein Haus, wenn am Tag der Eheschließung erworben, Anfangsvermögen?

4 Antworten

Die Frage ist um eine Angabe unvollständig, wer gab die ca. 100.000,- die aus dem Vermögen gezahlt wurden?

Kaufpreis 240.000,- - 139.000,- Bankdarlehen = 101.000,- müssen von woanders gekommen sein.

Wenn der Ehemann Geld dazugegeben hat, wäre das dann eine Schenkung an die frisch Angetraute (übrigens ein stressiger Tag, zwischen Standesamt und Feier noch ein Notartermin).

Das Geld was die jeweils in den kauf eingebracht haben, ist auf jeden Fall Anfangsvermögen.

Ausserdem haben die beiden es geschafft schon am ersten Tag der Ehe eine Grund für Streitigkeiten im Falle von Scheidung, oder späterem Vererben zu legen. "Es ist mein Haus" "Aber ich habe den Kredit (teilweise) getilgt."

Schade, dass das Haus nicht bar bezahlt wurde, dann wäre es einfach. Dann wäre es Anfangsvermögen. Denn in diesem Falle wäre es ja gleichgültig, ob das Vermögen der Frau nun in 240.000 Euro oder in 1 Haus besteht.

Hier ist aber was anderes maßgeblich: Der Ehemann zahlt für ein Haus, welches ihm nicht gehört. Er schenkt auf Dauer also seiner Frau ein halbes Haus. Und damit ist das Haus m.E. Anfangsvermögen.

Im Fall des Zugewinnausgleichs bei Scheidung: Ist die Immobilie Anfangsvermögen? Oder ist sie während der Ehe erworben?

Sowohl als auch. Denn der Zugewinn berechnet sich für jeden der Scheidungswilligen nach der Differenz seines Endvermögens (Haus) mit Stichtag Zugang des Scheidungsantrags zu dem, was er am Tag der standesamtl. Eheschließung besaß (Geld) oder danach durch Erbe hinzugewann.

Die Hälfte der Differenz beider Zugewinne bekäme derjenige, der weniger Zugewinn erzielte.

Da sich Vermögenswerte durch Kaufkraftverlust, Immobilienwert usw. ändern, kommt für die Eigenheimbesitzerin eine mehr oder weniger geringe Differenz beider Vermögen heraus, die i. d. R. vernachlässigbar gering keine nennenswerten Auswirkung auf ihren Zugewinn haben.

G imager761

Vermögensausgleich - Mann rechnet sich "arm"

Eine Bekannte von mir steht kurz vor der Scheidung. Ihr Noch-Ehemann ist sehr gut verdienend, sie hat in der Ehe nicht gearbeitet. Nun hat er eine Erklärung zum Vermögensausgleich abgegeben. Ergebnis: Sein Anfangsvermögen ist durch geschickte Manipulationen weitaus höher als sein Endvermögen zum Zeitpunkt der Trennung.

Die Eheleute haben beide äußerst sparsam in der Ehe gelebt, keine großen Anschaffungen getätigt. Luxusleben Fehlanzeige.

Der Mann hatte über viele Jahre das Online-Sparkonto seiner alten Mutter verwaltet und hauptsächlich sein eigenes Geld auf ihrem Konto angelegt, um Zinsertragssteuer zu sparen. Die Mutter ist inzwischen seit mehreren Jahren verstorben, das Online-Konto wurde aber von ihm weiter zu diesen Zwecken genutzt. Nun argumentiert der Mann, er habe vorgezogenes Erbe seiner Mutter erhalten, was dem Anfangsvermögen zuzurechnen sei. Eine während der Ehe geerbte Immobilie von der Mutter hat er stattdessen nicht angegeben. Die Mutter kann zu dieser Angelegenheit nicht befragt werden, weil sie ja verstorben ist. Andere Angehörige, die dazu etwas sagen könnten, gibt es nicht.

Die Ehefrau ist mittlerweile ziemlich mittellos und kann keinen Finanzexperten oder Wirtschaftsdetektiv bezahlen, der diesen Machenschaften auf den Grund geht. Sie weiß, daß es so war, aber sie kann die finanziellen Transaktionen nicht durch Unterlagen belegen. Ihr ist nicht bekannt, daß es das behauptete vorgezogene Erbe gegeben hat.

Bei ihrem Rechtsanwalt rechnet sie nicht damit, daß er diesen Dingen intensiv auf den Grund gehen wird. Die Unterlagen, die der Ehemann eingereicht hat, sind so umfangreich und kompliziert, daß der Rechtsanwalt wie auch der Richter wahrscheinlich damit genauso überfordert sein werden wie die Ehefrau.

Meine Bekannte ist sehr verzweifelt, weil sie sich richtig über den Tisch gezogen fühlt. Wie kann meine Bekannte sich wehren? Hat jemand einen gescheiten Tipp?

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Mein Bruder möchte eine Bestandsimmobilie an mich überschreiben bzw. mich zu 50% ins Grundbuch eintragen lassen. Welcher Steuervorteil / Freibetrag?

Hallo an das Expertenteam :)

Mein Bruder hat vor kurzen eine vermietete Immobilie über 1.6 Mio erworben. derzeit ist er im Grundbuch als alleiniger Eigentümer eingetragen.

A. Der Tatsächliche Eigenkapital von meinem Bruder beträgt 800.000€

B. Privater Darlehen von MIR an meinem Bruder beträgt 400.000€ (nicht im Grundbuch eingetragen)

C. Privater Darlehen von meinen Eltern an meinem Bruder beträgt 400.000€ (nicht im Grundbuch eingetragen)

ZIEL: Wir möchten gerne die Immobilie zu 50% im Grundbuch auf mich überschreiben / übertragen.

  • Bruder 50%
  • Ich 50%

FRAGEN:

Meine Eltern wären bereit von Ihren Freibetrag von 400.000€ das bereits als Privater Darlehen an meinen Bruder überging auf mich zu übertragen (vererben in Lebzeit) somit wären sozusagen keine Steuern fällig!?

Meine bereits erbrachten 400.000€ (Privater Darlehen an meinem Bruder) würden wir mit Eintragung ins Grundbuch zu je 50% an meinem Bruder und mich auflösen wäre dies ohne weitere Kosten möglich?

Somit hätte mein Bruder und Ich einen EK von jeweils 800.000€ erbracht und wir müssten keine Schenkungssteuer, Erbschaftssteuer etc. zahlen!?

Die Privaten Darlehns meiner Eltern und mir wären mit der Ergänzung im Grundbuch aufgelöst!

Herzliche Grüße Samuel Goldstein

PS: Über Fachliche Auskünfte von Anwälten die uns bei der Abwicklung begleiten würden wären wir sehr dankbar.

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