Ist ein Depot bei der Deutschen Bank kundenorientiert und fair?

2 Antworten

Natürlich kommt es bei der Beurteilung einer Anlagelösung auch auf das Depot in Bezug auf Kosten an, aber viel wesentlicheren Einfluß hat doch die Qualität des Beraters. Daher überlege doch mal:

  • Welche Beratung bekommst Du bei der Commerzbank?

  • Welche Beratungsverbesserung ist von dem Berater bei der Deutschen Bank zu erwarten?

  • Welche Änderungen der Kostenstruktur für Deine typischen Investments wären zu erwarten?

Spaßeshalber könntest Du jetzt mal hier Deine Portfoliozusammensetzung posten (nur Prozentanteile und die Positionen, keine Beträge), sowie ob irgendwelche Sparpläne eingerichtet sind. Dann bekommst Du hier vielleicht ein paar Meinungen zur bisherigen "Qualität" der Commerzbank-Beratung. Parallel dazu gehst Du zur Deutschen Bank und legst Ihnen Deine Portfoliostruktur mal zur Überprüfung vor.

Wenn der Vorschlag der Deutschen Bank nur darin besteht, angeblich schlechte Produkte der Commerzbank durch viel bessere der Deutschen Bank (oder DAWM) zu ersetzen, war das wohl primär Unsinn. Dennoch kann man prüfen, ob im Gegenvorschlag ein paar nette Ideen enthalten sind.

Dann prüfst Du, inwieweit Du bisher Beratung überhaupt in Anspruch genommen hast. Wann wurde welche Beratung gesucht und welche Ergebnisse gab es dabei? Waren das primär Commerzbank-Produkte? Oops!

Meine Erfahrung (durch Begleitung verschiedener Freunde und Bekannter zu solchen Beratungsgesprächen) mit der Commerzbank ist, daß diese sehr stark auf eigene Produkte setzt und vor allem die eigenen Zertifikate und IHS immer in Portfolioempfehlungen einbaut. Die Deutsche Bank hat eine stärkere Fondslastigkeit über die DAWM (Deutsche Asset und Wealth Management) und damit meiner Meinung nach das breitere Konzept. Die Deutsche Bank hat sehr früh schon auch begonnen, Fonds von Fremdanbietern in Portfoliolösungen einzubeziehen und selbst ETFs fanden früh schon über die db x-trackers ihren Weg in Empfehlungen für aktive Portfolios. Damit hat aus meiner Sicht die Deutsche Bank das umfangreichere Anlagekonzept zu bieten. Es gibt jedoch auch genügend freie Anlageberater, die über Depots bei ebase, FFB und anderen Fondsbanken über ein deutlich größeres Universum von Fonds Anlagelösungen konzipieren können und diese auch aktiv begleiten. Die Fondsbanken dienen nur zur möglichst kosteneffektiven Abwickung. Wenn ich also Beratung suchen würde, wäre mein Weg nicht zu einer der großen Banken (Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, UBS, Citibank, ...) oder kleineren Banken (VR-Banken oder - Gott bewahre - Sparkassen), sondern klar zu einem unabhängigen Anlageberater. Wo das Depot liegt, spielt keine große Rolle, denn letztendlich bestimmt die Qualität der Investmentprodukte das Ergebnis.

PS: "kundenorientiert und fair" ist mein Depot bei der FFB, denn ich zahle keine Transaktions- oder Depotkosten. Nur für ETFs fällt ein kleiner Obolus pro Transaktion an. Ich bin aber auch mein eigener Berater. Daher ist das nicht vergleichbar. Was "gut" für Dich ist, kann man aufgrund der spärlichen Informationen wirklich nicht erahnen.

Zum p.s.: kriegst Du bei der FFB eigentlich die Bepro ausgekehrt?... Nein würde ja dann "Depotgebühr" von ca. 0,5% bedeuten....

L

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@Logan

Da ich kein Vermittler bin, bekomme ich auch keine Bestandprovision. "Eigener Berater" bezeichnet hier die Funktion, nicht die gesetzlich definierte Berufsbezeichnung ;-)

Es gibt aber auch Fondsbanken bzw. Vermittler, über die ein Teil der Bestandsprovision rückvergütet wird.

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Lass mich raten, der Berater ist Angestellter der Deutschen Bank ? :) Was heisst bin bei der CB so " einigermaßen zufrieden " ? Ob die DB eine " noch bessere Beratung " bietet mag jeder anders bewerten, andere Produkte bieten sie mit Sicherheit.

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