Ist die Unterstützung einer bedürftigen Familie im Ausland steuerlich abzugsfähig?

2 Antworten

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Sofern eine Unterhaltspflicht besteht, kann man diese Zahlungen bis zu einer Höchstgrenze von 8.004 EUR an diesen Haushalt steuerlich geltend machen. Das ist in der Regel der Fall, wenn es sich um Ehegatten, Ex-Ehegatten oder Verwandte in gerader Linie handelt. In diesem Fall (es handelt sich ja um einen "unbeteiligten" Dritten) dürfte das nicht gegeben sein.

Die Absetzungsfähigkeit einer "Spende" erfordert eine Zuwendungsbescheinigung, d.h. eine anerkannte, gemeinnützige Organisation muss die Zuwendung entgegennehmen und an die Familie weiterleiten. Diese Organisation kann dann eine Zuwendungsbescheinigung ausstellen.

Zahlungen eines Nichtverwandten an die Familie können ansonsten nicht steuerlich geltend gemacht werden. Es handelt sich dann um eine Schenkung, die ggf. im Zielland sogar zu versteuern ist. Wie Mongolen ihre Tugriks versteuern, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.

Wenn keine Unterhaltspflicht besteht, ist das nicht ohne Weiteres möglich.

Derjenige müsste dann schon eine gemeinnützige Organisation gründen (z.B. einen gemeinnützigen Verein oder eine gUG), an diese spenden und die Spende von dieser bestätigt bekommen. Dann könnte er sie als Sonderausgabe geltend machen.

Die gemeinnützige Organisation müsste die Mittel dann der bedürftigen Familie zuleiten und darüber natürlich gegenüber der Finanzverwaltung Rechenschaft im Rahmen der Gemeinnützigkeitsprüfung ablegen.

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Hallo, 

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Vielen Dank

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Wie versteuere ich den "Unterhalt" für meine Freundin in einer Bedarfsgemeinschaft?

Hallo liebe Community,

ich habe ein Problem mit der Einkommensteuererklärung und werde bei google leider nur zum Teil fündig, bzw. bekomme zu viele unterschiedliche Meinungen.

Es geht um folgendes:

Ich wohne mit meiner Freundin in einer gemeinsamen Wohnung (beide stehen im Mietvertrag und wir wohnen schon über ein Jahr zusammen) und Sie hat keinerlei Einkommen, sodass ich für Ihren kompletten Lebensunterhalt aufkomme (Miete, NK, Krankenkasse, Nahrung usw.). Da wir ja somit in einer Bedarfsgemeinschaft leben und mein Verdienst zu hoch war (zumindest bis incl Juni 2014 - danach haben wir von meinem ALG1 und meinem Dispo "gelebt" ), hatte Sie keinen Anspruch auf ALG 2 oder sonstige Sozialleistungen (Antrag wurde auch nicht gestellt)! Wir haben zwar jeder ein eigenes Konto, Zahlungen wurden bis heute jedoch alle von meinem Konto geleistet. (Meine Freundin hat eine Kontovollmacht für mein Konto)

Nun habe ich mehrfach gelesen, dass ich pauschal den Höchstbetrag von 8354€ + den ebenfalls von mir geleisteten KK-Beiträgen über der Anlage Unterhalt steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend machen kann.

Wenn ich es denn richtig verstanden habe:

...Steuerfreiheit gilt nur für laufende Zahlungen Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann der Steuerzahler diese Zahlungen für 2014 auf Antrag bis zu 8354 Euro (2013: 8130 Euro) vom Gesamtbetrag seiner Einkünfte abziehen. Der Höchstbetrag kann sich noch um gezahlte Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge erhöhen. Hat der Unterhaltsempfänger noch eigene Einkünfte oder Bezüge, so wird der Höchstbetrag gekürzt um die Einkünfte oder Bezüge, die 624 Euro im Jahr übersteigen. Der Empfänger muss den Unterhalt grundsätzlich nicht versteuern. Das gilt auch für den Empfänger, der Zahlungen von Freunden erhält. Besonderheiten gelten für den Unterhalt an geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehegatten und eingetragene Lebenspartner...

Quelle: FAZ ( http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuertipps/steuertipp-unterhalt-richtig-absetzen-12804304.html )


Dazu hätte ich aber noch 2. Fragen:

1. Muss ich diesen Gesamtbetrag zusätzlich im Mantelbogen eintragen? Wenn ja wo und als was deklariert?

2. Muss meine Freundin in Ihrer Steuererklärung diesen Betrag irgendwo als Einkommen angeben? Wenn ja wo? (Geldleistungen hat Sie ja von mir nicht direkt erhalten)


Ich hoffe hier sind ein paar Experten, die mir damit weiterhelfen können!!!

Beste Grüße Klaus

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Hallo, ich habe da mal eine Frage!

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Ich kann zwar die Differenz der medizinischen Behandlungen, die ich nicht durch die Krankenzusatzversicherungen erstattet bekomme unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben, die entsprechenden Jahresbeiträge für die Krankenzusatzversicherung aber nicht. Dabei entstehen doch durch diese Krankenzusatzversicherungen auch erhebliche außergewöhnliche Belastungen. Und hätte man keine Krankenzusatzversicherung müsste man ja den kompletten Betrag z.B. für eine Zahnkrone selber bezahlen. Diesen könnte man dann allerdings voll unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben.

Meine Frau und ich haben für 2016 knapp 6000 Euro an Versicherungsbeiträgen gezahlt (Sterbegeld-, private Pflege-, Unfall-, Kinderpflege-, diverse Krankenzusatzversicherungen usw.). Also alles Versicherungen die absetzbar wären. Geltend machen konnten wir nur 3800 Euro.

Die außergewöhnlichen Belastungen (Medikamente, Zahnbehandlung, Brillen, Physio, Krankenhaus, Fahrtkosten usw.) betrugen in 2016 3000 Euro (somit konnten wir hier 2000 Euro geltend machen).

Da wäre es ja fast besser, man kündigt alle Krankenzusatzversicherungen und bezahlt die entstandenen Arztkosten selber, damit man die Summe komplett unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben kann.

Oder gibt es eine Möglichkeit, Versicherungen die über den Betrag von 1900 Euro Vorsogeaufwand liegen, in der Einkommensteuererklärung liegen, steuerlich abzusetzen.

Wir sind Kassenpatienten.

Gruß

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