Ist die Schenkung einer Immobilie steuerfrei?

2 Antworten

Eine Kettenschenkung - das könnte das Finanzamt prüfen und das wäre mit der Auflage an deine Mutter, es an dich weiter zu schenken missbräuchlich - setzt voraus, dass zweimal geschenkt wird.

Nun ist deiner Mutter aber nichts geschenkt worden und vermutlich gibt es dazu kein Vermächtnis, wie deine Mutter die Wohnung zu verwenden hat.

Auch hast du je Großelternteil 200 T€ Freibetrag.

Nach meiner Einschätzung liest du zu viel.

Was Du da gelesen hast, wäre so, wenn Deine Mutter Vorerbin wäre und Du Nacherbin. Dann könntest Du Dir aussuchen, ob es als Erbschaft von Oma oder Mutter bewertet wird.

Das andere ist die Fußstapfentheorie, die aber auch nur zu Deinen Gunsten ist. Wenn Du mal verkaufen willst, gilt für die 10-Jahresfrist das Anschaffungsdatum der Großeltern.

P.S. Vorerbschaft/Nacherbschaft sind bestimmte Rechtsbegriffe, die nichts damit zu tun haben, dass Deine Mutter vor Dir geerbt hat als normale Erbin.

Nein, hier geht es um etwas anderes, nämlich um Kettenschenkung.

Dazu gibt es eine handliche Regelung in § 27 ErbStG.

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@EnnoDerDritte

Aber die Mutter verschenkt ihren geerbten Anteile. Die Oma ist tot und hat nichts geschenkt. Bin ich heute schwer von kape oder was ist los?

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@Andri123

Sicher Tagesform. Du hast eine andere Frage beantwortet. Sein Thema ist nicht Vor und Nacherbe oder § 23 sondern dass er was, das er gelesen hat, unsinnigerweise auf sich münzt.

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@Andri123

Schenken und Erben ist in vielerlei Hinsicht steuerlich dasselbe. Ich hatte den § 27 ja verlinkt. Was steht dort in der Überschrift?

Mehrfacher Erwerb desselben Vermögens
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@EnnoDerDritte

Das ist mir nicht so ganz klar. Der Paragraph bezieht sich darauf, dass schon einmal eine Steuer nach „Erwerb von Vermögen“ angefallen wäre.

das ist hier aber nicht der Fall: der erste Erbfall (Opa an Oma/Mutter) war steuerfrei. Der zweite Erbfall (Oma an Mutter) ist es auch.

für mich erklärt sich somit noch nicht, ob bei der Schenkung/vorgezogenem Erbe meiner Mutter an mich dann noch Steuern anfallen... aber ich habe von Steuerrecht halt auch keine Ahnung ;)

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@Felix307

Da sieht man mal, wie logisch die Regelung ist. Um zu einer Kürzung der Steuer zu kommen, brauchen wir also:

  1. dasselbe Vermögen
  2. wird vererbt/geschenkt
  3. hat vorher zu einer Steuer geführt.

Nummer 3 ist nicht erfüllt, also ist auch nichts zu kürzen.

Fall gelöst.

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