Ist die Rürup-Rente nicht nur etwas für Selbstständige? Wie können Arbeitnehmer davon profitieren?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Rürup-Rente kann auch ein Nichtselbständiger abschließen. Pauschal kann man nie sagen welche Form der Altervorsorge die Richtige für jemanden ist. Erst nach einem kompletten Altersvorsorgecheck, kann man diese Aussage treffen. Es ist nciht so einfach wie sich das die meisten Menschen vorstellen. Da gehört viel Fachwissen dazu. Ein kompetenter Berater ist meines Erachtens durch nichts zu ersetzen.

Es ist auch eine Frage des Einkommens. Ebenso des Familienstandes.

Wer verhiratet ist und Kinder hat, sollte erstmal auf jeden Fall riestern, weil die Summe, die als Förderung ausgeschüttet wird, im Verhältnis zur Investition sehr gut ist.

Rürup ist deshalb interessant weil die geförderte Summe erhbelich höher ist (Riester nur bis 2.100,- Euro Beitrag). Wer also ein höheres Einkommen abzusichern hat, wird mit den Riesterbeiträge nicht auskommen.

Die Riesterförderung läut aber nur über die Steuer, während die Steuerermäßigung bei Riester nur eine Option für die Günstigerprüfung ist (bei der Steuererklärung wird berechnet was günstiger ist und ggf. nachgezahlt).

Beiträge können bis zu 20.000,- Euro im Jahr wirksam gezahlt werden und zur Zeit (in den nächsten Jahren steigend) mit 70 % abgezogen werden.

http://www.versicherungenoptimieren.de/html/online_vergleich_ruerup_rente.html

Für einen förderfähigen Arbeitnehmer ist es fast immer besser zu riestern. Er wird generell wesentlich höher gefördert.

Aber auch Rürup wirkt sich aus.

Weil es nicht so schwer ist ein Rechenbeispiel:

Angenommen, du bist Single und angestellt. Arbeitgeber (AG) und Arbeitnehmer zahlen in 2010 jeweils 2.000 €, insgesamt also 4.000 € in die gesetzliche Rentenversicherung. Nun machst du noch eine Rüruprente mit z. B. 2.400 €.

Es ergeben sich folgende Vorsorgebeiträge:

  • (4.000+2.400)70% 4.480

  • -RV-Beiträge AG -2.000

  • ergibt abziehbar 2.480

Ohne die Rüruprente wären es 800 € gewesen. In Wirklichkeit wirken sich also die 2.400 mit den vollen 70 % steuermindernd aus. Das gilt generell und bis zu den Maximalbeiträgen, die bei hohen Einkünften allerding s auch irgendwann erreicht werden.

Das ist nicht weniger als bei einem Selbständigen aber halt nicht so stark wie eine Riester-Rente.

Eine Besonderheit gilt aber, wenn man bald in Rente geht. Die Riesterrente ist immer, die Rüruprente aber je nach Rentenbeginn steuerpflichtig. Zu 100 % erst ab Rentenbeginn 2040. Angenommen, man geht eher bald in Rente, wird die Rechnerei noch eine Ecke schwieriger und es kann (je nach Einkünften im Erwerbsleben und in Rente) auch für Angestellte interessanter sein, eine Rüruprente zu machen. Insbesondere natürlich dann, wenn die maximalen 2.100 bei der Riesterrente zu wenig sind.

Angenommen, man ist 50, wäre die Rente (2025) mit 85 % steuerpflichtig. Die Beiträge wären mit 70, 72, 74 und so weiter bis 2025 mit 100 % abzugsfähig. Wenn man lange lebt (?) und in Rente voraussichtlich hohe Einkünfte hat, könnten beide Formen ähnlich interessant sein.

Wenn man es sich leisten kann, kann man auch kombinieren.

Kann Beamter nebenbei private Rente aufbauen?

Wenn man Lehrer ist, also Beamter, kann man sich dann nebenbei noch von seinem Gehalt eine private Rente aufbauen mit staatlichen Fördermöglichkeiten? Kann man z.B. riestern oder eine Rürup-Rente abschließen?

...zur Frage

Warum bekommen selbstständige Rürup und fast alle anderen Riester?

Kann mir jemand kurz erklären warum eigentlich jeder Riester-Rente bekommt (Angestellte, Beamte, Soldaten, etc) nur Selbstständige bekommen Rürup. Und was wäre wenn ich jetzt aus meinem aktuellen Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit wechseln will? Kann ich dann Riester in Rürup umwandeln?

...zur Frage

Sind Sparpläne bei Wohnungsbaugenossenschaften sinnvoll?

Auf der Suche nach Ergänzungsmöglichkeiten zu meiner privaten Rentenvorsorge bin ich auf teils attraktive Sparplan-Angebote diverse Wohnungsbaugenossenschaften gestoßen. Unter anderem auf die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG, die ein Produkt namens Zielsparen offensiv bewirbt. Ab dem 15. Sparjahr erhält man satte 50% Bonus auf die jährliche Sparleistung. Bei 100 Euro auf 25 Jahren kommen derzeit (variabler Basiszins) 51.573,14 Euro heraus – macht eine Rendite von etwa 4 Prozent!

Das bietet mir doch, wenn ich richtig informiert bin, kaum eine Privat-Rente, oder? Deren Garantiezins (auf den Sparanteil!) liegt bei 1,75 Prozent. Natürlich hat ein solcher Vertrag – weil man statt Kapital ja auch Rente nehmen und steinalt werden kann – durchaus eine Daseinsberechtigung. Aber: Lohnt es sich nicht, seine Altersvorsorge möglichst vielschichtig aufzubauen? Ich denke mir 100 Euro in so einen Genossenschafts-Sparplan, 100 Euro in eine Privat-Rente, 100 Euro in Riester und/oder Rürup und ein Rest in Fonds-Sparpläne...!?!

Die Eigenheiten der diversen anderen Produkte haben es teils ja durchaus in sich und ich bilde mir ein, sie in Ansätzen verstanden und durchblickt zu haben. Vor allem wenn man die Kriterien Flexibilität, Sicherheit, Rendite usw. gegeinenander abwägt...

Mir stellt sich angesichts dieses für mich völlig neuartigen Genossen-Sparplans aber die Frage: Ist das sicher? Die CSG macht dazu auf ihrer Webseite widersprüchliche Angaben. Mal heißt es, man sei in einem Sicherungsfonds, der noch nie habe einspringen müssen... Dann aber heißt es auch, dass man auf das Einspringen keinen Rechtsanspruch hat. Ja, was denn nun!? :-)

Auch westdeutsche Anbieter wie die Spar- und Bauvereine in Solingen und Hannover bieten vergleichbare Produkte – wohl mit ähnlichen Sicherheits-Bedingungen. Mich interessiert vor allem Euer persönlicher Eindruck... Würdet ihr so einen Vertrag abschließen? Er ist ja recht flexibel – im Gegensatz zu Versicherungen und hat dazu doch auch eine Top-Rendite ohne Volatilität... Oder!?

Kennt sonst jemand von Euch ähnlich gute "Banksparpläne"?

...zur Frage

Riester-Rente oder Rürup-Rente für Freiberufler?

Meine Frage, ich bin Inhaber eines kleinen Studios für Musikunterricht und rentenversicherungstechnisch zahle ich Beiträge zur Künstlersozialversicherung. Die Nachricht über meine zu erwartende Rente ist nicht sonderlich hoch, weil ich spät in den Lehrberuf eingestiegen bin. Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet, ein schulpflichtiges Kind. Monatlich habe ich fixe Kosten für meinen Unterrichtsraum, da bliebe bei Abzug der Lebenshaltungskosten ein von Monat zu Monat schwankender Betrag zur Anlage in die Altersvorsorge.

Meine Frage, die Rürup-Rente, so weit habe ich mich schlau gemacht, ist für Freiberufler und Selbständige. Die Riester-Rente für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherte, also auch für die, die über die Künstlersozialversicherung abgesichert werden. Die staatliche Zulage für den Ehepartner und das Kind, der Sonderausgabenabzug bei der Einkommensteuer, würde ich sagen, ist doch in meinem Fall die bessere Alternative. Oder die Rürup? Vielen Dank im voraus für die Antworten.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?