Ist die Nochehefrau im und nach dem Trennungsjahr unterhaltsberechtigt, wenn sie in dieser Zeit erbt

2 Antworten

Erbschaften und Schenkungen zählen nicht zu dem Vermögen, welches die Eheleute durch gemeinsames Tun in der Ehe erwirtschaftet haben. Deshalb hat das Gesetz diese Werte "privilegiert", d. h. dem Zugewinnausgleich entzogen. Der andere Ehepartner bekommt davon nichts ab.

"Ist man dann bedürftig und unterhaltsberechtigt" war die Frage.

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@vulkanismus

Ist man dann bedürftig und unterhaltsberechtigt?

Diese Frage bezieht sich doch wohl darauf, ob die Frau durch das Erbe dem Mann gegenüber unterhaltspflichtig wird und das ist nicht der Fall.

Der Fragesteller möge mich berichtigen, wenn ich was falsch verstehe.

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@Primus

Nein, die Frage ist, ob der Mann der vermögenden Nochfrau weiterhin unterhaltspflichtig ist. Der Mann hat natürlich kein Anrecht auf das Erbe der Nochfrau.

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@Windlicht

Gut, dann habe ich die Frage falsch verstanden.

Nachdem ich nun einiges zu dieser Frage gelesen habe, ist es meiner Meinung nach so, dass der Trennungsunterhalt verwirkt ist, sobald der Ehegatte selbst genug Einkommen hat, um seinen Unterhaltsanspruch zu decken.

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Da braucht man nur ins Gesetz zu schauen: Wer eigenes Vermögen hat und dies zumutbarer Weise einsetzen kann, ist nicht bedürftig und kann keinen Unterhalt beanspruchen. Wegen der teilweise recht komplizierten Ausnahmen (z.B. den Vermögensstamm betreffend) wird ebenfalls auf das Gesetz verwiesen:

http://dejure.org/gesetze/BGB/1577.html

Eheplanung - können meine künftige Frau und ich Versorgungsausgleich bei Scheidung ausschliessen?

Servus, wir sind in der Eheplanung. Kann ich mit meiner künftigen Ehefrau vereinbaren, daß war beide den Versorgungsausgleich der bei Scheidung normal gemacht wird, einfach ausschließen? Wir sorgen beide selber für das Alter vor, sie arbeitet, ich arbeite, beide sind wir in der glücklichen Lage, daß der Arbeitgeber Betriebsrente zahlt. Ich verdiene einiges mehr wie sie, doch die Mietkosten und die Lebenshaltungskosten teilen wir uns, andere Einkäufe wie Kleidung, Kosmetik, Sportsachen bzw. Unternehmungen wie Fitness-Studio, Vereinstätigkeiten macht jeder nach seinem Geldbeutel. Beim Urlaub sponsere ich sie, da ich gerne Fernreisen mache und sie sich das nicht so gut leisten kann. Wir fänden es nicht ok (meine künftige Frau auch nicht), wenn ich ihr, da ich viel mehr Rentenbeiträge zahle, im Falle einer Scheidung Rentenansprüche abtreten müßte, da wir beide für uns selber sorgen. Falls ein Kind kommt, will meine Frau nun die einjährige Elternzeit nuten, wo sie Elterngeld bekommt und dann wieder voll arbeiten. Daher würden wir diesen Rentenausgleich gerne im Vornherein ausschließen oder sollten wir das anders lösen? Es liest sich vielleicht komisch, daß man daran schon bei der Hochzeitsplanung denkt, aber da fast jede 3. Ehe geschieden wird, sind wir uns im Klaren, daß man nie von einer lebenslangen Verbindung ausehen kann, das wäre zwar schön, wir streben das auch an, aber es wäre einfach nicht realistisch. Danke für Euren Rat und Eure Antworten.

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