Ist die Beglaubigung einer Patientenverfügung notwendig, damit sie rechtskräftig ist?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

das ist nicht zwingend notwendig: unter diesem link bekommst du ein fromular zum ausdrucken und noch einige hilfreiche tips dazu:http://www.patientenverfuegung.de/vollmachten-und-formulare

Bitte lesen:

Nämlich dass nahe Familienangehörige für sie automatisch Regelungen treffen oder Unterschriften leisten könnten, wenn sie – vielleicht auch nur vorübergehend – selbst einmal nicht mehr dazu in der Lage sind.

Das stimmt nicht! Selbst Kinder und Ehegatten müssen dazu vorher schriftlich mit einer (Vorsorge-) Vollmacht legitimiert worden sein. Sonst wird laut Betreuungsgesetz (BtG seit 1992, geändert 1999) das Vormundschaftsgericht des jeweiligen Wohnortes eingeschaltet. Es bestimmt dann für die hilflos gewordene Person einen Betreuer bzw. eine Betreuerin (früher: Vormund oder auch Gebrechlichkeitspfleger genannt). Dies kann und wird dann in der Regel – muss aber nicht – ein Familienangehöriger sein. Typische Aufgabenkreise sind Wohnungs- und Vermögensangelegenheiten, Gesundheitsfürsorge, Aufenthaltsbestimmung, Geltendmachung von Renten- und Sozialansprüchen u. ä. Zwei Vollmachts-Formulare

Wer verhindern möchte, dass sich überhaupt ein Vormundschaftsgericht einschaltet, sollte für eine Vertrauensperson (oder mehrere) eine Vollmacht ausstellen. Davon machen immer mehr Bundesbürger/innen Gebrauch. Sie finden hier zwei einander ergänzende Vollmachts-Formulare für alle Angelegeneheiten (gesundheitliche ebenso wie finanzielle).

Vollmachten sind in den Ihnen zugesandten Vorsorge-dokumenten inbegriffen, wenn Sie eine Patientenverfügung durch uns abfassen lassen. Ein Ausdruck ist dann also nicht erforderlich.

Zu den Vollmachten

Immer mehr Menschen möchten auch über ihr Lebensende bzw. über Würde bis zuletzt selbst bestimmen. Dazu ist die Vorsorge durch eine Patientenverfügung das Mittel der Wahl. Sie dient auch dazu, um Angehörige bzw. Bevollmächtigte später vor zusätzlichen Schwierigkeiten und Gewissensbelastungen zu bewahren.

<"Wer verhindern möchte, dass sich überhaupt ein Vormundschaftsgericht einschaltet"> das wird in einigen bestimmten Fällen -z.B. Koma/Schwerstbehinderung- nicht zu verhindern sein, daß sich das Vormundschaftsgericht einschaltet. Das sieht das Gesetz nun mal so vor u. dagegen kann man nichts machen.

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