Ist die Altersvorsorge über eine Pensionskasse einer normalen Lebensversicherung vorzuziehen?

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5 Antworten

Der Vergleich Pensionskasse mit Kapitallebensversicherung ist ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.

Die Pensionskasse ist einer von fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge. Die Pensionskasse ist in der Regel eine Rentenversicherung im Gruppentarif. die Kostenquote soll günstiger sein, aber auch die Leistung. Finanziert entweder durch Zahlung vom AG oder durch Entgeltumwandlung vom AN.

Es gibt noch einen erheblicher Unterschied beim Vergleich. Eine Pensionskasse ist betriebliche Altersvorsorge und die eingezahlten Beiträge sind komplett steuer- und sozialversicherungsfrei. Dafür muss für die Rente in der Leistungsphase Einkommensteuer und Krankenversicherung bezahlt werden.

Eine private Lebensversicherung wird aus bereits versteuertem Geld, also vom Nettolohn , bezahlt. Besteuert wird eine Kapitallebensversicherung nach dem Halbeinkünfteverfahren. D.h .das 50 % des Gewinns bei Auszahlung mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden muss.


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Eine Kapitallebensversicherung ist im Jahre 2013 für mind. 99% der Menschen KEINE sinnvolle Vorsorge oder Geldanlage.

Eine betriebliche Altersvorsorge kann ein sinnvoller Baustein sein, leider kann man die Frage nicht allgemeinverbindlich beantworten. Es hängt von der persönlichen Situation ab. Ein Alleinerziehender Vollzeitbeschäftigter mit 14 Kindern dürfte mit Riester besser dran sein (Beispiel).

Auch wenn Selbständigkeit, Verbeamtung oder Verzug ins Ausland geplant sind, wäre die betriebliche Lösung vielleicht nicht zwingend erste Wahl.

Auch ist bAV nicht gleich bAV. Es hängt sehr davon ab, wie diese finanziert ist;

  • als Entgeltumwandlung, denn nur hierauf bezieht sich der Rechtsanspruch des Arbeitnehmers nach §§ 1 ff BetrAVG
  • Als zusätzliche Arbeitgeberleistung
  • Als Mischform

Dies hat auch Einfluss auf die Regeln zur Unverfallbarkeit der Ansprüche


Mach eine Bedarfsanalyse und einen Schichtenvergleich bei einem unabhängigen Versicherungsmakler oder Versicherungsberater mit entsprechenden Schwerpunkten.

Ich wage die These, dass firmen- oder berufsbezogene Pensionskassen eine gravierend niedrigere Verwaltungskostenbelastung und gar keine Vertriebskostenbelastung haben als Lebensversicherungen. Dies verschafft ihnen bereits in den Anfangsjahren einen großen Kostenvorteil gegenüber den LVs. Ob die Ertragsmöglichkeiten in der Gesamtlaufzeitrechnung der LVs diesen Nachteil überkompensieren können, müßte noch geklärt werden.

Kann ich nicht zustimmen oder widerlegen, würde mich jedoch interessieren, wie Ihr darauf kommt. Auch diese Form der Vorsorge sind Tarife, die von Lebensversicherungen aufgelegt werden, auch Kosten produzieren (sogar mehr Aufwand haben als eine reine private Rente) und die auch verprovisioniert werden, schließlich hab ich damit paar Jahre mein Geld verdient. Bin offen für Argumente :-)

Finanztest ? Die kommen ja noch nicht mal mit Riester und BUs kompetent klar und dann wollen die die komplexe Welt der bAV ordentlich bewerten ? Sorry...

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@Candlejack

Auch diese Form der Vorsorge sind Tarife, die von Lebensversicherungen aufgelegt werden,

???? So generell immer von LVs? Du meinst also, dass die Pensionskasse z. B. der Bayer AG von einer LV aufgelegt wurde und geführt wird? Oder fehlt es Dir hier an Detailkenntnissen?

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@LittleArrow

Nein, die Pensionskasse wird nicht von einer LV aufgelegt. Aber WENN die ganze Sache mit einer Versicherung rückgedeckt wird (und das waren bisher die meisten, die ich traf), dann waren auch das bisher normale Tarife mit Kosten und Provisionen für die Vermittler. Allerdings lerne ich auch gern dazu, wenns auch anders geht / inzwischen anders ist.

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@Candlejack

Erst schreibst Du "Auch diese Form der Vorsorge sind Tarife, die von Lebensversicherungen aufgelegt werden..." und dann die Kehrtwendung "Nein, die Pensionskasse wird nicht von einer LV aufgelegt."

Da hast Du also doch noch nicht so viele getroffen. Das klingt bei Dir also so, als wenn der Sparkassenkundenberater nur DEKA-Fonds kennt und meint die ganze Welt der Fonds zu kennen:-( Gucke Dir in meinem Link aus dem Versicherungsjournal die Pensionskassen der Nicht-Versicherungsunternehmen an und wie alt die mittlerweile sind. Schön, wenn das für Dich neu ist:-)

Leider wissen wir immer noch nicht, welche Pensionskasse Buchberger konkret meint.

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@LittleArrow

Du bist heute aber auch wieder krümelig. Für mich war bisher bAV immer rückgedeckt, daher war das für mich eine Einheit, obwohl es auch dort eher zwei Teile eines Ganzen sind und dann erkennst Du, wie ich das meinte.

Ich hab schon einige getroffen, aber das waren eben immer die Anbieter mit/der Rückdeckungen, die dann die bAV im Unternehmen eingerichtet haben, denn ich hab für so einen größeren Anbieter gearbeitet. Und mit Sparkasse möchte ich bitte NICHT verglichen werden ;-)

Die Liste ist gut. Allerdings ist die Hälfte von Versicherungen und die andere Hälfte sind unternehmenseigene Lösungen von Unternehmen, mit denen ich aufgrund ihrer Größe nie zu tun hatte (ich war Mittelstand). Bei Wacker Chemnie arbeitet eine Bekannte und von der weiß ich, dass die ne eigene Lösung haben bzw. einige Unternehmen geben die Zusagen und stehen selbst für die Auszahlung gerade ohne Rückdeckung. Kann aber eben nicht jeder. Und zugeben muss ich ja auch, dass ich schon paar Jahre raus bin. Da beherrscht Du zwar noch die Regeln, bist aber aus der Kenntnis des Wettbewerbs natürlich raus.

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Hallo,

eine Pensionskasse ist technisch nichts anderes als eine Lebensversicherung und hat daher die gleichen Probleme mit den niedrigen Zinsen etc. Die steuerlichen Regelungen sind im wesentlichen die gleichen bei einer Pensionskasse und einer Direktversicherung bei einem normalen LV-Unternehmen.

Eine private Lebens- oder Rentenversicherung unterliegt anderen Regeln. Sie hat i.a.. weniger Steuervorteile, aber als Hauptnachteil der betrieblichen Versorgungen ist nach der gegenwärtigen Rechtslage die Beitragspflicht in der Krankenversicherung der Rentner zu nennen.

Möglicherweise arbeitet die Pensionskasse kostengünstiger.

Viel Glück

Barmer

Was das Wachstum der Pensionskassen mit der Qualität der dortigen Versorgung zu tun haben soll, vermag ich nicht zu erkennen. In Deutschland sind nur Großunternehmen in der betrieblichen Altersversorgung aktiv, es ist also nur wenigen Arbeitnehmern vergönnt daran teilzunehmen. Zudem wäre mir neu, dass man da Beiträge in selbstgewählter beliebiger Höhe einzahlen könnte. Die Alternative zu Lebensversicherung ergibt sich schon deshalb nicht.

45 % aller AN in Deutschland haben ein betriebliche Altersvorsorge.

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@Niklaus

was ? echt ? inzwischen so viel ? muss viel passiert sein, seit ich ausgestiegen bin ;-)

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