Ist der Schaden durch einen Badezimmerlüfter ein Versicherungsschaden?

6 Antworten

Eine Versicherung die für alle Widrigkeiten des Lebens aufkommt ist noch nicht erfunden worden und eine solche Versicherung würdest Du brauchen um für einen solchen "Schaden" Geld zu bekommen.

Statt beim Lüfter zu suchen solltest Du mal den gesamten übrigen Haushalt durchgehen.

Wenn Ihr Kinder habt wäre schon eine Schwundquelle gefunden. Ab einem gewissen Alter schwärmen die von Gamingcomputern und das sind echte Stromfresser. Wenn die dann auch noch auf die Idee kommen Bitcoins zu schürfen explodiert die Stromrechnung.

Oder ist vielleicht ein neuer und größerer Fernseher angeschafft worden. Oder, oder, oder...

Bitcoins-schürfende Kinder, das wär's ja noch.

Aber m.E. macht man das am besten nur, wenn man im Studentenwohnheim mit Strompauschale wohnt:)

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Meine Meinung: Dies ist kein Versicherungsfall.

Was lernen wir daraus: Es schadet nichts die Zählerstände für Strom, Wasser, Gas monatlich aufzuschreiben und mit den Vorjahreswerten zu vergleichen.

Wenn Ihr eine hohe Stromnachzahlung bekommen habt, ist doch alles bestens - reicht es, um davon anständig Essen gehen zu können?

Scherz beiseite - es ist ziemlich einfach einem Stromleck auf die Spur zu kommen:

  1. Alle Verbraucher abschalten und alle Stecker ziehen, dreht sich der Zähler immer noch, Hauptsicherung raus. Wird immer noch Strom verbraucht: Beschwerde beim Vermieter.
  2. Steht der Zähler nach Abschalten der Hauptsicherung, mit den Einzelsicherungen weitersuchen. Kühlschrank? Herd/Backofen nicht ganz aus?
  3. Steht der Zähler mit abgeschalteten Verbrauchern, nach und nach die Verbraucher wieder anschalten/einstecken.

Eine Versicherung gibt es gegen solche Dinge nicht, ggfs. aber Schadenersatz vom Verursacher.

Das was Du hier schreibst glaubst Du doch selbst nicht! Ein Badezimmerlüfter verbraucht etwa 20 Watt. läuft dieser 1 Monat dann kostet das 0,02 kW x 24 h x 30 d x 0,3 €/kWh = ~ 5,-- €. Selbst wenn dieser Lüfter 1 Jahr lang gelaufen wäre würden die Kosten nur 60,-- € betragen. Hier von einer hohen Stromnachzahlung zu sprechen ist nicht richtig. Bei Euch haben sich noch andere Dinge im Verbrauchsverhalten geändert, die bei der Abschlagszahlung nicht berücksichtigt wurden.
Welche Versicherung schwebt Euch denn vor, dass sie für Euren finanziellen Schaden aufkommen soll?

Hättet Ihr eine saubere technische Lösung gewählt, dann hätte sich der Lüfter automatisch nach einer gewissen Nachlaufzeit ausgeschaltet.

Danke für die Antwort, aber ich hatte mich nicht richtig ausgedrückt, sorry.

Die Vermutung war dass der Lüfter defekt war und der Strom direkt in den Grundleiter (Erdung) geflossen ist. Das hätte einen Solchen verbrauch gerechtfertigt.
Nun ist aber aufgefallen, dass nach drei tagen seit der letzen Zählerablesung immernoch so viel strom verbrauch wird. Das Problem ist noch nicht gefunden.

Danke dennoch für die ausführliche Antwort

Mfg

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@Engel75

Jedenfalls wünsche ich viel Glück beim Suchen. Dazu kann man sich ja normalerweise Messgeräte beim Grundversorger ausleihen.

Zwei ungewöhnliche Fälle dazu habe ich auch zu berichten:

- Ein Vermieter hatte seinen eigenen Stromzähler über die Wohnung einer Klientin geschaltet (das hatte er sich angeblich verdient, weil er ja so viele schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht hatte)

-mein eigener Stromzähler war vor einigen Jahren tatsächlich defekt, er zählte irgendwie rückwärts. Ob der Zähler noch geeicht war, weiß ich gar nicht. Die Eichung solltest Du jedenfalls prüfen.

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@Engel75

Hole Dir einen Fachmann, der findet innerhalb weniger Minuten den Fehler. Besitzt Du im Sicherungskasten einen Fehlerstromschalter, so kannst Du schon alle Stromkreise als Verursacher ausschließen, die darüber laufen.

Wäre es so, wie du schilderst, ein Kurzschluß, dann sollte man entweder auf dem Schutzleiter Spannung haben und es sollte eine der Sicherungen auslösen. Ich vermute hier entweder einen Defekt des Stromzählers oder eine Sicherung ist defekt (Kontakte verschmolzen) so dass sie nicht auslösen kann.

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