Ist der MDAX überbewertet?

2 Antworten

Sollte man MDAX-ETFs besser verhökern?

Auf jeden Fall und am besten das Geld anschließend aufs Sparbuch tun. Da gibt es sichere 0,25% ohne Verlustrisiko.

Nein. Der MDAX ging natürlich kräftig in die Tiefe, da die darin enthaltenen Unternehmen konjunktursensibler sind als die LargeCaps aus dem DAX. Sie werden von Krisen z.T. auch erst verzögert getroffen, daß bestehende Verträge auslaufen und sie als Dienstleister und Zulieferer weniger Folgeaufträge verzeichnen. Hier sind exportstarke Werte zu finden, die von einer Abkühlung der Weltwirtschaft besonders getroffen werden.

Die Story der Mid/SmallCaps ist weiterhin intakt, da hier nicht nur in allen Industrieländern ca. 80% der Arbeitnehmer beschäftigt sind, sondern hier auch Innovation und Exportstärke entstehen. In manchen Emerging Markets liegt dies sogar noch höher und die Kapitalisierungen der kritischen Unternehmen sind noch niedriger.

Das aktuelle KGV im MDAX liegt bei gut 16, was nicht günstig ist, jedoch auch angesichts der hohen Dividendenrendite einiger Unternehmen nicht wirklich teuer. Es wäre durchaus in einem positiven Marktumfeld hier Luft bis 18, wenn die weiteren Quartalszahlen stimmen und die Konjunktur sich belebt. IFO und andere Geschäftsklimaindices werden hier auch Marktstimmungen widerspiegeln.

Daher kann der MDAX aufgrund von Abhängigkeiten von Partnern weiter östlich durchaus zwischenzeitlich oder saisonal über den Sommer korrigieren, aber mittelfristig ist aus meiner Sicht trotz reduzierter Gewinnerwartungen (nach Rekordergebnissen nach der Krisenerholung) keine Sorge für einen Absturz gegeben.

Wie Du sagst, gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen. Daher würde ich aktuell hier nicht auf einen ETF, sondern auf einen Stock-Picking-Ansatz zurückgreifen. In Phasen des allgemeinen Aufschwungs kann man einen ETF ruhig verwenden. Vielleicht möchtest Du ja teilweise die ETF-Position in einen deutschen oder europäischen Mid/SmallCap Fonds umschichten?

Wer legt im Fondshandel an der Börse Spreads und Kurse fest?

Aufgefallen ist mir in den letzten Tagen z.B. der Fonds M&G Global Dividend (WKN A0Q349). Hier beträgt der Spread fast 2%. Gestern: 15,14G zu 15,43B (Börsen Frankfurt und Berlin praktisch identisch). Ist der Makler/Skontroführer oder die KAG für diesen hohen Spread verantwortlich? Und wer legt den (überhöhten) Briefkurs fest? Dieser wurde in den letzten Tagen zwischen 3 und 6% über dem Kurs der KAG vom Vortag notiert. Und dies, obwohl der KAG-Kurs sich in den letzten Wochen im Regelfall kaum um wesentlich mehr als 1% pro Tag geändert hat. Als Konsequenz daraus hätte selbst ein schlecht informierter Anleger diesen Fonds über seine Hausbank (mit 5% Ausgabeaufschlag) noch günstiger kaufen können als an der Börse Berlin. Ein gut informierter Anleger kann diesern Fonds auch über eine Plattform wie z.B. Ebase ohne jeden Aufschlag und Gebühren kaufen. Für sinnvolle Antworten: danke im Voraus!

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