Ist der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sinnvoll und in welchem Alter sollte man sowas abschließen?

6 Antworten

Deine Frage und der Text darunter passen nicht zueinander. Worum geht's dir eigentlich genau? Eine Pflegegeldversicherung sichert wie der Name bereits sagt, ein mögliches Pflegerisiko ab. Ein Krankentagegeld sichert einen Einkommensausfall ab. Das ist also grundsätzlich etwas anderes. Bevor du dir aber über so etwas Gedanken machst würde ich mich eher mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen beschäftigen, denn das ist elementar wichtig. Erst wenn du so etwas bereits besetzt kannst du dich über die anderen Dinge Gedanken machen. Also bitte erkläre mir noch einmal worum es dir genau geht

Für einen Arbeitnehmer halte ich eine Krakentagegeldversicherung für überflüssig.

6 Wochen gibt es Lohnfortzahlung, dann 78 Wochen Krankengeld.

Weitaus sinnvoller, für Selbständige zwingend, ist es eine Krankenhaustagegeldversicherung zu haben. Liegt man im KH, steht z. B. ein kleiner Betrieb oft, weil der Chef entscheidend ist.

Das Krankengeld ist allerdings signifikant niedriger. Wenn der Liquiditätsbedarf höher ist, kann ein KT-Versicherung sinnvoll sein.

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@Niklaus

stimmt natürlich. Ich sehe es immer unter dem Gesichtspunkt des Selbständigen. Wenn ich krank bin, bin ich im Büro, oder in der wohnung, aber mit Notebook.

Als ich im letzten Herbst im Krankenhaus war, da war wirklich Ebbe bei den Umsätzen, da weiß man was eine KH-Tagegeldvers. Wert ist.

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@wfwbinder

Lieber Wolfgang, meinst Du KHT oder KT. KHT gibt es nur wenn Du im Krankenhaus bist und KT gibt es wenn Du krank bist. 

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@Niklaus

:-) (Walter) 

KHT, weil ich nur Geld brauche, wenn ich im Krankenhaus bin (unter der Voraussetzung, dass man mich nicht als Komapatient zuhause ablegt). Wenn ich nicht im KH bin, kann ich arbeiten. Der Vorteil bei "Kopfarbeitern."

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Krankentagegeld und Pflegetagegeld sind zwei unterschiedliche Dinge.

Pflegetagegeld leistet im Pflegefall.

Der Sinn dahinter ist die nicht von der sozialen Pflegeversicherung bzw. privaten Pflegepflichtversicherungen übernommenen Kosten der häuslichen-, teil- oder vollstationären Pflege zu tragen, so dass eigenes Einkommen und Vermögen bzw. das der Angehörigen nicht tangiert wird.

Beim Krankentagegeld geht es darum Einkommenseinbußen abzufedern.

Der Arbeitgeber ist gesetzlich 6 Wochen lang zur vollen Lohnfortzahlung verpflichtet. Ist man länger krank, zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Das Bruttokrankengeld (welches um Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zum Nettokrankengeld wird) berechnet sich aber nur aus 70% des Bruttoarbeitslohns bzw. maximal 90% des Nettos.

Dadurch entsteht bei Menschen nach 6 Wochen Krankheit eine Versorgungslücke von tw. mehreren 100,- € im Monat. Eine KTG-Versicherung kostet in jungen Jahren maximal 15,- € im Monat für Arbeitnehmer ab dem 43. Tag.

Noch wichtiger ist diese Absicherung für Leute die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen oder gar keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben (Ein-Mann-Selbständige z.B.).

Privates KTG ist steuerfrei und unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt, gesetzliches Krankengeld schon (§ 32b EStG).

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Eine ähnliche Frage hast du mir auf gutefrage.net gestellt und ich kann mein Fazit nur nochmal wiederholen.

Wenn du Äpfel mit Birnen vergleichst (Vermögensaufbau vs Risikoabsicherung) kriegt du verzerrte Ergebnisse.

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