Ist das Testament meines verstorbenen Vaters gültig?

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2 Antworten

Testament ist auch ohne notarielle Beurkundung gültig wenn alle Formvorschriften erfüllt sind (komplett handschriftlich, eigenhändige Unterschrift, Datum).

Anfechtungsgrund sehe ich keinen, denn er hat ja einen Erbteil bekommen.

Bruder hat hier höchstens Anspruch einen Pflichtteilsergänzungsanspruch, falls sein 500 €-Anteil nicht wenigstens die Hälfte der Erbmasse (Vermögen des verstorbenen Vaters abzüglich alle Kosten wie z.B. Beerdigung, Wohnugnsauflösung usw.) ausmacht.

Bitte diese Angelegenheit nicht als "Abstimmung", sondern als "Frage" stellen, da wir darüber nicht "abstimmen", sondern "antworten" sollen.

Kleine Ergänzung: Die Angabe des Datums ist - ebenso wie die Ortsangabe - beim handschriftlichen Testament keine notwendige Angabe mehr. Auch ein Testament ohne Datumsangabe ist grundsätzlich gültig. § 2247 Abs. 2 BGB ist insoweit eine "Sollvorschrift". Dennoch ist es stets sinnvoll, dem handschriftlichen Testament ein Datum zuzufügen. Das gilt vor allem, wenn im Laufe der Zeit mehrere letztwillige Verfügungen errichtet werden.

Mehr Infos: https://www.rosepartner.de/handschriftliches-testament.html

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Das Testament dürfte gültig sein, wenn es handschriftlich ist udn mit Datum versehen.

Ob das Vermächtnis von 500,- Euro reicht, kannst Du leicht feststellen:

Das was auf den Konten ist + eventuelles Bargeld + eventuelle andere Werte - Beerdigungskosten - andere Kosten wie Restmiete usw.

Das gesetzliche Erbe des Bruders wäre davon 1/2.

Der Pflichtteil davon wiederum 1/2, oder eben 1/4 des Gesamterbes.

Sind die 500,- Euro weniger, müsstest Du noch etwas drauflegen.

@ wfwbinder Vielen Dank für ihre Antwort!! Muss ich mir einen Erbschein holen? Da ich noch nicht einmal weiß wo der "Sohn" meines Vaters wohnt?! Oder könnte man sich auch so auf den Geldbetrag einigen, oder wäre das zum Nachteil für mich?

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@Suzi2018

Wen Du für die Konten Vollmacht hast, würde ich mir den Erbschein schenken.

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@wfwbinder

Selbst wenn sie keine Vollmacht hat, kann sie zum Nachlaßgericht gehen und sich kostenlos eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass sie und ihr Stiefbruder erbberechtigt sind. Diese Bescheinigung ist ausreichend, zusammen mit einer Haftungserklärung die Konten des Verstorbenen aufzulösen.

Solle ein Pflichtteilsergänzungsanspruch bestehen, dann kann die Fragestellerin auch noch Pflegekosten in Rechnung stellen, falls der Vater auf Hilfe im Alter angewiesen war.

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Wichtig:

für alles, was Du im Zusammenhang mit dem Todesfall (z.B. Beerdigung, Wohnungsauflösung) zahlst und aus der Erbmasse nimmst, unbedingt Rechnungen und Quittungen verlangen und aufheben. Das muss alles bis auf den letzten Cent zu belegen sein, denn dem Bruder gegenüber bist Du nachweispflichtig.

Hier hätte er sonst einen wunderbaren Ansatzpunkt zum Ärger machen!

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