Ist das die übliche Schadensabwicklung? .....nach Autounfall?

2 Antworten

Mir leuchtet nicht ein, was Deine Versicherung bei einem unveschuldeten Schaden mit dem Schaden an Deinem PKW zu tun hat. Du hast doch hoffentlich nicht den Schaden Deiner Vollkasko gemeldet?

Auch wenn ich Dir mächtig damit auf den Wecker gehe: Ob sich der Schaden wirklich nur auf einige Kratzer an der Stoßstange beschränkt kann Dir ein Lackierer nicht sagen. Da müßte schon ein Kfz-Sachverständiger ran. Wenn Du ADAC-Mitglied bist, hast Du möglicherweise schon mal in der Mitgliederzeitschrift jene haarsträubenden Beispiele gesehen, wo vermeintlich unscheinbare Schäden Reparaturkosten in vierstelliger Höhe nach sich gezogen haben. Ich würde das Risiko nicht eingehen, dass so etwas unentdeckt bleibt.

Und, den Schaden beheben lassen bevor die Versicherung ihr OK gibt? Das hieße Beweismittel vernichten die man ggf dringend braucht.

@ P59: genau das Gleiche habe ich ihm gestern auch schon versucht zu vermitteln.

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@Primus

Hallo Ihr habt recht. Wieso schalte ich eigendlich meine Versicherung ein. Ich habe da wohl nicht nachgedacht. Werde meinem Vertreter bitten die Abwicklung einzustellen.Ich werde das selbst in die Hand nehmen un die Forderungen an die gegnerische Versicherung stellen. Zunächst werde ich nun doch einen Sachverständiger einschalten, der sich das ganze mal anschauen sollte.

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@althaus

Und den Vertreter, der Dir diesen Rat nicht gegeben hat, willst Du wegen der Rückstufung fragen? :-))

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Naja, es muss ja die Schadenshöhe ermittelt werden.

Wenn Dir jemand die Vorfahrt genommen hat, ist eigentlich der Ansprechpartner die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung. Warum meldest Du den Schaden Deiner Versicherung?

Man kann das natürlich machen und den Schaden über die eigene Kaskoversicherung regulieren lassen, z. B. wenn man aufgrund des Schadenereignisses von einem längeren Rechtsstreit und somit verzögerter Regulierung ausgeht. Manchmal macht es auch Sinn, wenn der Schaden im Ausland eingetreten ist. Bei einer klassischen Vorfahrtsverletzung hier in Deutschland ist das aber eher selten.

Deine Versicherung würde den Schaden natürlich regulieren, aber abzüglich einer vermutlich vorhandenen Selbstbeteiligung.

Wenn hier Deines Erachtens ein ganz normaler Schaden vorliegt, würde ich das bei dem gegnerischen Versicherer geltend machen.

Da du den Unfall nicht verursacht hast, kannst du in Anspruch nehmen:

Rechtsanwalt, Sachverständigen, kleineres Ersatzfahrzeug, Werkstatt deiner Wahl. plus kleineren Pauschalbetrag (25€ ?) für sonstige Aufwendungen.

Lass dich von der Versicherung nicht über den Leisten ziehen, die stecken alle unter einer Decke und begaunern die Versicherten. Ich bin derzeit bei meinem Rechtsanwalt und auch beim Ombudsmann mit einem Kaskoschaden und habe unangenehme Erfahrungen mit Versicherungen.

Rechtsanwalt, Sachverständigen, kleineres Ersatzfahrzeug, Werkstatt deiner Wahl. plus kleineren Pauschalbetrag (25€ ?) für sonstige Aufwendungen.

Mindestens diese Kosten zahlt die gegnerische Versicherung.

Bei Inanspruchnahme der eigenen Versicherung kannst du u.U. sogar runtergestuft werden, nur weil du sie zur Abwicklung in Anspruch genommen hast.

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Vor allem der Anwalt bei einem Blechschaden sorgt dafür, dass die Kosten unnötig in die Höhe getrieben werden und demnächst die Prämien für alle Versicherten wieder mal steigen. Den Anwalt müssen sie bei sowas auch nicht unbedingt zahlen.

Ich habe von dern Versicherungen immer mehr bekommen, als ich beansprucht habe, weil ich mich vernünftig benommen habe.

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@gammoncrack

@Ratsuchender: Danke für Deinen Beitrag. Es ist mir neu, daß ich herabgestuft werden kann, wenn ich meine Versicherung in Anspruch nehmen, obwohl ich nicht schuld bin. Werde diese Frage am Montag meinen Versicherungsvertreter stellen und die Abwicklungsarbeiten einstellen lassen. Das kann ich auch selbst in die Hand nehmen.

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@althaus

Das Thema Rücksstufung ist in diesem Zusammenhang schon komplex. Da bin ich mal gespannt, was Dein Versicherungsvertreter Dir sagt.

Sicher ist, dass Du auf jeden Fall erst einmal zurückgestuft wirst oder zur Rückstufung zur ersten Fälligkeit nach oder zu Deiner Hautpfälligkeit "vorgemerkt" bist. Das ergibt sich zweifelsfrei aus den Vesicherungsbedingungen "... der Versicherer eine Rückstellung gebildet oder Schadenersatzleistungen erbracht hat.".

Interessant wird es, wenn Dein Versicherer aufgrund dessen, dass originär natürlich der gegnerische Haftpflichtversicherer für den Schaden aufkommen müsste, sich den Dir erstatteten Aufwand von diesem zurück holt. Das kann er natürlich, aber nicht alles, sondern nur abzüglich Deiner Selbstbeteiligung.

Das führt möglicherweise (wird unten näher ausgeführt) dazu, dass in Deinem Vertrag zu diesem Schaden plötzlich keine Aufwendungen mehr vorhanden wären, die eine Rückstufung rechtfertigen. Innere und äußere Schadenregulierungskosten belasten nämlich Deinen SFR nicht.

Als Versicherer würde ich, da mir natürlich die zulässige Inanspruchnahme der Kaskoversicherung nicht gefällt, einen Regress gegen den KH-Versicherer überhaupt nicht machen, wenn der Schadenaufwand durch die Mehrprämie der Rückstufung in absehbarer Zeit aufgefangen würde. Auch vor dem Hintergrund, dass die Rechnung nicht aufgeht, weil Du kündigst, würde ich das trotzdem machen. Das nennt man übrigens "die Kurve ausfahren".

Desweiteren - aber da bin ich mir nicht zu 100% sicher - kann oder wird der Versicherer den Geldeingang von dem KH-Versicherer einem sogenannten Regresseingangskonto zuführen, wobei dieses Regresskonto zu Sicherstellung der korrekten statistischen Daten wiederum der Kaskosparte zugeordnet ist. Dann findet überhaupt keine Entlastung Deines Kaskoschadens statt und die Rückstufung steht für alle Zukunft. Möglicherweise ist das auf jeden Fall so.

Weil mich das Thema selbst sehr interessiert, werde ich am Montag mal mit meinem Ex-Kollegen (Schadenchef einer Versicherung) telefonieren und den wahrscheinlichen Ablauf hier posten.

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@barmer

@Barmer

Es ist tatsächlich die Frage, ob man einen Anwalt einschaltet, aber wenn man verfolgt, wie Versicherungen inzwischen vorgehen um berechtigte Ansprüche abzuwehren, oder unberechtigt zu kürzen, kann man keinem Geschädigten raten, ohne Anwalt einen Schaden abzuwickeln. Auch das Verzögern von unbestreitbaren Ansprüchen kann man durch den Anwalt reduzieren oder sogar vermeiden.

Glaubst du ernsthaft, dass wenn die Einschaltung eines Anwalts unterbleibt, Prämien nicht erhöht, oder sogar gesenkt werden?

Nein, Gewinne werden dadurch erhöht, Vorstandsgehälter und Prämien erhöht und, wenn sie Glück haben, bekommen die Aktionäre auch was mit.

Ich habe bisher nicht feststellen können, dass ein Versicherter mehr bekommen hat, als er beansprucht hat. Wie soll das denn gehen? Wenn du 597,63 € beanspruchst, bekommst du niemals zum Beeispiel € 600 überwiesen. Das müssten dann andere Versicherungsnehmer mit erhöhter Prämie bezahlen, oder etwa nicht? :-)

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@Gaenseliesel

So, das konnte ich heute morgen klären.

Der Geldeingang aus dem Regress gegen den KH-Vesicherer wird wieder dem Schaden zugeordnet. Da dann die SFR-belastende Entschädigungsleistung auf 0 stehen würde, erfolgt keine Rückstufung des Vertrages, bzw. eine Korrektur.

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wie die Vorgehensweise ist? Dir wurde die Vorfahrt genommen? Bekommst du auch eine Teilschuld?

Ich würde mich auf keine Diskussionen einlassen, einen Gutachter einschalten. Der soll den Schaden aufnehmen und kalkulieren. Hier kommt auch der Nutzungsausfall, der Wertverlust etc. mit vor. Das Gutachten bekommst du und die gegnerische Versicherung. Die Kosten soll der Gutachter gleich der Versicherung in Rechnung stellen.

Dann gehst du zu Lackierer & Co. und lässt den Wagen reparieren. Oder eben auch nicht. Keiner kann dich zu einer Reparatur zwingen.

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