Ist das bereits Geldwäsche?

4 Antworten

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Zwei Punkte hier sind zu unterscheiden.

Zunächst mal darfst Du beliebige Beträge durch die Welt schicken, wenn das auf Deine Rechnung passiert. Das kannst Du nachweisen und da wird auch niemand das Thema Geldwäsche verfolgen. Vielleicht fragt mal das Fraud Management einer Bank nach, ob das mit den Buchungen ok ist, da verdächtig ist, wenn einige große Abbuchungen und viele kleine Gutschriften erfolgen. Auch wenn Bargeldzahlungen erfolgen, ist das nicht ungewöhnlich, denn denke doch mal an Einzelhändler, die ja auch größere Bargeldeinzahlungen durchführen.

Dann gibt es den steuerlichen Aspekt. Je nach Art des Geschäfts, das einen Umsatz generiert, wird dies Abgeltungssteuer oder Einkommensteuer bedeuten. Du musst die Gewinne aus jeder einzelnen Transaktion im Prinzip deklarieren. Es geht nicht nur darum, daß am Ende ein gewisser Betrag übrigbleibt. Es geht um jede einzelne Transaktion.

Bedenke jedoch auch, daß es bei Geldströmen über die USA oder über UK ein paar andere Implikationen ergibt: dies kann ein paar Behörden in diesen Ländern auffallen, die daraufhin die entsprechende Stelle beim BKA informieren. Das Muster dieser Geldströme ist an sich verdächtig und entspricht einem Geldwäscheverhalten.

Es erschließt sich mir allerdings nicht ganz, wo hier nun wirklich der Gewinn entsteht. Wenn es eine Spekulation auf Wechselkurse ist, dann kannst Du das wohl mit Derivaten deutlich risikoloser und einfacher erreichen.

Danke, das hilft mir schon einmal weiter :-). Der Gewinn besteht eigentlich beim Kauf der Paysafekarten, da diese in den letzen Jahren stark an Beliebtheit verloren haben, da es kaum noch möglichkeiten gibt diese wieder in Bargeld umzuwandeln. Man bekommt also praktisch für ca ~9€ LibertyReserve eine 10€ Paysafecard. Das schwankt ab und zu mal, aber die letzen 3 Monate blieben immer zwischen 350-380€ im Monat über.

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@DanielKA

Das ist dann ein Arbitragegeschäft, das wohl eher unter "Sonstige Einkünfte" fällt, d.h. doch der Einkommensteuer unterliegt. Das Geschäft an sich ist nachvollziehbar und legal, d.h. hier können zwar Fragen entstehen, aber ich sehe kein Problem, diese wahrheitsgemäß zu beantworten.

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Hi,

ich habe folgenden wichitgen Hinweis für Dich. Da Du Bank- und Finanzgeschäfte tätigst, also Kauf- und Wechselgeschäfte mit PrepaidKarten, damit auch Gewinn erwirtschaftest musst Du dies bei der BaFin zur Überprüfung melden. Auch in Bezug auf das Finanzamt. Denn somit hast Du ein zusätzliches Einkommen. Ansonsten machst Du Dich strafbar, dafür gibt es bis zu 5 Jahre Haft. Kein Scherz.

Zusätzlich ist es durch paysafecard.com seit Januar 2012 verboten paysafecards von Nicht-Offiziellen-Partnern zu kaufen oder eigene Karten zu verkaufen. Wenn sie dahinter kommen hast Du schnell Post aus Österreich bzw. aus Frankfurt (Anwälte von Paysafecard.com) mit einer Abmahnung und Anwaltskosten von 2.500€, denn die berechnen mit einem Streitwert von 250.000€. auch kein Scherz

Die Nutzung von neteller für Finanz-Tauschgeschäfte ist auch offiziell verboten. Neteller möchte, das man deren Dienst nutzt um bei den Partnern einzukaufen. andere Finanzgeschäfte sind strikt untersagt und sobald Du auf deren blacklist auftauchst. IP-Adresse, Bankautomaten, Wohnort wirst Du "permanently" auf Lebenszeit gesperrt.

Woher ich das weiß? ...

Wohl selbst erlebt :/ ?

Okay, das hört sich schonmal garnicht so toll an. Mit der Sperrung meiner Neteller Karte könnte ich leben, das mit dem PSC von Nicht-Offiziellen-Partnern kaufen ist schon schlimmer. Haben die das irgendwo angekündigt? Auf ebay werden ja auch noch zahlreiche Paysafecards verkauft, dürfte ja pratisch das gleiche sein.

Zu den ganzen Steuersachen habe ich leider keinerlei Ahnung und sollte mich dazu wohl schellstmöglich informieren. Wie soll ich das denen zur Überprüfung melden? Ich bin derzeit als Azubi beschäftigt, hatte mit Steuererklärungen bisher nicht viel am Hut. Vermutlich würden von den 350€ am Ende eh kaum noch etwas übrigbleiben?...

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@DanielKA

AGB´s der paysafecard.com: 4.8 Ohne unsere ausdrückliche rechtsgeschäftliche Zustimmung ist jeglicher Wiederverkauf der paysafecards verboten. Ebenso ist jede weitere entgeltliche sowie unentgeltliche Übertragung von paysafecards außerhalb der geldwäscherechtlichen Bestimmungen untersagt. Insbesondere ist es verboten, paysafecards über nicht autorisierte Internetplattformen zu verkaufen, zu handeln und zu erwerben. Dieses Verbot bezieht sich explizit auf sogenannte Tauschbörsen. Ausgenommen davon sind die online Shops https://pinshopat.paysafecard.com/ und https://www.wertkartenverkauf.com/.

Das haben sie Anfang des Jahres eingeführt. Sie müssen es nicht kundtun, denn durch die Abmahnungen von Nichtwissenden verdienen sie auch Geld. Bei Ebay wird der Verkauf und Kauf von diesen Karten oftmals wegen Wäsche betrieben, dazu noch das betrügen der Verkäufer bezüglich Paypal etc. Konto weg,Geld weg, aber Strafe bleibt.

Zur Überprüfung wegen Geldwäsche musst Du an die BaFin nur ein Konzept senden. steht auf deren Internetseite.

Bezogen au fFinanzamt, am besten anrufen. Da wird Dein gesamtes Einkommen dann zusammen getan, ausser Du meldest ein Gewerbe an. aber ich bin kein Steuerberater und kann nicht mehr dazu sagen. aber ich hoffe ich habe Dir ein wenig geholfen. ;-)

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Im Grunde betreibst du Day Trading. Das ist ganz "normale" Börsenspekulation damit fallen auf die Gewinne die Abgeltungssteuer von 25%

Also ich sehe das völlig anders und überhaupt nicht finanztechnisch !!!

Die grundsätzliche Frage ist nämlich, was ist das für Geld, was du von deinem Konto transferierst - stammt es aus Straftaten, dazu gehört auch Internetbetrug, dann hast du zunächst ein Problem mit der Staatsanwaltschaft hierzulande, dann wäre auch weiterhin die Geldwäsche, auch kleinerer Beträge, für dich ein Problem.

So wie das System angelegt ist, für mich ist das völlig undurchschaubar und so wird das auch eine Strafverfolgungsbehörde sehen.

Die Masche mit sog. Finanzagenten ist übrigens nicht neu, sie wird von der osteuropäischen Mafia gerne benutzt.

Im Übrigen kannst du davon ausgehen, das Big Brother hier mitliest, und wenn sie die Methode bisher noch nicht kennen, du hast es jetzt bestens beschrieben.

Also du solltest dir Gedanken darüber machen, aus welchen Geschäften, die Gelder stammen, die du so nett weiterleitest.

Das Geld das ich von meinem deutschen Bankkonto transferiere stammt natürlich nicht aus irgendwelchen Betrügereien. Den einen Teil macht mein Azubi-Gehalt aus, und der restliche Teil ist ein aufgelöster Bausparvertrag der mit etwas Geld eingebracht hat. Ansonsten habe ich keine Einkünfte auf meinem Bankkonto, außer eben meine eigenen Bargeld einzahlungen.

Sicher ist das ein wenig kompliziert und auch stellenweiße im Internet schwer zu beschreiben, das will ich garnicht abstreiten. Mit Finanzagenten hat das ja aber eigentlich meiner meinung nach nichts zu tun, ich transferiere ja praktisch nur mein eigenens Geld.

Von meinem Legal-Verdienten Geld kaufe ich mir legal die Online-Währung "LiberyReserve". Die Verdienen ihre Brötchen eben durch die kleine Provision, die sie bei jeder Überweisung einbehalten. Bis dahin ist es immer noch mein Geld.

Nun erwerbe ich auf einer Reseller-Paysafecard-Website (wie gesagt, große Firma und eigentlich sehr beliebt und zuverlässig) dort einige PSC-Codes. Diese wurden meist schon von anderen Personen benutzt, die z.B. eine 200€ PSC gekauft haben, allerdings nur 100€ davon aufgebraucht haben. Diese PSC kann ich nun für einen billigeren Preis als 100€ erwerben und mache somit einen kleinen Gewinn. Ob die Paysafecards für irgendwelche fragwürdigen Geschäfte benutzt wurden kann ich ja nicht sagen, laut den Verkäufern wird alles vorher gecheckt und die Karten dürfen ohne Besorgnis benutzt werden.

In den ca. 3 Monaten ging auch bis her eigentlich nichts schief, alle Einzahlungen liefen glatt ab, also sollte mit den Karten auch alles in Ordnung sein.

So, die PSC sind ja jetzt auch eigentlich mein virtuelles-Geld, das ich nun in Bargeld umwandeln will. Neteller verdient bei der Einzahlung meiner PSC-Codes ebenfalls noch ein paar %te mit und macht so seinen Gewinn. Neteller hat den Firmensitz bei Isle of Mane.

Und wie vorhin geschrieben, hole ich nun das Geld mit einem kleinen Gewinn wieder am Bankautomaten um es wieder legal auf mein legales Bankkonto in Deutschland einzuzahlen ;).

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