Ist "arbeitsunfähig" und "krank sein" dasselbe?

3 Antworten

Jeder der schwer erkrankt, bekommt auch Rente. sofern sowohl die versicherungsrechtlichen als auch die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Auch zu Deiner vollen Erwerbsminderung darfst Du noch 450€ hinzu verdienen. Also bist Du krank, bzw. stark leistungseingeschränkt, aber nicht arbeitsunfähig.

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Danke. So habe ich das verstanden.

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Hallo, Logischerweise sind Sie erwerbsunfähig, sonst gäb es ja keine EU-Rente. die übrigens Erwerbsminderungsrente heisst. Arbeitsunfähig sind Sie also schon länger nicht mehr.

Arbeitsunfähig bedeutet nämlich vorrübergehend" nicht arbeitsfähig. Um arbeitsunfähig zu sein muss man logischerweise (allgemein gesprochen) "krank" sein, denn sonst stellt ja der Arzt z.B. keinen gelben Schein aus.

VG,

Hallo althaus,

Sie schreiben:

Ist "arbeitsunfähig" und "krank sein" dasselbe?<

Antwort:

Erwerbsgemindert zu sein bzw. Erwerbsminderungsrente durch die DRV bewilligt zu bekommen ohne den dauerhaften Status "Arbeitsunfähig", das dürfte in der Praxis wohl kaum funktionieren!

Wer den Begriff "Krank" beurteilen will, der kommt an dem Begriff "Gesundheit" nicht vorbei!

Befragen wir doch hierzu der Objektivität halber Wikipedia:

"Zu Arbeitsunfähig:"

google>>

wikipedia.org/wiki/Arbeitsunf%C3%A4higkeit#Definition

Auszug:

Definition

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer auf Grund von Krankheit seine zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann.[2] Bei der Beurteilung ist darauf abzustellen, welche Bedingungen die bisherige Tätigkeit konkret geprägt haben, so dass es unbeachtet bleibt, ob der Arbeitnehmer noch in der Lage ist, eine sonstige Tätigkeit (z. B. Verweisungsberufe) zu verrichten. Arbeitsunfähigkeit liegt auch vor, wenn auf Grund eines bestimmten Krankheitszustandes, der für sich allein noch keine Arbeitsunfähigkeit bedingt, absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen erwachsen, die Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen.

Arbeitslose sind arbeitsunfähig, wenn sie aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Dabei ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging.[3]

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende – „Hartz IV“) beantragt haben oder beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen.[4]

"Zu Krank:"

google>>

wikipedia.org/wiki/Krankheit#Definition

Auszug:

Definition

Krankheit und Gesundheit

Krankheit wird oft im Gegensatz zu Gesundheit definiert. Allerdings wurde Gesundheit auch schon als idealer Zustand optimalen Wohlbefindens definiert, und Krankheit ist nicht die einzige mögliche Ursache für mangelhafte Gesundheit.[1] Die Übergänge zwischen „Gesundheit“ und „Krankheit“ sind fließend. Vieles mag letztlich einfach eine Frage der Sichtweise sein. So hat sich der Begriff Befindlichkeitsstörung für Einschränkungen des leiblichen oder seelischen Wohlbefindens ohne objektivierbaren medizinischen Krankheitswert eingebürgert. Andererseits können als krankhaft definierbare Zustände auch ohne subjektiven Leidensdruck vorliegen.

Die normale Funktion ergibt sich aus der Regelhaftigkeit der Lebensvorgänge; in unterschiedlichem Ausmaß beinhaltet sie die Fähigkeit zur Anpassung an veränderte innere und äußere Bedingungen. Ihre Beurteilung durch Menschen weist auch Abhängigkeit von deren Normvorstellungen auf.

Als Funktionsstörung kann Krankheit verschiedene Bereiche lebendigen Seins betreffen und sich in deren Wechselwirkungen entwickeln. Physiologische Funktionen sind wesentliche Eigenschaft des Lebens. Organismen existieren in komplexen Umwelten und erhalten, erneuern und verändern sich durch beständigen stofflichen und energetischen Austausch. Viele Arten von Organismen leben in sozialen Zusammenhängen. Zu den Funktionen des Lebens gehört auch Verhalten. Sog. höhere Organismen weisen emotionale Funktionen auf. Die Personalität und Sozialität von Menschen funktioniert auch in Abhängigkeit von ihrer kulturellen Welt.

Die Zuordnung von Erkrankungen eines konkreten Lebewesens zu abstrakten „Krankheiten“ gilt als wichtig im Zusammenhang mit der Entwicklung von therapeutischen Ansätzen und ihren administrativen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Eine Systematik ist die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD10).[2] Ob es allerdings abstrakte Krankheiten in einem ontologischen Sinn gibt, ist umstritten.

Fazit:

Für unendliche Wortglaubereien zu Ihrer Fragestellung ist genügend Stoff vorhanden, es dürfte also immer auf die spezielle Sitaution im Einzelfall ankommen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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